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Thomas Kutschaty wirft Armin Laschet Schönfärberei bei Impftempo vor

Spitze der SPD  

Laschet wegen Schönfärberei bei Impftempo in der Kritik

28.04.2021, 11:21 Uhr | dpa

Thomas Kutschaty wirft Armin Laschet Schönfärberei bei Impftempo vor. Armin Laschet: Der Kanzlerkandidat der CDU erntet in seinem Land Nordrhein-Westfalen wenig Beifall für seine Corona-Politik.  (Quelle: imago images/Christian Spicker)

Armin Laschet: Der Kanzlerkandidat der CDU erntet in seinem Land Nordrhein-Westfalen wenig Beifall für seine Corona-Politik. (Quelle: Christian Spicker/imago images)

Der SPD-Oppositionsführer hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Landtag scharf angegriffen. Seine Angaben zu Impfungen seien nicht korrekt. "Ein typischer Laschet", so Kutschaty. 

SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bei Aussagen zum Impftempo "Schönfärberei" vorgeworfen. Es sei zwar zu begrüßen, dass die Hausarztpraxen in Kürze eine Million Corona-Impfungen im Land erreichten, sagte er SPD-Fraktions- und Parteichef am Mittwoch im Landtag. Auch die Impfzentren leisteten hervorragende Arbeit.

Aber Laschets Behauptung, NRW erreiche ein Impftempo wie in den USA, sei "mal wieder ein typischer Laschet", so Kutschaty. "Klingt erst mal gut, hält aber keiner Überprüfung stand." So hätten in NRW erst rund sieben Prozent der Menschen die zweite Impfung bekommen. "Von Herden-Immunität sind wir noch weit entfernt."

In den USA dagegen würden fast fünf Millionen Menschen an einem Tag geimpft. Dort könne sich jeder Erwachsene impfen lassen, teilweise auch im Supermarkt. In NRW sei das nicht der Fall.

Thomas KutschatyThomas Kutschaty (SPD), Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD: "Von Herden-Immunität sind wir noch weit entfernt." (Quelle: dpa/ Foto: Jonas Güttler/Archivbild)Thomas Kutschaty (SPD), Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD: "Von Herden-Immunität sind wir noch weit entfernt."

"Wir dürfen den Mund nicht zu voll nehmen"

"Wir dürfen den Mund nicht zu voll nehmen", sagte Kutschaty. Er gab Laschet, der auch Unions-Kanzlerkandidat ist, den Rat: "Wer um Vertrauen wirbt, der sollte ehrlich sein. Hören Sie auf mit diesen maßlosen Übertreibungen."

Laschet hatte am Montag gesagt, das Impftempo im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW erreiche inzwischen das der USA. Am Mittwoch werde aller Voraussicht nach an nur einem einzigen Tag rund ein Prozent der Bevölkerung in NRW geimpft. Im Landtag schränkte Laschet am Mittwoch diesen Vergleich ein und verwies darauf, dass NRW "natürlich längst nicht die USA" sei, die größer seien, mehr Impfstoff hätten und schneller impften.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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