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Kühlprobleme bremsen Impfstart in acht Landkreisen aus

Von dpa, pdi, dru

Aktualisiert am 27.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Impfungen
Spritzen mit dem Impfstoff gegen Covid-19 liegen auf einem Tisch bereit für die Impfung. (Quelle: Frank Röth/F.A.Z. Pool/dpa/dpa-bilder)
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Eigentlich sollten am Sonntag bundesweit die Corona-Impfungen beginnen, aber aufgrund einer kleinen Panne muss der Start in Oberfranken warten. Auch in Augsburg hakt es zunächst, dann aber kommt Entwarnung.

Nach großen Teilen Oberfrankens haben die Behörden auch im Landkreis Augsburg den Impfstart gegen das Coronavirus vorübergehend aufschieben müssen. Auch dort sei die Kühlkette nicht nachvollziehbar gewesen, teilte der Landkreis mit. "Aus dem integrierten Kühlprotokoll geht hervor, dass die erfasste Temperatur während des Transportes zunächst drei Grad Celsius und später minus ein Grad Celsius betragen hat", erläuterte Augsburgs Landrat Martin Sailer (CSU).

Da zunächst unklar war, ob die Impfdosen weiter bedenkenlos verwendbar waren, wurde die Aktion in Schwaben vorerst gestoppt. Als möglicher Hintergrund wurde eine Fehlfunktion der Kühlbox, aber auch eine Absenkung der erfassten Temperatur in der Box durch den ursprünglich noch tiefgekühlten Impfstoff angenommen.

Am Nachmittag dann die Entwarnung: Die betroffenen Landkreise in Schwaben hätten nach Gesprächen mit der Regierung von Schwaben und dem Impfstoff-Hersteller Biontech das Signal erhalten, dass der betroffene Impfstoff problemlos verwendet und mit dem Impfen begonnen werden könne, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums auf dpa-Anfrage.

Sechs Landkreise in Oberfranken betroffen

Auch in acht Landkreisen Oberfrankens war am Sonntag der geplante Start der Corona-Impfungen verschoben worden. "Beim Auslesen der Temperaturlogger, die in den zentral beschafften Kühlboxen beigelegt wurden, sind Zweifel an der Einhaltung der Kühlkette für den Impfstoff aufgekommen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung mehrerer Landräte. Von dem Problem betroffen waren die Landkreise Coburg, Lichtenfels, Kronach, Hof, Bayreuth, Wunsiedel, Forchheim und Kulmbach.

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Geimpft werden konnte in Oberfranken lediglich in der Stadt und dem Landkreis Bamberg. Wann die Aktion in den betroffenen Kreisen nun beginnen kann, stand zunächst nicht fest.

"Es geht nicht ums Tempo"

Der Mainzer Impfstoff-Entwickler Biontech teilte am frühen Abend mit, dass sein Corona-Impfstoff ungeachtet der gemeldeten Probleme mit der Kühlkette sicher sei. "Wir haben den Landkreisen Dillingen und Augsburg heute Vormittag mitgeteilt, dass die Temperaturabweichung, die registriert wurde, keinen Einfluss auf die Qualität des Impfstoffes hat", erklärte eine Biontech-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Nach Angaben von Biontech muss der Impfstoff für einen längeren Zeitraum bei minus 70 Grad gelagert werden. In speziell entwickelten Versandboxen mit Trockeneis übersteht das Präparat bei diesen Temperaturen bis zu 15 Tage. In den Impfzentren kann das Vakzin in ungeöffnetem Zustand nach Firmenangaben in den Lieferboxen oder auch in herkömmlichen Kühlschränken bis zu fünf Tage bei zwei bis acht Grad aufgehoben werden. Bis zwei Stunden vor dem Spritzen könne das Präparat sogar bei bis zu 30 Grad gelagert werden. Die eigentliche Impfung könne bei Zimmertemperatur erfolgen, teilte Biontech mit.

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Miriam Hollstein
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