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AfD: Umstrittener Politiker Brandner verliert Posten im Rechtsausschuss

Einmaliger Vorgang im Bundestag  

Umstrittener AfD-Politiker verliert Posten im Rechtsausschuss

13.11.2019, 15:51 Uhr | dpa , AFP , ds

AfD-Politiker verliert Posten im Rechtsausschuss

Der AfD-Politiker Stephan Brandner ist nicht länger Vorsitzender im Rechtsausschuss des Bundestages. Nach mehreren Skandalen zog das Gremium Konsequenzen und wählte den umstrittenen AfD-Politiker ab. (Quelle: t-online.de)

Erstmals in 70-jähriger Parlaments-Geschichte: Deshalb verlor AfD-Politiker Stephan Brandner seinen Posten im Rechtsausschuss. (Quelle: t-online.de)


AfD-Politiker Stephan Brandner ist nicht länger Vorsitzender im Rechtsausschuss des Bundestages. Nach mehreren Skandalen zog das Gremium Konsequenzen und wählte den umstrittenen AfD-Politiker ab.

Der Rechtsausschuss des Bundestags hat seinen umstrittenen Vorsitzenden Stephan Brandner abgewählt. Es handelt sich um einen einmaligen Vorgang in der 70-jährigen Geschichte des Parlaments. Das Gremium zieht damit die Konsequenzen aus mehreren Eklats, die der 53 Jahre alte AfD-Abgeordnete aus Thüringen ausgelöst hat. Ausschussmitglied Florian Post (SPD) twitterte, dass die Mitglieder Brandner mit 37 zu 6 Stimmen abgewählt haben. 

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak begrüßt die Abberufung. "Der Berliner Vorposten von Höcke und dauerpöbelnde Büttenredner Brandner war als Ausschussvorsitzender unwürdig. Sein Antisemitismus ist unerträglich", schrieb Ziemiak auf Twitter.

Stephan Brandner: Hier sorgte der AfD-Abgeordnete im Bundestags-Plenum für einen Skandal. (Quelle: Reuters)

Brandner beschimpft Rockstar Lindenberg

Zuletzt hatte Brandner für Wirbel gesorgt, indem er auf Twitter die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den AfD-kritischen Rocksänger Udo Lindenberg als einen "Judaslohn" verunglimpfte. Zuvor hatte Brandner bereits mit seinen Reaktionen auf den Terroranschlag von Halle mit zwei Toten und mehreren Verletzten für Empörung gesorgt.

Die Ausschussmitglieder der anderen Fraktionen hatten Brandner daraufhin zum Rücktritt aufgefordert. Ihm fehle für den Vorsitz menschlich wie politisch die notwendige Eignung, sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner.
 

 
Brandner weigerte sich aber, sein Amt freiwillig aufzugeben. Aus seiner Sicht sind die Vorwürfe, der Begriff "Judaslohn" wecke antisemitische Assoziationen und seine Verwendung verstoße gegen die Würde des Bundestags, "an den Haaren herbeigezogen" und "absurd".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa, AFP

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