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Nahost-Konflikt: Fregatte "Hamburg" soll "Hessen" im Roten Meer ablösen


Radar, Torpedos und Raketen
Deutschland schickt zweite Fregatte ins Rote Meer

Von t-online, wan

Aktualisiert am 02.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Die Fregatte "Hamburg" auf einem Archivbild beim Auslaufen in Wilhelmshaven.Vergrößern des BildesDie Fregatte "Hamburg" auf einem Archivbild beim Auslaufen in Wilhelmshaven. (Quelle: Sina Schuldt/dpa./dpa)
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Eine weitere Fregatte der Sachsen-Klasse soll ins Rote Meer geschickt werden, als Ablösung. Sie hat Spezialausrüstung an Bord.

Die Bundeswehr macht derzeit das zweite Kriegsschiff für den Einsatz im Roten Meer flott. Im April soll die Fregatte "Hamburg" die derzeit dort agierende "Hessen" ablösen, berichtet der "Merkur". Beide Schiffe sind demnach als deutsche Beteiligung im Rahmen des von der EU beschlossenen Militäreinsatzes vorgesehen, der die Handelsstraßen im Roten Meer sichern soll. Dabei sollen vor allem Angriffe der Huthi-Rebellen abgewehrt werden.

Nach Informationen der "Kieler Nachrichten" kreuzte die "Hamburg" zuletzt in der Ostsee, die Besatzung habe vor kurzem ein spezielles Trainingsprogramm absolviert. Dieses beinhaltete das Löschen von Bränden an Bord sowie die Behebung von Leckagen. Außerdem soll es eine weitere Ausbildung an den Waffensystemen gegeben haben.

Die "Hessen" hat bereits mehrmals Raketen abfeuern müssen. Dabei sind offenbar auch aus Versehen US-Drohnen anvisiert, aber nicht getroffen worden. Ein Flugkörper der Huthi wurde aber zerstört. Frankreich meldet, in der Nacht zum Dienstag ebenfalls zwei Drohnen der Rebellen zerstört zu haben.

Video | Diese Waffensysteme machen die Fregatte "Hessen" zum Goldstandard
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Quelle: t-online

Besonders viel Personal auf den Fregatten der Sachsen-Klasse

Die Fregatte F220 "Hamburg" wurde 2004 in Dienst gestellt und gehört zur Sachsen-Klasse. Sie hat 236 Soldaten und Soldatinnen als Besatzung. Auf ihr können auch Hubschrauber stationiert werden, dann kommen nochmal 18 Personen als Personal hinzu. Sie gehört mit der "Hessen" und der "Sachsen" zu den personalintensivsten Schiffen der deutschen Marine, heißt es auf der Bundeswehrwebseite.

Das Kriegsschiff verfügt über einen Dieselmotor und eine Gasturbine und kann 29 Knoten (53 km/h) schnell fahren. Besonders wichtig ist die technische Ausstattung. Die Fregatte verfügt über ein Multifunktionsradar und ein Luftraumüberwachungsradar. Mit diesen können anfliegende Raketen schnell erfasst werden. Weitere Systeme unterstützen elektronisch bei der Abwehr und bei der Zielverfolgung. Mit ihrem Radar kann sie einen Luftraum von der Größe der gesamten Nordsee überwachen – 350 Kilometer in alle Richtungen.

Leistungsfähiger Radar und Luftabwehrsystem

Bewaffnet sind die "Sachsen"-Fregatten mit einer 76mm-Kanone als Hauptgeschütz, zwei Maschinenkanonen sowie Starter für Raketen wie die Harpoon RGM-84, die gegen Ziele auf hoher See eingesetzt wird. Außerdem gibt es eine Flugabwehr und Torpedorohre. Ihre Flugabwehrraketen reichen mehr als 160 Kilometer weit.

Mit einem besonderen Täuschungssystem können ankommende gegnerische Flugkörper verwirrt werden. Einer der letzten großen Einsätze der "Hamburg" erfolgte nach einem Bericht des "Merkur" im Rahmen der EU-Operation "Irini": Die Fregatte kontrollierte die Einhaltung von Aktionen gegen Libyen und stoppte einen Frachter, der Kerosin geladen hatte.

Wegen der Angriffe der vom Iran hochgerüsteten Huthi meiden große Reedereien zunehmend die kürzeste See-Verbindung zwischen Asien und Europa - mit erheblichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Fast täglich fliegt das US-Militär Angriffe, um Ziele der Huthi auszuschalten, darunter auf Schiffe gerichtete Raketen und Drohnen sowie Waffen, die zum Abschuss vorbereitet sind.

In der vergangenen Woche hatte die Huthi-Miliz erklärt, Angriffe auf Handelsschiffe vor der Küste des Landes ausweiten zu wollen. Man setze auf Eskalation als Antwort auf die Eskalation Israels im Gazastreifen, sagte der Anführer der Gruppe, Abdel-Malik al-Huthi, in einer Fernsehansprache. Bislang seien 48 Schiffe angegriffen worden. Zudem kündigte er den Einsatz von Unterwasserwaffen an.

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