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Woran wir heute den Klimawandel merken

Von dpa, rok

Aktualisiert am 03.06.2017Lesedauer: 2 Min.
Der Klimawandel hat l├Ąngst sp├╝rbare Folgen ÔÇô zum Beispiel f├╝r Allergiker.
Der Klimawandel hat l├Ąngst sp├╝rbare Folgen ÔÇô zum Beispiel f├╝r Allergiker. (Quelle: Bodo Marks/dpa-bilder)
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Die USA ziehen sich aus dem Klimaabkommen von Paris zur├╝ck. Wie stark das den Kampf gegen die fortschreitende Erderw├Ąrmung bremst, ist noch unklar. Klar ist hingegen, dass der globale Klimawandel schon heute immense Auswirkungen hat. Einige Beispiele:

Wetter:

Geht die Erw├Ąrmung der Erde ungebremst weiter, werden extreme Unwetter mit schweren St├╝rmen und ├ťberschwemmungen h├Ąufiger auftreten, warnen Klimaforscher. Sogenannte Jahrhunderthochwasser gab es in Deutschland in j├╝ngster Zeit in immer k├╝rzeren Abst├Ąnden. Zum einen werden die feuchten Regionen der Erde immer noch feuchter, zum anderen drohen den trockenen Gebieten D├╝rreperioden mit schweren Folgen f├╝r die Landwirtschaft vor allem in Entwicklungsl├Ąndern.

Temperaturen:


NACHRICHTEN DES TAGES

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Auf Klimaver├Ąnderungen reagieren Tiere, Pflanzen und Menschen empfindlich. Hitzewellen beeintr├Ąchtigen Leistungsf├Ąhigkeit und Wohlbefinden, besonders Kinder, Alte und Kranke m├╝ssen gesundheitliche Folgen f├╝rchten. So erh├Âhen milde Winter zum Beispiel die ├ťberlebensrate von Krankheits├╝bertr├Ągern wie M├╝cken, Zecken oder Wanzen. Mit der Zunahme hei├čer Tage erh├Âht sich unter anderem die Konzentration von Ozon und Feinstaub in der Luft.

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Pollen:

Menschen, die ein Leben lang beschwerdefrei waren, bekommen vermehrt Allergien. Aus Sicht von Forschern der Universit├Ąt Wien wachsen zum Beispiel Ambrosia-Pflanzen bei W├Ąrme besser. Ihre Pollen l├Âsen besonders oft Heuschnupfen aus. Zudem habe sich die Pollensaison insgesamt in Deutschland schon deutlich verl├Ąngert, sagt der Leiter des Allergie-Centrums der Berliner Charit├ę, Torsten Zuberbier. Sie sei auch intensiver geworden.

Meeresspiegel:

Die Erderw├Ąrmung l├Ąsst Gletscher und das Eis der Pole schmelzen. Steigt der Meeresspiegel immer weiter an, sind die Inseln und Atolle der Malediven zum Beispiel nach Sch├Ątzungen in rund 100 Jahren ├╝berflutet. Als Mahnung hielt die Regierung 2009 eine Kabinettssitzung unter Wasser ab - in Taucheranz├╝gen. Umweltsch├╝tzer f├╝rchten unter anderem aber auch f├╝r die Nordseek├╝ste dramatische Folgen: Wattfl├Ąchen, Salzwiesen und Inseln k├Ânnten dauerhaft ├╝berschwemmt werden.

Pol-Eis:

Die Meereisdecken an den Polen waren im M├Ąrz so klein wie nie in einem solchen Monat seit Beginn der Messungen 1981. Das teilten die US-Weltraumbeh├Ârde Nasa und die Klimabeh├Ârde NSIDC mit. Das Arktis-Eis am Nordpol gehe seit Jahren zur├╝ck, am S├╝dpol gebe es hingegen keinen sicheren Trend. Die US-Klimabeh├Ârde NOAA geht davon aus, dass das Antarktis-Eis weniger vom globalen als vom regionalen Klima beeinflusst wird.

Korallen:

Das weltgr├Â├čte Korallenriff, das Great Barrier Reef, vor Australien ist nach Expertenmeinung massiv vom Klimawandel betroffen. Forscher schreiben, gro├če Teile der St├Âcke seien bereits tot. Unter normalen Umst├Ąnden leben Korallen mit Algen in einer Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen. Bei erh├Âhten Wassertemperaturen sto├čen Korallen die giftig gewordenen Algen allerdings ab.

Weitere Artikel


Meerestiere:

Wegen der w├Ąrmeren Wassertemperaturen siedeln sich zum Beispiel in der Nordsee mittlerweile Sardinen, Anchovis und Pazifische Austern an. Dem kaltwasserliebenden Kabeljau wird es allerdings langsam zu warm - er zieht in n├Ârdlichere Gew├Ąsser. Die durchschnittliche Nordsee-Temperatur hatte 2016 mit 11,0 Grad den zweith├Âchsten Wert seit 1969. 2014 waren es 11,4 Grad.

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Von Liesa W├Âlm
DeutschlandDonald TrumpKlimawandelUSAUnwetter├ťberschwemmung
Justiz & Kriminalit├Ąt




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