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Giffeys Plagiats-Affäre: "Größter Skandal in der deutschen Wissenschaft"

Giffeys Plagiats-Affäre  

"Größter Skandal in der deutschen Wissenschaft"

10.06.2021, 20:18 Uhr | AFP, MaM

Giffeys Plagiats-Affäre: "Größter Skandal in der deutschen Wissenschaft". Franziska Giffey, Spitzenkandidatin der Berliner SPD: "Fehler klein reden und herunterspielen". (Quelle: imago images/Jürgen Heinrich)

Franziska Giffey, Spitzenkandidatin der Berliner SPD: "Fehler klein reden und herunterspielen". (Quelle: Jürgen Heinrich/imago images)

Franziska Giffey hat ihren Doktortitel verloren, von der politischen Konkurrenz kommt Häme und die Forderung nach Konsequenzen. An ihrer "Herzenssache" hält die SPD-Politikerin aber fest.

Die Freie Universität Berlin hat entschieden: Franziska Giffey, ehemalige Bundesfamilienministerin und Spitzenkandidatin der Berliner SPD, verliert ihren Doktortitel. Giffey teilte mit, die Entscheidung zu akzeptieren. Sie stehe jedoch nach wie vor zu ihrer Aussage, "dass ich die im Jahr 2009 eingereichte Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verfasst habe". Politiker anderer Parteien fordern von Giffey nun weitere Konsequenzen.

Die Berliner Grünen-Chefin Nina Stahr etwa sagte, Giffey täte "gut daran, ihre Verantwortung dafür nicht weiter schön zu reden". Sie zeige mit ihrer Reaktion, "dass sie ihren Fehler klein reden und herunterspielen will". Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) verwies darauf, dass "unsere international renommierte Wissenschaft ein wesentlicher Standortvorteil für unsere Wirtschaft" sei. Sie wünsche sich daher, "dass eine künftige Regierende Bürgermeisterin mit der gleichen Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit für die Wissensstadt Berlin eintritt, wie es in den letzten Jahren der Fall gewesen ist". 

Unterstützung bekommt Giffey nur von der Berliner SPD

Der forschungspolitische Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, Adrian Grasse, sprach vom "größten Skandal in der deutschen Wissenschaft". So erhärte sich der Verdacht, "dass im ersten Verfahren gezielt versucht wurde, die Plagiate als minderschwer einzuordnen und eine Rüge zu erteilen", erklärte er. Die Freie Universität müsse klären, welche Verantwortung Giffeys Doktormutter zukomme und ob sie als Vorsitzende des Promotionsausschusses noch länger tragbar sei. 

Unterstützung bekam Giffey am Donnerstag von ihrer Berliner SPD. So sagte der Co-Landesvorsitzende der SPD, Raed Saleh, "Nur die Berlinerinnen und Berliner" würden "entscheiden, wem sie das Rote Rathaus zutrauen". Die Berliner SPD konzentriere sich "mit der Spitzenkandidatin Franziska Giffey auf den Wahlkampf und die Zukunft der Stadt". Franziska Giffey hält an ihren Ambitionen fest, Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu werden. "Berlin ist und bleibt für mich eine Herzenssache".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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