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Klaus Wowereit nennt bei Maischberger Gründe für seinen Rücktritt

TV-Auftritt bei Maischberger  

Wowereit: "Ich verspürte Last auf meinen Schultern"

03.09.2014, 07:20 Uhr | are, AFP, t-online.de

Klaus Wowereit nennt bei Maischberger Gründe für seinen Rücktritt. Steht jetzt Rede und Antwort zu den Gründen für seinen Rücktritt: Berlins noch Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).   (Quelle: Picture Alliance/ROPI)

Klaus Wowereit hat Angst vor der Zeit nach seinem Rücktritt. (Quelle: Picture Alliance/ROPI/dpa)

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), hat erstmals nach der Ankündigung seines Rücktritts über die Gründe seiner Entscheidung gesprochen. Es sei "eine Addition von Gründen" gewesen, die ihn zum Amtsverzicht bewogen hätten. Ins Detail ging der 61-Jährige dabei allerdings nicht. Die Entscheidung sei in einem längeren Prozess gereift.

Er könne die Enttäuschung der Bürgerinnen und Bürger wegen des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) verstehen. Darauf führe er auch die sinkenden Umfragewerte zurück: "Das hat mich als eitler Mensch schon getroffen, und die Kritik an meiner Tätigkeit als Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft waren eine große Last auf meinen Schultern", so Wowereit.

Das Flughafen-Projekt, bei dem laut dem Stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki "Steuergelder in Milliardenhöhe durch Fehlplanungen verschwendet wurden", kostete mehr als 1,7 Milliarden Euro, und die Kosten waren aus dem Ruder gelaufen. Zudem musste der Eröffnungstermin wegen Bauverzögerungen und Fehlplanungen immer wieder verschoben werden und steht bis heute nicht fest.

Steile Karriere

Wowereit, der zu den schillerndsten Figuren in der deutschen Politik gehört, blickt auf eine steile Karriere in Partei und Politik zurück. Dem Amt des Stadtrates für Bildung und Kultur (1984) folgte die Wahl ins Abgeordnetenhaus von Berlin (1995) und der Vorsitz der SPD-Fraktion (1999). 2001 wurde der Jurist zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt und sowohl 2006 als auch 2011 im Amt bestätigt.

Wowereit, stets charmant, schlagfertig und weltoffen, geriet aber politisch mehr und mehr in die Krise. Im Januar 2014 überstand er im Abgeordnetenhaus ein Misstrauensvotum, das die Opposition wegen der Flughafen-Krise gegen ihn angestrengt hatte.

Abstieg beginnt mit dem Flughafen

Seit 2003 war Wowereit einer von vier Vertretern des Landes Berlin im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft BER und von 2008 bis 2013 Aufsichtsratschef. Wowereit hatte stets betont, dass er sich nicht um das Amt gerissen habe.

Seit dem Desaster um den geplanten Großflughafen wirkte Wowereit angeschlagen. Er soll zudem den Steuerbetrug seines Kulturstaatssekretärs unter den Teppich gekehrt haben. Dazu äußerte sich Wowereit nicht. Am 26. August hatte Wowereit dann verkündet, er werde am 11. Dezember dieses Jahres zurücktreten. An diesem Tag soll im Abgeordnetenhaus sein Nachfolger von der rot-schwarz Koalition gewählt werden.

WOWEREIT TRITT ZURÜCK
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Entscheidung über Wowereit-Nachfolge

Die Berliner SPD will spätestens bis zum 6. November über die Nachfolge des scheidenden Regierenden Bürgermeisters entscheiden. Bis zum 15. September können sich weitere Bewerber melden, der Mitgliederentscheid unter den rund 17.000 Berliner SPD-Mitgliedern beginnt am 19. September. Um die Nachfolge Wowereits bewerben sich bislang der Landesparteichef Jan Stöß, der Fraktionsvorsitzende Raed Saleh sowie Stadtentwicklungssenator Michael Müller.

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