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Güllner: Martin Schulz fehlen klare politische Konturen

Forsa-Chef über Kanzlerkandidat  

Güllner: Schulz fehlen klare politische Konturen

26.01.2017, 07:13 Uhr | dpa, AFP

Güllner: Martin Schulz fehlen klare politische Konturen. Martin Schulz nach der Sonder-Fraktionssitzung der SPD am Mittwoch. (Quelle: dpa)

Martin Schulz nach der Sonder-Fraktionssitzung der SPD am Mittwoch. (Quelle: dpa)

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, sieht die Erfolgschancen des neuen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz skeptisch. "Schulz hat bisher keine klaren politischen Konturen", sagte Güllner der "Nordwest-Zeitung". Derweil hält die Mehrheit der Deutschen Schulz für aussichtsreicher als Gabriel.

"Er ist bekannt geworden als Präsident des Europaparlaments. Mit Europa kann man aber keine Bundestagswahl gewinnen", so Güllner. Ein Hauptproblem der SPD sei, dass ihr nur noch etwa zehn Prozent der Menschen zutrauten, die Probleme in Deutschland zu lösen, sagte Güllner. "Die SPD hat ihre ökonomische Kompetenz verloren."

Sigmar Gabriel habe es als Parteichef und Wirtschaftsminister versäumt, der SPD diese Kompetenz zu verschaffen, so Güllner.

Einer Umfrage des ARD-Deutschlandtrends vom Mittwoch zufolge glauben 69 Prozent der Bürger, den Sozialdemokraten werde mit Schulz der Neuanfang gelingen. Von den SPD-Anhängern sind sogar 85 Prozent dieser Meinung. 45 Prozent der Befragten halten es für ein Problem, dass Schulz bisher keine bundespolitische Erfahrung hat.

Schulz deutlich hinter Merkel

Laut einer INSA-Umfrage war der Verzicht von Gabriel auf die Kanzlerkandidatur aus Sicht der Bundesbürger die richtige Entscheidung. 58 Prozent der Deutschen seien der Meinung, dass Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat besser abschneiden wird als es Gabriel getan hätte, berichtete die "Bild"-Zeitung. 

Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers läge Schulz dagegen deutlich hinter der Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU): Vier von zehn Befragten (40,5 Prozent) würden für die Bundeskanzlerin stimmen. Schulz gäben 25,5 Prozent der Bürger den Vorzug. 

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