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Scholz: "Die Impfquoten Italiens sind fĂŒr uns ein Ansporn"

Von dpa
Aktualisiert am 20.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Zufriedene Gesichter: MinisterprÀsident Mario Draghi und Bundeskanzler Olaf Scholz.
Zufriedene Gesichter: MinisterprÀsident Mario Draghi und Bundeskanzler Olaf Scholz. (Quelle: Oliver Weiken/dpa-bilder)
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Olaf Scholz ist zum Antrittsbesuch nach Italien gereist. FĂŒr Deutschland ist das Mittelmeerland ein wichtiger Partner. Der Kanzler findet besonders bei einem Thema lobende Worte.

Deutschland und Italien wollen ihre Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Aktionsplan stÀrken. Darauf verstÀndigte sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei seinem Antrittsbesuch in Rom mit dem italienischen MinisterprÀsidenten Mario Draghi. Man wolle "sehr prÀzise Verabredungen" treffen, sagte Scholz, ohne nÀher auf die Inhalte einzugehen.

"Wir haben eine gemeinsame Reise begonnen", betonte Draghi. FĂŒr die Einzelheiten sei es aber noch zu frĂŒh. "Wir haben damit begonnen, Themenfelder zu ermitteln, und dann werden unsere zustĂ€ndigen Ministerien, allen voran unsere Außenministerien und Botschaften eine Methode finden und dann werden wir vorangehen", sagte der 74-JĂ€hrige.

Beziehungen sollen gestÀrkt werden

Über die Idee des Aktionsplans hatten in den vergangenen Tagen bereits Medien berichtet. Der italienische Botschafter in Deutschland, Armando Varricchio, hatte sich in einem Interview der Zeitung "La Stampa" geĂ€ußert. Ziel sei es, die Beziehungen beider LĂ€nder mit konkreten AblĂ€ufen, Prozessen und Aktionen zu stĂ€rken.

Erst vor wenigen Wochen hatten Frankreich und Italien einen umfangreichen Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Der Pakt wurde mit dem ÉlysĂ©e-Vertrag und dem 2019 von Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron abgeschlossenen Freundschaftsvertrag verglichen.

Scholz lobte Draghi

In dem sogenannten Quirinalsvertrag zwischen Italien und Frankreich, benannt nach dem Amtssitz des italienischen Staatsoberhauptes, einigten sich die zweitgrĂ¶ĂŸte und drittgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der EU nach Deutschland auf eine engere Zusammenarbeit etwa bei Verteidigung, Migrationspolitik oder Wirtschaft. Ähnliche Themenfelder könnte auch der nun zwischen Deutschland und Italien entstehende "Aktionsplan" beinhalten, schrieben mehrere Medien.

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Beide Regierungschefs betonten, wie wichtig die Zusammenarbeit ihrer beiden LĂ€ndern fĂŒr die EU sei. Scholz lobte Draghi, der seit Februar ein Kabinett aus Experten und Politikern anfĂŒhrt: "Italien kann sich glĂŒcklich schĂ€tzen, einen so kompetenten Mann an der Spitze zu sehen."

"Die Impfquoten Italiens sind fĂŒr uns ein Ansporn"

Mehrmals kam er auf den Umgang Italiens in der Corona-Pandemie zu sprechen. Auf die Gesamtbevölkerung gemessen sind in dem Mittelmeerland bislang 77,77 Prozent der Menschen gegen Covid-19 mit zwei Dosen geimpft. "Die Impfquoten Italiens sind fĂŒr uns ein Ansporn auch weiter nach vorne zu kommen", sagte Scholz. In Deutschland liegt die Impfquote knapp ĂŒber 70 Prozent.

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Papst Franziskus besuchte Scholz wÀhrend seines Rom-Besuchs nicht. Regierungssprecher Steffen Hebestreit hatte dazu gesagt, wegen des "engen Terminkalender" des Kanzlers sei kein Besuch im Vatikan geplant. Scholz ist evangelisch getauft, aber aus der Kirche ausgetreten. Bei seiner Vereidigung als Kanzler im Bundestag hatte er auf den Zusatz "so wahr mir Gott helfe" verzichtet.

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