Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Hackerangriff auf Regierung: Gigantisches Datenleck befürchtet

...

Gigantisches Datenleck?  

Vermutlich Hackerangriffe auf Ministerien in ganz Europa

02.03.2018, 10:03 Uhr | dpa, jmt

Hackerangriff auf Regierung: Gigantisches Datenleck befürchtet. Sigmar Gabriel und Angela Merkel mit Handy im Parlament: Der Bundestag wurde bereits gehackt – nun hat es auch die Ministerien getroffen. Daten wurden vermutlich gestohlen. (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)

Sigmar Gabriel und Angela Merkel mit Handy im Parlament: Der Bundestag wurde bereits gehackt – nun hat es auch die Ministerien getroffen. Daten wurden vermutlich gestohlen. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa)

Wie lange haben ausländische Hacker im Computernetzwerk des Bundes spioniert? Sicherheitsexperten befürchten Schlimmes. Vermutlich wurden Ministerien in ganz Europa angegriffen.

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben den Hackerangriff auf das Datennetzwerk des Bundes nach Darstellung der Bundesregierung inzwischen unter Kontrolle. Doch Experten befürchten den "größten anzunehmenden Unfall": dass das gesamte Datennetz des Bundes über ein Jahr lang ausspioniert wurde. Vermutlich seien Ministerien in ganz Europa von den mutmaßlich russischen Hackern angegriffen worden.

Außen- und Verteidigungsministerium im Visier

Ausländische Hacker waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in das bislang als sicher geltende Datennetzwerk des Bundes und der Sicherheitsbehörden eingedrungen. Cyberspione der russischen Gruppe "APT28" hätten erfolgreich das deutsche Außen- und das Verteidigungsministerium angegriffen, hieß es in Sicherheitskreisen. 

Dort spionierten sie bis mindestens Mittwoch – zuletzt jedoch beobachtet von deutschen Sicherheitsbehörden. Es sei Schadsoftware eingeschleust worden, die Angreifer hätten auch Daten erbeutet. Bei der Attacke sei aber kein breiter Datenstrom abgeflossen.

Das Innenministerium bestätigte die Angriffe. Die Attacke sei von deutschen Sicherheitsbehörden im Dezember erkannt worden. Der Angriff sei da schon über eine längere Zeit gelaufen, womöglich ein ganzes Jahr. "Innerhalb der Bundesverwaltung wurde der Angriff isoliert und unter Kontrolle gebracht", erklärte das Ministerium. 

Teil einer Angriffswelle in Europa

Der Hackerangriff könnte Teil eines noch weitaus größeren organisierten Spionageangriffs auf EU-Staaten sein. Das berichtete die "Welt" unter Berufung auf den Sicherheitsexperten Benjamin Read von der US-Sicherheitsfirma FireEye. "Wir beobachten seit einigen Monaten, dass (die russische Gruppe) APT28 gezielt Außen- und Verteidigungsministerien in der Europäischen Union angreift und versucht, sich Zugang zu geschützten Systemen zu verschaffen", erklärte Read.

Hinter der "APT28" vermuten zahlreiche Computerfachleute russische Regierungsstellen. Der Angriff auf den Bundestag im Jahr 2015 geht nach Erkenntnissen von Ermittlern ebenfalls auf das Konto dieser Gruppe. Damals waren verdächtige Aktivitäten im Computernetz des Parlaments aufgefallen. 

Experte: "Super-Gau" durchaus möglich

Seit Dezember bemühen sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Geheimdienste nun herauszufinden, wie tief die Hacker bei dem neuen Angriff in das Regierungsnetz eingedrungen sind. Sollte das gesamte Datennetz des Bundes betroffen sein, käme dies einem "Super-Gau" gleich, dem "größten anzunehmenden Unfall", sagte ein Sicherheitsexperte. Die Angreifer konnten sich so weitreichenden Zugang verschaffen, dass die Bundestags-IT ausgetauscht werden musste.

An diesem Donnerstag befasst sich der Bundestag mit dem Fall, der Digitalausschuss kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Es sei ein Unding, dass die Abgeordneten über die Vorkommnisse aus den Medien erfahren müssten, erklärte der FDP-Abgeordnete Manuel Höferlin. "Wir erwarten, dass die Vertreter des Bundesinnenministeriums, des Auswärtiges Amtes, des Verteidigungsministeriums und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik Rede und Antwort stehen."

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Aktuelle Leserdiskussionen und Kommentare finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sexy Bademode: die Hingucker an Strand und Badesee
gefunden auf otto.de
Anzeige
EntertainTV Plus mit 120,- € TV-Bonus sichern!*
hier EntertainTV Plus bestellen bei der Telekom
Klingelbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • erdbeerlounge.de
  • kino.de
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018