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Hohe Inzidenzen: Kretschmer will "Bergamo in Sachsen nicht zulassen"


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Kretschmer will "Bergamo in Sachsen nicht zulassen"

Von dpa
25.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Michael Kretschmer (CDU): Der Ministerpräsident von Sachsen sprach sich erneut gegen einen Impfzwang aus.
Michael Kretschmer (CDU): Der Ministerpräsident von Sachsen sprach sich erneut gegen einen Impfzwang aus. (Quelle: dpa-bilder)
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"Niemand würde Bilder wie in Bergamo ertragen": Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat die Einschnitte in seinem Bundesland verteidigt. Er schließt auch einen baldigen Lockdown nicht mehr aus.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will die vierte Corona-Welle mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unter Kontrolle bringen. "Wenn wir nächste Woche um diese Zeit feststellen, wir haben immer noch ein solches Infektionsgeschehen, dann werden wir gemeinsam darüber sprechen, was noch mehr notwendig ist – weil wir Bergamo in Sachsen nicht zulassen wollen", sagte er am Donnerstagabend in einer Online-Diskussion.

"Niemand würde Bilder wie in Bergamo ertragen"

Kretschmer spielte damit auf die dramatische Situation in der norditalienischen Stadt Bergamo im Frühjahr 2020 an. Bilder von Militärlastwagen, die massenhaft Särge abtransportierten, lösten damals weltweit Bestürzung aus. Sachsen hatte später als erstes Bundesland auch Patienten aus Bergamo in seinen Krankenhäusern aufgenommen.

"Niemand würde in Deutschland Bilder wie in Bergamo ertragen, auch nicht diejenigen, die jetzt noch der Meinung sind, das ist alles gar nicht so schlimm", sagte Kretschmer. Man könne die Pandemie nicht einfach laufen lassen. Das, was Sachsen gerade mache, sei notwendig – "und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr", verteidigte er die aktuellen Einschnitte in dem Bundesland. In Sachsen verbreitet sich das Virus im bundesweiten Vergleich am rasantesten. Die Inzidenz lag am Donnerstag laut Robert Koch-Institut bei 1074,6.

Kretschmer schließt baldigen Lockdown nicht aus

Kretschmer hatte schon zuvor einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr ausgeschlossen. "Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Es wird nur zu verhindern sein, wenn es ein kollektives Verständnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Maßnahmen einzuhalten", sagte er der "Sächsischen Zeitung" (Donnerstag).

In der Online-Runde, an der unter anderem auch Dynamo Dresden- Geschäftsführer Jürgen Wehlend teilnahm, sprach sich Kretschmer dafür aus, Fußballspiele in dieser Phase generell ohne Zuschauer auszutragen. "Das Entscheidende ist jetzt, dass wir überall in Deutschland dazu kommen, dass keine Fans mehr im Stadion sind (...)." Ansonsten würden die Infektionszahlen überall steigen und die Pandemie sich immer weiter verlängern.

Kretschmer sprach sich erneut gegen einen Impfzwang aus. Es sei besser, Menschen zu überzeugen. Vielleicht könnten neue Impfstoffe auch für jene Leute eine Brücke bilden, die sich bislang nicht impfen ließen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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