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Saarlouis: Badeshorts-Verbot im Freibad? Kritik bringt Betreiber zum Umdenken


Welle der Kritik
Freibad will weite Badeshorts verbieten – und macht Rückzieher

Von t-online, lec

Aktualisiert am 15.05.2023Lesedauer: 2 Min.
imago 80699022Vergrößern des BildesEin Mann in weiten Badeshorts (Symbolbild): Ein Freibad im Saarland wollte das Tragen solcher Hosen verbieten. (Quelle: Vasily Pindyurin/getty-images-bilder)
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Ein saarländisches Freibad plante strenge Auflagen bei der Kleiderordnung für Männer. Doch reichlich Kritik hat die Betreiber umdenken lassen.

In einem Freibad in Saarlouis (Saarland) sollten Männer in diesem Sommer keine weiten Badeshorts tragen dürfen – doch die Ankündigung löste offenbar zu viel Kritik aus. Deshalb haben sich die Betreiber nun entschieden, die neue Kleiderordnung doch nicht einzuführen. "Für euer aktuelles Feedback sind wir euch dankbar und nehmen uns dies zu Herzen", hieß es in einem Facebook-Posting von Samstag. "Die Idee, über den Weg der Badebekleidung einen Beitrag für den Ressourcenschutz zu leisten, kam kommunikativ nicht so an wie erhofft." Konkreter äußerten sich die Betreiber nicht.

Vergangene Woche hatte das Freibad verkündet, ab der diesjährigen Freibadsaison – beginnend am heutigen Montag – nur noch das Tragen von eng anliegenden und taschenfreien Badeshorts aus Stoffen wie Nylon oder Lycra für männliche Gäste zu gestatten. Unter anderem berichteten die "Saarbrücker Zeitung" und der "Saarländische Rundfunk" darüber.

Was zunächst skurril klang, hatte offenbar tiefergehende Gründe: In einer Mitteilung begründete die Stadt Saarlouis den Schritt damit, dass man den Wasserverbrauch reduzieren wolle. So würden sich in langen Badeshorts eine große Menge Wasser im Stoff sammeln. Beim Verlassen des Schwimmbeckens würden "jedes Mal rund anderthalb bis vier Liter Wasser" verloren gehen.

"Sehr gute Entscheidung"

Außerdem habe das Tragen von kurzen Badehosen einen positiven Effekt auf die Wasserqualität. "Je mehr Stoff die Badehose enthält, desto mehr tragen Badegäste Schmutz an der Kleidung von der Liegewiese mit ins Wasser", hieß es den Berichten zufolge in der Begründung. Durch kürzere Badehosen gelange demnach weniger Schmutz in die Becken. Ferner gestalte sich die Reinigung des Wassers leichter und nachhaltiger: Es seien weniger Chemikalien notwendig, um das Wasser zu säubern.

Unter dem Facebook-Posting zeigen sich viele Nutzer über den Sinneswandel der Freibadbetreiber erfreut. So kommentierte einer: "Da ist man ja rechtzeitig wieder zur Besinnung gekommen, sehr gute Entscheidung." Ein anderer schrieb: "Das find ich gut, dass ihr da zurückgerudert seid." Viele Nutzer teilen diese Meinung in der Kommentarspalte – Gegenstimmen gibt es kaum.

Verwendete Quellen
  • facebook.com: Beitrag von Aqualouis vom 13. Mai 2023
  • sr.de: "Saarlouiser Freibad erlaubt nur noch kurze Badeshorts"
  • saarbruecker-zeitung.de: "Saarlouiser Freibad verbietet lange, weite Badehosen – das sind die Gründe"
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