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Verdächtige Islamisten: Verschärfte Kontrollen an deutschen Flughäfen

Verdächtige Islamisten  

Bundespolizei verschärft Kontrollen an deutschen Flughäfen

21.12.2018, 04:35 Uhr | dpa

In Stuttgart und anderen Südwest-Flughäfen sind die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden (Screenshot: dpa)
Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen erhöht

Wegen Hinweisen auf mögliche Ausspähversuche am Stuttgarter Flughafen sind auch an anderen Flughäfen im Südwesten die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden.

Ausspähversuche: Die Sicherheitsvorkehrungen sind an mehreren Flughäfen im Südwesten Deutschlands erhöht worden. (Quelle: dpa)


Unbekannte haben versucht, den Flughafen Stuttgart auszuspionieren. Mindestens ein Islamist soll darunter gewesen sein. Die Bundespolizei warnt nun alle Flughäfen. Hinweise kommen aus Marokko und Paris.

Nach Warnungen vor einem möglicherweise geplanten Anschlag auf einen Flughafen im deutsch-französischen Grenzgebiet läuft die Fahndung nach vier Verdächtigen. Zudem waren die verschärften Sicherheitsvorkehrungen an mehreren Airports der Region auch am frühen Freitagmorgen weiter in Kraft. Dies betraf den Flughafen Stuttgart und die Airports Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden und Mannheim. Mindestens einer der Verdächtigen gehört nach dpa-Informationen zum radikalislamischen Milieu.

Zwei der Gesuchten seien Vater und Sohn und stammten aus Nordrhein-Westfalen, hieß es. Sie seien bereits vergangene Woche der französischen Polizei aufgefallen, als sie am Pariser Flughafen Charles de Gaulle Fotos machten.

Französische Polizeikreise bestätigten auf dpa-Anfrage Informationen der Zeitung "Journal du Dimanche" (JDD), wonach die Männer in einem Mercedes-Sprinter mit deutschem Kennzeichen unterwegs waren. Der 48 Jahre alte Autobesitzer stand laut "JDD" in der deutschen Behördenliste mit "Gefährdern". Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dies habe eine Kennzeichenabfrage ergeben.

Nach einem Bericht des Südwestrundfunks (SWR) wurden die beiden in Paris aufgefallenen Männer dann auch am Stuttgarter Flughafen gesichtet. Sie seien durch Videoaufzeichnungen identifiziert worden.

Das zuständige Polizeipräsidium in Reutlingen wollte den SWR-Bericht nicht kommentieren. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart äußerte sich am Donnerstag auf Anfrage nicht, ebenso wenig die Bundesanwaltschaft.

Die Bundespolizei habe Einsatzkräfte an allen Verkehrsflughäfen in ihrem Zuständigkeitsbereich "sensibilisiert", sagte ein Sprecher am Donnerstag. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Schwer bewaffnete Polizisten patrouillierten in Schutzausrüstung. Die Polizei kontrollierten auch Fahrzeuge an den Zufahrtsstraßen zum Stuttgarter Flughafen. Wie lange die Maßnahmen andauern sollen, war zunächst unklar. Der Flugbetrieb lief normal weiter.

Die Sicherheitsvorkehrungen an den baden-württembergischen Flughäfen seien eine "reine Vorsichtsmaßnahme", teilte die Polizei mit. "Derartige Hinweise oder Vorkommnisse gibt es immer wieder, vor allem um die Weihnachtszeit." Gerade nach dem jüngsten Anschlag in Straßburg mit fünf Toten müsse man aber weiter wachsam sein.

Hinweis aus Marokko

Auf die Spur gekommen sind die Ermittler den Männern laut "SWR"-Informationen auch durch Hinweise marokkanischer Sicherheitsbehörden. Diese hätten verdächtige Chat-Nachrichten abgefangen und deutschen Behörden übermittelt. Darin sei von einem Anschlag auf einen Flughafen im deutsch-französischen Grenzgebiet als Rache für die westliche Politik die Rede: "Sie führen Krieg gegen den Islam, meine Brüder und ich sind hier, um sie zu bekämpfen" sei unter anderem zu lesen. "Werde ich alleine sein?", fragt demnach eine Person. "Nein, wir sind mehrere!", lautete demnach die Antwort.

 

Wegen der Ausspähversuche waren am Stuttgarter Flughafen schon am Mittwochabend die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Auch an den Flughäfen Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden und Mannheim waren am Abend schon mehr Kräfte eingesetzt worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Artikel auf Bild.de
  • Artikel auf tagesschau.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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