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Berlin: Russland unter Verdacht – mutmaßlicher Auftragskiller identifiziert

"Erhebliche politische Auswirkungen"  

Russland unter Verdacht – das soll der Auftragskiller von Berlin sein

Mord an Georgier in Berlin: Russische Botschaftsmitarbeiter ausgewiesen

Haben russische Staatsorgane den Mord an einem Georgier in Berlin in Auftrag gegeben? Die Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen, zwei russische Botschaftsmitarbeiter wurden ausgewiesen. (Quelle: t-online.de)

"Vadim Sokolov": Er soll im August unter falscher Identität im Auftrag Russlands einen Georgier in Berlin ermordet haben. (Quelle: t-online.de)


Hat der russische Staat den Mord an einem Georgier in Berlin in Auftrag gegeben? Hinweise darauf haben sich laut Informationen von t-online.de verdichtet. Der Generalbundesanwalt will die Ermittlungen an sich ziehen.

Gut drei Monate nach dem Mord an einem Georgier in Berlin will der Generalbundesanwalt laut Informationen von t-online.de die Ermittlungen an sich ziehen. Die Ermittler verdächtigen staatliche russische Organe als Auftraggeber des Verbrechens. Auch "Spiegel Online" berichtete über die neue Entwicklung. Demnach gibt es einen Durchbruch bei den Ermittlungen.

Der in Untersuchungshaft sitzende Verdächtige mit gefälschter Identität habe als mutmaßlicher Mörder eines russischen Geschäftsmanns 2013 identifiziert werden können. Das Investigativportal "Bellingcat" berichtete zeitgleich, der wahre Name des Mannes sei Vadim Nikolaevich Krasikov. Alle Hinweise auf ihn in Datenbanken des russischen Staates seien seit den Ermittlungen 2013 gelöscht worden. Dafür sei eine weitreichende Staatsintervention notwendig.

"Erhebliche politische Auswirkungen"

Sollte die Bundesanwaltschaft nun den Schritt gehen und die Ermittlungen an sich ziehen – was ab sofort als wahrscheinlich gelten kann – dürften sich die deutsch-russischen Beziehungen maßgeblich verschlechtern. Noch vor Kurzem hatte der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, sich sehr vorsichtig zum Fall geäußert: Bevor die Bundesanwaltschaft den Fall übernehme, müsse man hinsichtlich der "erheblichen politischen Auswirkungen" einen Anschlag "unter falscher Flagge" ausschließen können.

Der 40 Jahre alte Tschetschene mit georgischer Staatsangehörigkeit war am 23. August in einem kleinen Park in Berlin-Moabit von hinten erschossen worden. Der mutmaßliche Täter hatte sich mit einem Fahrrad genähert und hatte seinem Opfer in den Kopf geschossen – genau wie 2013 in Moskau. Wegen einer möglichen Verstrickung Russlands gab es früh Forderungen nach einer Übernahme durch die Bundesanwaltschaft. Diese ist nur dann zuständig, wenn der Verdacht besteht, dass der Geheimdienst einer fremden Macht involviert ist.
 

 
Der Fall weckt unter anderem Erinnerungen an den Fall Sergej Skripal in Großbritannien. Der ehemalige russische Geheimdienstler und seine Tochter waren mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet worden. Westliche Staaten gehen vom russischen Staat als Auftraggeber aus. Die mutmaßlichen Attentäter sind russische Geheimdienstler. Der Mordanschlag hatte erhebliche Folgen für die diplomatischen Beziehungen.

Verwendete Quellen:

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