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Messerattacke: Markus Söder will "Held von Würzburg" Tapferkeitsmedaille verleihen

Für Zivilcourage  

Söder will "Held von Würzburg" Tapferkeitsmedaille verleihen

28.06.2021, 14:29 Uhr | dpa, t-online

Würzburg: Was über die Messerattacke bisher bekannt ist

Am Tag nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg stehen für die Polizei umfangreiche Ermittlungen an. Unklar ist weiterhin das Motiv des mutmaßlichen Täters. (Quelle: dpa)

Messerangriff in Würzburg: Was am Tag nach dem Angriff bekannt ist und was weiterhin offenbleibt. (Quelle: dpa)


Am Freitag sind drei Frauen in Würzburg getötet worden. Mehrere Menschen stellten sich dem Angreifer entgegen. Söder will ihnen nun eine besondere Ehre erweisen. 

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will mutige Helfer der Messerattacke von Würzburg mit der Bayerischen Rettungsmedaille auszeichnen. "Sie haben ein Höchstmaß an Zivilcourage gezeigt", sagte Söder am Montag der "Main-Post".

Die Bayerische Rettungsmedaille ist eine staatliche Auszeichnung für Personen, die unter Einsatz des eigenen Lebens Menschen aus Lebensgefahr gerettet haben. Einer Sprecherin der Staatskanzlei zufolge ist noch nicht bekannt, wie viele Menschen die Rettungsmedaille erhalten sollen.

Frau aus Baden-Württemberg von Täter leicht verletzt

Inzwischen werden weitere Details zu der Tat am Freitag bekannt. Bei der Messerattacke wurde auch eine 26-Jährige aus Baden-Württemberg leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte. Sie sei im Main-Tauber-Kreis gemeldet und nach dem Angriff am Freitag in der Würzburger Innenstadt auf der Straße gefunden worden.

Alle anderen Opfer des 24 Jahre alten Täters aus Somalia sind in Unterfranken gemeldet. Die drei getöteten Frauen im Alter von 24, 49 und 82 Jahren wohnten demnach in den Landkreisen Main-Spessart, Würzburg und in der Stadt Würzburg.
 

 
Zudem verletzte der Angreifer drei weitere Frauen (39, 52, 73), ein Mädchen (11) und einen Jugendlichen (16) lebensgefährlich mit dem Messer sowie einen 57-jährigen Mann (57) leicht. Diese Opfer wohnen laut Polizei in Stadt und Landkreis Würzburg.

Bundesregierung: "Nicht zu begreifende Brutalität"

Auch die Bundesregierung hat sich am Montag zu der Tat geäußert. "Es ist eine Tat von nicht zu begreifender Brutalität und Bösartigkeit", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Anteilnahme gelte den Opfern, deren Familien und Augenzeugen.

"Die Bundeskanzlerin und die gesamte Bundesregierung hoffen, dass die Verletzungen heilen, dass die Betroffenen wieder gesund werden können an Körper und an Seele und dass sie für diesen Weg Begleitung und Unterstützung finden", sagte Seibert. Es gebe aber auch Grund zur Dankbarkeit: für das schnelle Eingreifen der Polizei und den Mut und die Geistesgegenwart von Passanten, die sich dem mutmaßlichen Täter entgegenstellten. "Das ist eine Heldentat, die die vollbracht haben", sagte Seibert über Letztere.

Motiv noch unklar

Ein 24 Jahre alter Mann aus Somalia hatte am Freitagnachnachmittag in der Würzburger Innenstadt drei Frauen, die er offensichtlich nicht kannte, mit einem Messer getötet. Zudem verletzte er sieben weitere Menschen, fünf davon schwebten nach der Attacke in Lebensgefahr.

Warum der Migrant, der in Würzburg in einer Obdachlosenunterkunft lebte, die Menschen attackierte, ist noch unbekannt. Der Täter war in der Vergangenheit mehrfach psychisch auffällig. Die Ermittler prüfen allerdings auch, ob es sich um einen islamistischen Anschlag handeln könnte. Auch Seibert verwies auf "Hinweise auf islamistische Hasspropaganda" in der Unterkunft des mutmaßlichen Täters.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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