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Split-L├Âsung f├╝r die Tornado-Nachfolge: Eurofighter und F-18

Von dpa
Aktualisiert am 26.03.2020Lesedauer: 4 Min.
Ein Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwarder 31 fliegt eine ├ťbung.
Ein Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwarder 31 fliegt eine ├ťbung. (Quelle: Oliver Berg/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Die ├╝beralterte Tornado-Flotte der Bundeswehr soll vom Jahr 2025 an durch bis zu 90 weitere Eurofighter-Jets sowie 45 F-18-Kampflugzeuge des US-Herstellers Boeing abgel├Âst werden.

Das US-Modell soll dabei f├╝r den elektronischen Luftkampf sowie die "Nukleare Teilhabe" Deutschlands an US-Waffen beschafft werden. Das sehen interne Planungen des Verteidigungsministeriums vor, die nach dpa-Informationen schon auf politischer Ebene sowie mit Industrievertretern besprochen wurden. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) m├╝sse dem Plan erst noch zustimmen, hie├č es im parlamentarischen Raum. Aus dem Ministerium hei├čt es, eine Entscheidung sei in den n├Ąchsten Tagen zu erwarten.

Die Bundeswehr verf├╝gt aktuell ├╝ber insgesamt 234 Kampfflugzeuge, darunter 141 Eurofighter vom europ├Ąischen Hersteller Airbus und 93 Tornado-Jets. Der vor bald 40 Jahren eingef├╝hrte Tornado ist f├╝r die Aufgaben Luftangriff, taktische Luftaufkl├Ąrung und elektronische Kampff├╝hrung zum Einsatz vorgesehen - und eben f├╝r die nukleare Abschreckung. Im Flugbetrieb sind 83 Maschinen, zehn weitere Flugzeuge werden f├╝r die Ausbildung am Boden sowie f├╝r wehrtechnische Tests genutzt. Deutschland geh├Ârt aber zu den letzten Nutzern dieses Flugzeugtyps. Der Betrieb droht deswegen bald zus├Ątzliche Milliarden zu kosten, schon weil Ersatzteile zur Manufakturarbeit werden.

Um die Nachfolge-Entscheidung, bei der es ├╝ber die Jahre verteilt um einen zweistelligen Milliardenbetrag geht, hat es ein l├Ąngeres Ringen gegeben. Der nun ausgehandelte Plan soll sicherheitspolitische Erfordernisse mit der Industriepolitik vers├Âhnen, bei der es unter anderem um starke bayerische Interessen geht. Die Airbus-R├╝stungssparte hat ihre Zentrale in Bayern, in Manching werden Eurofighter endmontiert. So oder so - auf der Zeitschiene wird erst eine k├╝nftige Bundesregierung die letzte Entscheidung treffen.

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Politisch schwierig ist das Vorhaben auch wegen der "Sonderrolle" des Tornados: Das nukleare Abschreckungskonzept der Nato sieht vor, dass Verb├╝ndete im Kriegsfall Zugriff auf Atomwaffen der USA haben, also die Bomben ins Ziel tragen k├Ânnen m├╝ssen. Offiziell nie best├Ątigt, aber doch eine Art offenes Geheimnis: In B├╝chel in der Eifel sollen 20 thermonukleare B61-Gravitationsbomben der US-Streitkr├Ąfte lagern, die unter deutsche Tornados geklinkt werden k├Ânnen.

Das Thema ist f├╝r die Beistandsverpflichtungen im transatlantischen B├╝ndnis zentral, aber: Man kann damit in Deutschland keine Punkte machen, zumal nicht als SPD-Politiker. Ger├╝ttelt hat die Partei daran seit dem Jahr 1958 aber nicht. "Nukleare Abschreckung bleibt auf absehbare Zeit ein wesentlicher Bestandteil der europ├Ąischen Sicherheitsarchitektur. Die nukleare Teilhabe sichert Deutschland einen gr├Â├čeren Einfluss auf die Nuklearstrategie der Nato", erkl├Ąrte SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu noch im Oktober der dpa. Und: "Den sollten wir nicht leichtfertig aufgeben - gerade dann nicht, wenn wir R├╝stungskontrolle und Abr├╝stung durchsetzen wollen."

Bei einem Ersatz f├╝r den Tornado verwiesen Milit├Ąrplaner zuletzt auf eine Notwendigkeit, die Einsatzsicherheit mit zwei unterschiedlichen Maschinen garantieren zu k├Ânnen. Strategien sprechen von einem Zwei-Flottenkonzept.

Eine L├Âsung soll nun so aussehen:

F├╝r die Nukleare Teilhabe sollen rund 30 F-18 der Version "Super Hornet" beschafft werden. F├╝r das US-Modell spricht, dass eine Zertifizierung durch die USA problemloser m├Âglich erscheint als beim Eurofighter, schlie├člich kann Washington selbst hier das Tempo bestimmen. F├╝r den elektronischen Luftkampf - das St├Âren, Niederhalten und Bek├Ąmpfen gegnerischer Luftabwehrstellungen - werden zudem 15 F-18 in der Version "Growler" beschafft.

Die neuen Eurofighter ├╝bernehmen die anderen Aufgaben der Tornado-Flotte: Luftaufkl├Ąrung, den Einsatz konventioneller Bomben und als Jagdflugzeug. Die relativ gro├če St├╝ckzahl von mindestens 78 Eurofightern - wom├Âglich aber auch ├╝ber 90 - kommt zustande, weil auch Maschinen als Ersatz f├╝r ├Ąltere Eurofighter der Tranche 1 gekauft werden sollen. Der Plan soll die Interessen der europ├Ąischen R├╝stungsindustrie wahren und den Blick auf das gemeinsam mit Frankreich betriebene Projekt eines neuen Luftkampfsystems ("FCAS") richten, das von 2040 an verf├╝gbar sein soll.

Zustimmung bekommt die Split-L├Âsung von Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU), der eine z├╝gige Entscheidung will. "Der milit├Ąrische Bedarf der Luftwaffe muss bei der Entscheidung im Vordergrund stehen", forderte er. "Bei einer Zwei-Flottenl├Âsung w├Ąre die Bundeswehr der gr├Â├čte Nutzer des Eurofighters." Dies sei ein "klares Bekenntnis zur europ├Ąischen Luftfahrtindustrie". Und: "Gleichzeitig h├Ątte man f├╝r die besonderen Aufgaben der Luftwaffe ein erprobtes und verl├Ąssliches Modell, das kurzfristig beschafft werden k├Ânnte."

Grundsatzkritik kommt von der Linken, f├╝r die Sevim Dagdelen forderte, "angesichts der Corona-Pandemie alle R├╝stungsprojekte sofort auf Eis zu legen". Dagegen h├Ąlt FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann Pl├Ąne f├╝r den Kauf von zwei unterschiedlichen Flugzeugtypen grunds├Ątzlich f├╝r richtig. Unverst├Ąndlich sei aber, dass nicht gleich auf das modernste und wirtschaftlich attraktive Modell F-35 gesetzt werde. "Dass endlich Bewegung in die Tornado-Nachfolge kommt, ist richtig, auch, wenn sie viel zu sp├Ąt kommt", so die FDP-Politikerin.

Dagegen machte die SPD - Koalitionspartner der Union - am Donnerstag deutlich, es bei dem Thema, das seit Jahren mit spitzen Fingern angefasst wird, nicht so eilig zu haben. Die Bundestagsfraktion wolle eine "sachliche und sorgf├Ąltige Er├Ârterung der Nuklearen Teilhabe", so Fraktionsvize Gabriela Heinrich. "Alle Entscheidungen, die das Ergebnis der Debatte vorwegnehmen, wie die damit zusammenh├Ąngende Frage eines Nachfolgesystems f├╝r den Tornado, d├╝rfen auf keinen Fall ├╝berst├╝rzt getroffen werden." Die Frage sei auch, ob in diesen Zeiten "deutsches Steuergeld in Milliardenh├Âhe in die USA flie├čen und nicht in Arbeitspl├Ątze in Deutschland und Europa investiert werden" solle.

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