Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Parteien >

Angela Merkels Abschieds-Rede: 9 Minuten Applaus der CDU-Delegierten

Merkels Abschiedsrede  

"Es war mir eine große Freude. Es war mir eine Ehre"

07.12.2018, 16:07 Uhr | AFP, dpa, dru

Merkel redet CDU bei Abgang als Parteichefin ins Gewissen (Quelle: Reuters)
CDU verabschiedet Angela Merkel als Parteichefin

Angela Merkel hat ihre letzte Rede als Parteichefin der CDU gehalten. Sie versuche mit ihrem Abgang als die Basis dafür zu legen, dass die Partei als "Volkspartei der Mitte" auch künftig erfolgreich sein könne. (Quelle: Reuters)

Rede auf Parteitag: Die CDU verabschiedet Angela Merkel als Parteichefin. (Quelle: Reuters)


Nach 18 Jahren gibt Angela Merkel den Vorsitz der CDU ab. Mit Standing Ovations dankt ihr die Partei. Und die Kanzlerin dankt zurück.

Angela Merkel sagt Auf Wiedersehen und die Partei dankt ihr. Knapp neun Minuten lang applaudierten die Delegierten beim Parteitag der CDU in Hamburg stehend nach der Abschiedsrede der Kanzlerin. Zuvor hatte sich Merkel mit den Worten "Es war mir eine große Freude. Es war mir eine Ehre" von ihrer Partei verabschiedet, der sie 18 Jahre lang vorstand. Alle Infos zum Parteitag lesen Sie im Newsblog.

In ihrer Rede rief Merkel die Christdemokraten zu Zuversicht und Mut für die Zukunft auf. Die CDU sei die Partei, die sich für den Zusammenhalt einsetzt, sagte sie. "Wir Christdemokraten grenzen uns ab, aber niemals aus." Christdemokraten würden niemals hetzen oder andere Menschen niedermachen. Es gebe für sie keine Unterschiede bei der Würde der Menschen. "Wir Christdemokraten dienen den Menschen unseres Landes."

Merkel warnte ihre Partei, sich in Grabenkämpfen aufzureiben. "Wohin uns nicht enden wollender Streit führt, das haben CDU und CSU in den letzten Jahren bitter erfahren", sagte die scheidende Parteichefin und mahnte: Die CDU könne auch in diesen schwierigen Zeiten gute Ergebnisse erringen, "wenn wir geschlossen und entschlossen kämpfen".

Die Zukunft gut gestalten könne man nicht mit Missgunst und Zwietracht, sondern nur mit Zuversicht und Freude, betonte Merkel. "Es ist diese Fröhlichkeit im Herzen, die ich meiner Partei auch für die Zukunft wünsche", sagte sie. Wenn sie sich diese behalte, "dann werden wir Christdemokraten auch in Zukunft zusammenführen und zusammen führen".

Merkel stellt sich auf dem Parteitag nicht mehr zur Wiederwahl. Kandidaten für den Vorsitz sind CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz sowie Gesundheitsminister Jens Spahn, der als Außenseiter gilt.

Prominente Parteimitglieder positionieren sich

Die Wahl gilt auch als Richtungsentscheid: Während die Merkel-Vertraute Kramp-Karrenbauer als Vertreterin eines Kurses der Mitte gilt, werden Merz und Spahn als Kandidaten des konservativen Flügels angesehen. In den vergangenen Tagen hatten sich zunehmend prominente CDU-Vertreter für Merz oder Kramp-Karrenbauer ausgesprochen. Gleichzeitig wurde in der Partei befürchtet, dass das Lager des Verlierers enttäuscht zurückbleibt.

CDU-Präsidiumsmitglied Daniel Günther rief die Bewerber für die Nachfolge von Merkel an der Parteispitze auf, sich unabhängig von ihrem Ergebnis weiter an führender Stelle für die Partei zu engagieren. Sein ausdrücklicher Wunsch sei, "dass alle drei an Bord bleiben, egal wie es ausgeht", sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident in Hamburg. Es könne natürlich "Enttäuschte" geben. Er wünsche sich allerdings, dass sie sich "in die Pflicht nehmen lassen und der Partei auch weiterhin zur Verfügung stehen".

Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvorsitzende Armin Laschet hob die Fähigkeit, "Brücken bauen zu können" als entscheidende Anforderung an den neuen Vorsitzenden oder die neue Vorsitzende hervor. Einen Namen wollte Laschet dabei am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin" nicht nennen, doch wird diese Fähigkeit bislang vor allem Kramp-Karrenbauer zugeschrieben.

CDU auf der Suche nach dem Angebot für die Zukunft

Der Parteitag werde personell und inhaltlich wichtige Weichen stellen, sagte Merkel zu Beginn des Parteitags. Diese Weichenstellungen hätten ein Ziel: "Gemeinsam wollen wir, dass unsere CDU als die starke Volkspartei der Mitte ihrem Gestaltungsauftrag gerecht wird" und "das richtige Angebot für die Zukunft unseres Landes macht".

 
Merkel war zu Beginn des Parteitags mit viel Applaus begrüßt worden. Die rund eintausend Delegierten erhoben sich von ihren Plätzen, als die scheidende Vorsitzende den Parteitag eröffnete.

Einer Umfrage zufolge wünschen sich 49 Prozent der CDU-Wähler Kramp-Karrenbauer als neue Parteichefin. Das geht aus dem am Freitag wenige Stunden vor der Entscheidung auf dem CDU-Parteitag in Hamburg veröffentlichten "RTL/n-tv-Trendbarometer" hervor. 35 Prozent der CDU-Wähler würden demnach den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz vorziehen, zehn Prozent Gesundheitsminister Jens Spahn.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Elegant und stilsicher - entdecken Sie die Eventlooks
bei MADELEINE
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018