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Umfrage stärkt Kanzlerin: Angela Merkel auf Augenhöhe mit Brandt und Adenauer

Umfrage stärkt Kanzlerin  

Merkel auf Augenhöhe mit Brandt und Adenauer

18.02.2015, 13:33 Uhr | t-online.de, dpa

Umfrage stärkt Kanzlerin: Angela Merkel auf Augenhöhe mit Brandt und Adenauer. Angela Merkel ist bei den meisten Deutschen beliebt. (Quelle: Reuters)

Angela Merkel ist bei den meisten Deutschen beliebt. (Quelle: Reuters)

Angela Merkels Bemühungen um Frieden in der Ukraine zeigen auch im eigenen Land Wirkung: Die Mehrheit der Deutschen sieht die Bundeskanzlerin (CDU) inzwischen auf Augenhöhe mit früheren bedeutenden Kanzlern. In einer Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" stellten 58 Prozent der Befragten Merkel in eine Reihe mit angesehenen Vorgängern wie Konrad Adenauer (CDU) und Willy Brandt (SPD).

Dabei wird Merkel dieses Attribut von 74 Prozent der Anhänger von CDU/CSU bescheinigt, aber auch 58 Prozent der SPD-nahen Befragten sehen die Kanzlerin in einer Riege mit Schmidt, Brandt und Adenauer.

Dementsprechend zählen 38 Prozent der Deutschen Merkel nicht zu den bedeutenden und großen Bundeskanzlern Deutschlands. Von den Anhängern der Linken sprechen ihr dieses Format sogar 57 Prozent ab, von den Sympathisanten der AfD sind es 53 Prozent.

Deutschland maßgeblich geprägt

Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und von 1951 bis 1955 zugleich erster Außenminister. Er war einer der Begründer der CDU und von 1950 bis 1966 deren Parteivorsitzender. Der Politiker prägte eine ganze Ära und stand für eine Politik der Westbindung und der Europäischen Einigung und setzte sich für eine aktive Rolle der Bundesrepublik in der NATO ein.

Brandt war von 1969 bis 1974 der vierte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor hatte er von 1966 bis 1969 während der ersten Großen Koalition der Bundesrepublik im Kabinett Kiesinger das Amt des Bundesaußenministers und Vizekanzlers ausgeübt. Davor war er von 1957 an Regierender Bürgermeister von West-Berlin. Mit dem Motto "Wandel durch Annäherung" gab Brandt der westdeutschen Außenpolitik eine neue Richtung und leitete mit seiner neuen Ostpolitik eine Zäsur im angespannten Klima des Kalten Krieges ein. Für diese Politik erhielt Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.

Merkel soll wieder antreten

Dass Merkel in einem Atemzug mit den Altkanzlern genannt wird, hat auch mit ihren Friedensvermittlungen im Ukraine-Konflikt zu tun. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", dieses Engagement festige Merkels Image als "Kanzlerin, die sich um die Bewältigung solcher Krisen kümmert". Auch die Verhandlungen auf Augenhöhe mit US-Präsident Barack Obama und Wladimir Putin werden Merkel hoch angerechnet.

Deshalb wünschen sich der Umfrage zufolge auch 56 Prozent der Bürger, dass Merkel (60) bei der Bundestagswahl im Jahr 2017 noch einmal antritt. Von den befragten 18- bis 29-Jährigen sprechen sich 62 Prozent dafür aus, von den 30- bis 44-Jährigen 63 Prozent. Auch von den Ostdeutschen und den Frauen sind jeweils 59 Prozent dafür.


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