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Corona in Sachsen: Harter Lockdown "dringend notwendig"


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Sachsen schließt sogar einen harten Lockdown nicht mehr aus

Von dpa, t-online, NoS

25.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Eingezäunter Weihnachtsmarkt zum Infektionsschutz: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer schließt einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus.
Eingezäunter Weihnachtsmarkt zum Infektionsschutz: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer schließt einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus. (Quelle: Political-Moments/imago-images-bilder)
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Deutschland befindet sich inmitten der vierten Corona-Welle. Neue Maßnahmen wurden im Kampf gegen die Pandemie erlassen – doch das reicht nicht, sagen Stimmen aus mehreren Bundesländern.

Die Länder haben auf die hohen Infektionszahlen reagiert und erneut verschärfte Corona-Regeln eingeführt. In mehreren Bundesländern gilt unter anderem 2G. Hier finden Sie einen Überblick. Ein harter Lockdown, wie es ihn im Frühjahr in Deutschland gegeben hat, wurde bislang aber nicht beschlossen. Ganz im Gegenteil: die rechtliche Grundlage dafür ist im neuen Infektionsschutzgesetz nicht mehr vorgesehen. Doch es mehren sich in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern die Stimmen, dass auch inmitten der vierten Welle kein Weg mehr daran vorbei führen könnte.


10 Tipps: So schützen Sie sich in Bus und Bahn vor Corona

Maskenpflicht wegen Corona: Aktuell gilt in allen Bussen, Bahnen und Zügen eine Maskenpflicht. Das bedeutet, Sie müssen Mund und Nase bedecken. Geeignet dafür sind OP-Masken, selbst genähte Stoffmasken oder auch die Bedeckung mit Schals und Tüchern.
Tickets online kaufen: Der Kauf von Tickets beim Fahrer ist in den meisten Regionen derzeit nicht möglich. Es ist aber deshalb nicht erlaubt, ohne gültigen Fahrschein zu fahren. Sie können für den Ticketkauf die Online-Angebote vorab nutzen oder die Fahrscheine per App erwerben.
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Köpping hält Lockdown für "dringend notwendig"

Sachsen schließt angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen einen umfassenden Lockdown nicht mehr aus. "Ich halte ihn für dringend notwendig, weil ich keine andere Möglichkeit mehr sehe", sagte Landesgesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag in Dresden. Sachsen habe "alle Möglichkeiten, die das jetzige Infektionsschutzgesetz zulässt, ausgereizt".

Deshalb sei der Freistaat mit dem Bund in Kontakt, welche weiteren Corona-Maßnahmen noch denkbar seien, etwa weitreichende Kontaktbeschränkungen, sagte Köpping. Es könne auch einen abgestuften Lockdown geben, so dass Schulen und Kitas offen bleiben könnten. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) bekräftigte das als Ziel.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schloss ebenfalls einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus. "Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Es wird nur zu verhindern sein, wenn es ein kollektives Verständnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Maßnahmen einzuhalten", sagte der CDU-Politiker der "Sächsischen Zeitung". Nach Informationen der "Bild" wird dabei auch die komplette Schließung von Handel und Gastronomie angestrebt.

In Sachsen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag laut Robert-Koch-Institut bei 1.074,6. Der Freistaat ist damit das einzige Bundesland mit einer Inzidenz über tausend.

Drese in Mecklenburg-Vorpommern: "Die Situation ist dramatisch"

Auch in Mecklenburg-Vorpommern steigen die Corona-Infektionszahlen. Nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) muss ein weiterer Lockdown in Betracht gezogen werden. "Ich kann in dieser aktuellen Pandemie-Lage gar nichts mehr ausschließen", sagte Drese am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Situation ist dramatisch." Doch noch könne das Ruder herumgerissen werden.

Wenn sich das Land sieben Tage in der roten Phase der Corona-Ampel befinde und die Versorgung von Patienten gefährdet sei, gebe es die Möglichkeit eines Lockdowns, erläuterte Drese. Damit meint sie wahrscheinlich die Absage von Veranstaltungen und Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, die das Infektionsschutzgesetz vorsieht.

Mit dem Eintritt in die rote Phase ist im Nordosten eventuell bereits an diesem Donnerstag zu rechnen. Noch habe Mecklenburg-Vorpommern nicht die schwierige Lage anderer Bundesländer erreicht, stellte die Ministerin fest. "Wir müssen die Zeit nutzen."

So werde alles getan, um eine Überlastung der Kliniken zu vermeiden. Die Krankenhäuser in MV seien gebeten worden, nicht dringende Operationen zu verschieben. Leichtere Fälle könnten Drese zufolge in Reha-Kliniken überwiesen werden. Das so frei werdende Personal sei dann für Intensivstationen frei.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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