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FDP-Vize Wolfgang Kubicki kritisiert Markus Söder: "Gott schütze uns"


"Gott schütze uns vor Söder"

Von t-online, lr

Aktualisiert am 11.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Markus Söder: Bayerns Ministerpräsident steht in der Corona-Krise immer lauter in der Kritik.Vergrößern des BildesMarkus Söder: Bayerns Ministerpräsident steht in der Corona-Krise immer lauter in der Kritik. (Quelle: Sammy Minkoff/imago-images-bilder)
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In der Corona-Krise hat Markus Söder bundesweit an Beliebtheit gewonnen und sich als Krisenmanager über die Grenzen Bayerns hinaus präsentiert. Doch das Image bröckelt. Nun gibt es heftige Kritik aus der FDP.

"Gott schütze Bayern – und uns vor Söder": Mit diesen Worten endet ein wütender Facebook-Post von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP). Darin kritisiert er den Umgang des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) mit der Corona-Krise scharf und wirft ihm mehrfaches Versagen vor.

Kubicki schreibt: "Söder hat es bei der Bewältigung dieser Pandemie nicht ausreichend geschafft, die Altenheime zu schützen, hat die bisher größte Test-Panne dieser Pandemie zu verantworten und trägt die Verantwortung dafür, dass in Bayern Campingkühlboxen für den Transport der Impfdosen eingesetzt wurden."

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Söder hatte in der vergangenen Woche auf dem Neujahrsempfang der CDU Nordrhein-Westfalen beklagt, dass viele Menschen sich zu Unrecht als Opfer der Pandemie darstellten. Zu viele suchten Schlupflöcher bei den Corona-Regeln, so Söder. Die wahren Opfer seien die mehr als 40.000 Toten.

"Ein Schlag ins Gesicht"

Vor allem diese Aussage hat Kubicki offenbar zu seiner Nachricht bewegt. Er urteilt: "Für all diejenigen, die vor den Scherben ihrer Existenz stehen, die durch gleichzeitiges Homeschooling und Homeoffice zerrissen werden, die seit Monaten auf Hilfe vom Staat warten, muss diese Art der Söder-moralischen Erhebung ein Schlag ins Gesicht sein."

Bayern liegt bei der Corona-Inzidenz derzeit mit 161,3 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen im Mittelfeld der Bundesländer. Die von Söder geführte Landesregierung war in der Krise mehrfach vorgeprescht und hatte die Maßnahmen meist vor anderen Ländern verschärft. Bremen hat mit 90,9 aktuell die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz, Sachsen mit 359,8 die höchste.

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Verwendete Quellen
  • Facebook-Post von Wolfgang Kubicki
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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