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Zahl der Angriffe auf Geflüchtete geht leicht zurück

Von afp, dpa
Aktualisiert am 12.08.2018Lesedauer: 2 Min.
Brandanschlag auf ein Berliner Flüchtlingsheim 2016: Im dem Jahr gab es mehr als 3500 Attacken gegen Geflüchtete in Deutschland.
Brandanschlag auf ein Berliner Flüchtlingsheim 2016: Im dem Jahr gab es mehr als 3500 Attacken gegen Geflüchtete in Deutschland. (Quelle: Christian Mang/imago-images-bilder)
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Mehr als 700 gewalttätige Attacken gegen Geflüchtete oder ihre Unterkünfte hat die Polizei seit Jahresbeginn registriert. Linke-Politikerin Ulla Jelpke gibt AfD und CSU eine Mitschuld.

Die Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2018 deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums gab es bis Ende Juni 627 Angriffe auf Flüchtlinge und 77 Attacken auf ihre Unterkünfte, dabei wurden 120 Menschen verletzt; dies geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag zitierten.

Zu den Delikten zählten demnach gefährliche Körperverletzung, schwere Brandstiftung, Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Beleidigung, Verstoße gegen das Waffengesetz und andere Delikte. Im Verglich zu den Vorjahren nahm die Zahl der Taten ab: Im Gesamtjahr 2017 gab es mehr als 2200 Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte, 2016 waren es mehr als 3500.

Jelpke kritisiert AfD und CSU

Im ersten Halbjahr 2017 hatte es 642 Übergriffe auf Asylbewerber außerhalb von Flüchtlingsunterkünften gegeben und 153 Angriffe auf Unterkünfte. 123 Menschen wurden verletzt.

Die Linke führte die fortbestehenden Angriffe auch auf politische Stimmungsmache gegen Flüchtlinge zurück und kritisierte dabei insbesondere AfD und CSU. Die Zahlen zeigten, dass die "alltägliche Hetze gegen Geflüchtete" konkrete Auswirkungen habe, erklärte die Linken-Innenexpertin Ulla Jelpke gegenüber den Funke-Zeitungen.

Die AfD nehme diese Konsequenz ihrer Hetze offenbar ungerührt in Kauf. "Aber auch die CSU und Innenminister Seehofer sollten zur Kenntnis nehmen, dass die einseitig negative Thematisierung von Zuwanderung für die betroffenen Menschen gravierende Auswirkungen hat", mahnte die Linken-Abgeordnete.

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