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Katrin Göring-Eckardts Tweet zu DFB-Spiel: Das sagen t-online-Leser


"Diese verdammte Stimmungsmache"
Das sagen t-online-Leser zu Göring-Eckardts Hautfarben-Tweet

Von t-online, jse

20.06.2024Lesedauer: 3 Min.
imago images 0477482974Vergrößern des BildesKatrin Göring-Eckardt: t-online-Leser sind sich uneins. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)
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War Katrin Göring-Eckardts Tweet über die DFB-Elf angebracht oder daneben? t-online hat die Leserinnen und Leser gefragt.

Die deutsche Nationalmannschaft konnte sich am Mittwoch mit einem 2:0-Sieg gegen Ungarn bei der Fußball-Europameisterschaft durchsetzen. Auch Katrin Göring-Eckardt, Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, sah sich das Spiel an und teilte anschließend ihre Freude über den Sieg auf der Plattform X mit. Doch ihre Äußerung sorgte für Aufsehen und viel Kritik.

Die Politikerin schrieb: "Diese Mannschaft ist wirklich großartig. Stellt euch kurz vor, da wären nur weiße deutsche Spieler". Dahinter folgten drei Regenbogen-Emojis. Binnen weniger Minuten sammelten sich viele Kommentare unter dem Post. Göring-Eckardt reagierte kurz darauf, entschuldigte sich und löschte den Post. Mehr dazu lesen Sie hier.

"Alle haben ein ungutes Gefühl"

Auch unter t-online-Lesern ist Göring-Eckardts Post umstritten. Frank Peters aus Kaarst hält ihn für problematisch: "Wir haben zur Zeit so viele Probleme 'von rechts', da muss nicht noch die Stimmung von so einer Aussage aufgeheizt werden." Die Situation sei gerade für Spieler mit Migrationshintergrund schon schwierig genug. "Und hat ein Antonio Rüdiger oder jemand anderes mal einen schlechten Tag – das haben wir alle mal – dann breitet sich der Hass noch mehr aus und das muss nicht sein."

Johannes Klomfass aus Horb sieht das Problem nicht bei der Politikerin, sondern im medialen Umgang: Es brauche diese "Stimmungsmache" nicht. "Alle haben so ein ungutes Gefühl, dass etwas ins Rutschen geraten ist, im Land, in Europa. Zeit, dass sich jeder einzelne Redakteur darauf besinnt, seine Arbeit zu machen, anstatt zu sticheln, Lunten zu legen, 'die Politiker' in die Pfanne zu hauen", so Klomfass weiter.

Rassismus-Probleme "müssen bekämpft werden"

Auch die sozialen Medien trügen ihren Teil dazu bei, schreibt Manfred Cremers aus Tuttlingen. "Jedes kleine Wort, jede Bemerkung, sei sie auch noch so banal, wird dort aufgeblasen und ohne sich wirklich gedanklich damit auseinanderzusetzen, und zum Anlass genommen, eine Person zu diffamieren."

Gibt es unter deutschen Fußballfans ein Rassismusproblem? Auch hier sind die t-online-Leser uneins. "Teils, teils", schreibt beispielsweise Herbert Limmer aus Jetzendorf. "Einerseits gibt es sicherlich eine problematische Gruppe von Fans, die rassistische Ansichten vertreten und diese auch lautstark äußern", so Limmer. "Andererseits sind das meiner Meinung nach nicht die Mehrheit der deutschen Fußballfans. Viele Fans unterstützen ihr Team unabhängig von der Herkunft der Spieler und freuen sich über den sportlichen Erfolg. Das Problem muss aber ernst genommen und bekämpft werden."

Fußball-Fans "oft als Rassisten abgestempelt"

Das Problem sei ein gesellschaftliches, meint derweil Martin Kreuzer aus Homburg. "Wenn Menschen Fußballspiele nutzen, um solche Dinge rauszulassen, dann kann man das nicht ändern. Meistens sind es Menschen, die denken, sie sind im Schutz der Masse und da kann man mehr sagen oder machen. Diese Leute vergessen, dass auch Spieler mit Migrationshintergrund dabei sind, die für Deutschland auflaufen."

Dass Fußballfans oft Unrecht getan wird, findet Andreas Rüb aus Hagen. Natürlich gebe es auch Fans, "die sich unpassend und tatsächlich rassistisch verhalten, was nicht toleriert werden darf. Aber nicht jeder Fußballfan ist ein Rassist, nur weil er seine Unterstützung für das Team zeigt." Beispielsweise würden Fans, die Deutschland-Fähnchen am Auto, Flaggen im Garten haben oder ein Deutschland-Trikot beim Public Viewing tragen, oft als Rassisten abgestempelt.

Verwendete Quellen
  • Umfrage unter t-online-Lesern
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