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Armin Laschet drängt auf schnelle Entscheidung bei K-Frage

Kanzlerkandidat der Union  

Laschet drängt auf schnelle Entscheidung

11.04.2021, 05:00 Uhr | dpa

Armin Laschet drängt auf schnelle Entscheidung bei K-Frage. Armin Laschet (Archivbild) will jetzt bei Nägel mit Köpfen beim Thema Kanzlerkandidat machen, (Quelle: dpa/Christophe Gateau)

Armin Laschet (Archivbild) will jetzt bei Nägel mit Köpfen beim Thema Kanzlerkandidat machen, (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Union drückt einer der Kandidaten jetzt aufs Gas. Armin Laschet will, das sehr "zeitnah" entschieden wird – und wirbt mit seiner Loyalität zu Kanzlerin Merkel.

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet verlangt eine schnelle Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union. "Wenn ich die Stimmung in der Breite der CDU berücksichtige, sollte die Entscheidung sehr zügig fallen", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag".

Dies sollte aus seiner Sicht einvernehmlich geschehen: "Geschlossenheit hat hohe Bedeutung. CDU und CSU tut es sehr gut, die Entscheidung gemeinsam zu treffen. Und zwar sehr zeitnah."

Laschet tritt an diesem Sonntag zusammen mit CSU-Chef Markus Söder bei einer Klausurtagung der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag auf. Dass bei dieser Gelegenheit schon der Kanzlerkandidat ausgerufen wird, erwartet er nicht: "Nein", antwortete Laschet auf eine entsprechende Frage.

Der Termin sei seit Monaten geplant, die Parteivorsitzenden von CDU und CSU seien als Gäste geladen, um die Arbeit eng zu verzahnen. Bei der Klausurtagung wird auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet.

Immer an Merkels Seite

Laschet machte deutlich, dass er - anders als die CSU und Söder - in vielen politischen Fragen stets an der Seite Merkels gestanden habe. "In den Grundfragen der Politik stimme ich seit Jahren mit der Bundeskanzlerin überein - von der Euro-Rettung bis zur Flüchtlingspolitik. Auch, als vor zwei Jahren der Konflikt mit der CSU über eine europäische Flüchtlingspolitik eskalierte", betonte er. "Ein solcher Riss darf sich in der Union nie wiederholen."

Zur Form der internen Auseinandersetzung im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur sagte Laschet: "Bei mir werden Sie keine Sticheleien, Schmutzeleien oder Ähnliches feststellen. Das ist nicht mein Stil. Die Pandemie ist zu ernst für parteipolitische Spielchen." Der Begriff "Schmutzeleien" stammt ursprünglich vom früheren CSU-Chef Horst Seehofer. Der hatte Söder 2012 bei einer CSU-Weihnachtsfeier "charakterliche Schwächen" und einen Hang zu "Schmutzeleien" vorgeworfen.

Rufe nach Abstimmung werden lauter

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte der "Bild am Sonntag": "Bei der Kanzlerkandidatur muss nächste Woche die Entscheidung fallen, ob wir mit Armin Laschet oder Markus Söder antreten." Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Wir müssen jetzt sehr schnell entscheiden." Ein "Pfingstwunder" werde da nicht helfen. Laschet und Söder hatten sich ursprünglich auf einen Zeitraum zwischen Ostern und Pfingsten geeinigt.

Am Samstag hatte sich bereits Union-Fraktionschef Ralph Brinkhaus dafür ausgesprochen, die K-Frage baldmöglichst zu beantworten. Er verlangte, dass sich die Union innerhalb von zwei Wochen entscheide. Gleichzeitig gibt es einen Aufruf von CDU-Bundestagsabgeordneten, die eine Mitsprache bei der Entscheidung, wer Kandidat wird, fordern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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