Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

Versprechen an Pflegepersonal gebrochen? Jens Spahn wehrt sich

Schlagabtausch mit Verdi  

Versprechen an Pflegepersonal gebrochen? Spahn wehrt sich

16.06.2021, 15:15 Uhr | dpa

Versprechen an Pflegepersonal gebrochen? Jens Spahn wehrt sich. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Kundgebung der Gewerkschaft ver.di in München: "Alle suchen Personal". (Quelle: dpa/Peter Kneffel)

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Kundgebung der Gewerkschaft Verdi in München: "Alle suchen Personal". (Quelle: Peter Kneffel/dpa)

Die Pflege in Deutschland leidet unter Personalmangel, ein großes Problem sind die niedrigen Löhne. Der Frust in der Branche ist groß, doch Gesundheitsminister Spahn sieht sich auf einem guten Weg.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wehrt sich gegen Vorwürfe von Gewerkschaftern, die Bundesregierung habe ihre Versprechen an das Pflegepersonal gebrochen. Viele Zusagen seien eingehalten worden, sagte Spahn bei einer Demonstration der Gewerkschaft Verdi in München. Kernproblem bleibe aber der Personalmangel, sagte er bei der Veranstaltung, wo er sich einen verbalen Schlagabtausch mit Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler lieferte.

Wenn ausgebildete Pflegekräfte nicht in den Beruf zurückkehrten, könnten die Stellen nicht besetzt werden. "Alle suchen Personal", sagte Spahn. "Wir sind in einer Spirale, die über viele Jahre in die falsche Richtung gegangen ist", betonte er in seinem kämpferisch vorgetragenen Redebeitrag. Die Bundesregierung habe mit gesetzlichen Regelungen Vorarbeit geleistet, sagte Spahn. 

Spahn sieht Verantwortung bei Gewerkschaften

"Wir haben die Pflege rausgenommen aus dem Kostendruck im Gesundheitswesen", sagte Spahn mit Blick auf die Entkoppelung von Pflegeleistungen von den Fallpauschalen in Krankenhäusern. Auch bei der Ausbildung von Pflegekräften seien Verbesserungen erreicht worden. Arbeitgeber in der Pflege seien außerdem verpflichtet, Tariflohn zu bezahlen, wenn sie mit den Kassen abrechnen wollen. Die Krankenkassen wiederum müssten Tariferhöhungen in voller Höhe finanzieren, so Spahn. Es liege aber in der Verantwortung der Gewerkschaft, Tarifverträge abzuschließen.

Die Demonstration der Gewerkschafter in München begleitete die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, die am Mittwoch online stattfand. Kundgebungen gab es auch in Hannover, Nürnberg, Dresden, Düsseldorf und Hamburg.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: