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Aktuelle Umfrage: Mehrheit der Deutschen will keine Kreuze in Behörden

Aktuelle Umfrage  

Mehrheit der Deutschen will keine Kreuze in Behörden

29.04.2018, 10:54 Uhr | AFP

Aktuelle Umfrage: Mehrheit der Deutschen will keine Kreuze in Behörden. Christliches Kreuz: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht das religiöse Symbol zur Pflicht in bayerischen Behörden, die Deutschen lehnen dies allerdings mehrheitlich ab. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)

Christliches Kreuz: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht das religiöse Symbol zur Pflicht in bayerischen Behörden, die Deutschen lehnen dies allerdings mehrheitlich ab. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Bayerns Regierungschef Markus Söder will mit seiner "Kreuz"-Pflicht die "geschichtliche und kulturelle Prägung" Deutschlands ausdrücken. Die meisten Deutschen lehnen das aber ab.

Eine Mehrheit der Deutschen lehnt laut einer Umfrage das Aufhängen von Kreuzen in Behörden ab. In einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" gaben 64 Prozent der Befragten an, sie seien dagegen, dass in allen staatlichen Behörden in Deutschland christliche Kreuze aufgehängt würden. Dafür sprachen sich 29 Prozent aus, sieben Prozent hatten keine klare Meinung oder äußerten sich nicht.

Auch unter Katholiken überwiegt der Umfrage zufolge mit 48 Prozent die Ablehnung, 38 Prozent sind für eine Kreuz-Pflicht. Bei den Protestanten sind 62 Prozent gegen Kreuze in Behörden, 34 sind dafür. Befragte anderer Konfessionen oder Konfessionslose lehnen Kreuze in Behörden mit einer großen Mehrheit von 87 Prozent ab, nur zwölf Prozent wären dafür.

"Sichtbares Bekenntnis"

Das bayerische Landeskabinett hatte beschlossen, dass ab Juni in jeder Behörde des Bundeslandes ein Kreuz hängen muss. Dies soll nach Ansicht der Landesregierung die "geschichtliche und kulturelle Prägung" Bayerns zum Ausdruck bringen und "sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung" sein.

Der Vorstoß stieß deutschlandweit auf ein geteiltes Echo. Kardinal Reinhard Marx kritisierte den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für dessen Vorstoß zu Kreuzen in Landesbehörden. Dadurch seien "Spaltung und Unruhe" entstanden, sagte er. Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden. Es stehe dem Staat nicht zu, zu erklären, was das Kreuz bedeute. Grüne und Linke warfen der CSU populistisches und verfassungswidriges Handeln vor. In Bayern wird in fünfeinhalb Monaten ein neuer Landtag gewählt.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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