Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Fast jeder fĂŒnfte Deutsche will Weihnachten verreisen

Von dpa
Aktualisiert am 19.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Eine Warteschlange an einem Check-in-Schalter am Flughafen BER.
Eine Warteschlange an einem Check-in-Schalter am Flughafen BER. (Quelle: Joerg Carstensen/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Berlin (dpa) - Trotz hoher Corona-Infektionszahlen will fast jeder fĂŒnfte Deutsche Weihnachten verreisen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 13 Prozent, sie wollten verreisen, um mit Freunden oder Verwandten Weihnachten feiern zu können.

6 Prozent der Befragten planen eine Urlaubsreise. 79 Prozent wollen dagegen ĂŒber die Feiertage zu Hause bleiben. 2 Prozent machten keine Angaben.

Zum ersten Weihnachtsfest wÀhrend der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr war die Reiselust der Deutschen noch deutlich geringer - die Impfkampagne hatte zu dem Zeitpunkt in Deutschland noch nicht begonnen. Damals sagten in einer YouGov-Umfrage nur 9 Prozent, sie wollten zu Freunden oder Verwandten fahren oder fliegen. Nur ein Prozent plante eine Urlaubsreise. 87 Prozent wollten damals zu Hause bleiben. Den vollstÀndigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben inzwischen mehr als 70 Prozent der Bevölkerung erhalten, eine zusÀtzliche Booster-Spritze zur Auffrischung mehr als 30 Prozent aller Einwohner.

SchĂ€rfere Regeln besonders fĂŒr Ungeimpfte

Wer ĂŒber Weihnachten und den Jahreswechsel einen Urlaub im nahen europĂ€ischen Ausland geplant, muss sich auf schĂ€rfere Regeln einstellen. Dies gilt insbesondere fĂŒr Ungeimpfte.

Von Sonntag an gelten alle NachbarlÀnder Deutschlands bis auf Luxemburg als Corona-Hochrisikogebiete. Frankreich und DÀnemark werden ab dem Tag ebenfalls in diese Kategorie aufgenommen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Putin hat mehrere schwere Krankheiten, eine davon ist Krebs"
Wladimir Putin: "Er hat noch mindestens ein paar Jahre, ob uns das gefÀllt oder nicht".


Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht vollstĂ€ndig geimpft oder genesen ist, muss fĂŒr zehn Tage in QuarantĂ€ne und kann sich frĂŒhestens fĂŒnf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Noch strengere Regeln gibt es bei der Einstufung eines Landes als Virusvariantengebiet. Als solches gilt ab Montag auch Großbritannien. Das gab das Robert Koch-Institut am Samstagabend bekannt. FĂŒr Einreisende aus solchen Gebieten gilt eine zweiwöchige QuarantĂ€nepflicht - auch fĂŒr Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht durch negative Tests verkĂŒrzt werden.

Bisher gelten keine europĂ€ischen LĂ€nder als Virusvariantengebiete, laut RKI-Liste waren dies zuletzt etwa LĂ€nder wie SĂŒdafrika, Namibia oder Simbabwe. Im sĂŒdlichen Afrika war die sehr ansteckende Omikron-Variante des Coronavirus entdeckt worden.

Aus Sorge vor einer raschen Omikron-Ausbreitung auch in Deutschland hatten die Gesundheitsminister der LĂ€nder am Samstag auf strengere Regeln fĂŒr die Einreise aus Virusvariantengebieten und fĂŒr die Einstufung Großbritannien als solches gedrĂ€ngt. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Klaus Holetschek (CSU), erklĂ€rte in MĂŒnchen nach einer Sonder-Videoschalte der Ressortchefs: "Wir mĂŒssen die Ausbreitung von Omikron so lange wie möglich verhindern und maximal verlangsamen, damit sich noch mehr Menschen impfen lassen können." Dass Omikron sehr ansteckend sei, sei mittlerweile wissenschaftlicher Konsens. Das Einschleppen der Variante aus den von der Bundesregierung als Virusvariantengebiet eingestuften LĂ€ndern mĂŒsse bestmöglich verhindert werden.

Daher hĂ€tten die LĂ€nderminister den Bund gebeten, die Coronavirus-Einreiseverordnung anzupassen. KĂŒnftig sollten Einreisende ab sechs Jahren schon vor Abreise aus diesen Gebieten dem Beförderer einen negativen PCR-Test vorlegen, der bei Abflug im Ausland höchstens 48 Stunden zurĂŒckliegen dĂŒrfe. Ein Antigen-Schnelltest solle nicht mehr akzeptiert werden. HierĂŒber ist aber noch nicht entschieden.

Lauterbach warnt vor Omikron

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte der dpa gesagt: "Die Einreise sicherer zu machen, hilft, damit sich die Omikron-Variante nicht so schnell ausbreitet." Nach seiner EinschĂ€tzung steht Deutschland vor einer massiven fĂŒnften Corona-Welle mit der Omikron-Variante.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Tino Sorge, rief den Minister auf, auf eine kurzfristige MinisterprĂ€sidentenkonferenz zu drĂ€ngen. "Wer warnt, muss auch handeln", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wenn Minister Lauterbach die Lage wirklich so ernst einschĂ€tzt, muss er auf eine kurzfristige MinisterprĂ€sidentenkonferenz noch vor den Feiertagen drĂ€ngen. Bund und LĂ€nder mĂŒssten ihren Kurs fĂŒr den Jahreswechsel dann nachschĂ€rfen."

Der Leiter des neuen Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, Generalmajor Carsten Breuer, zeigte sich derweil zuversichtlich, dass das Regierungsziel von 30 Millionen Impfungen bis Jahresende erreicht werden kann. Es seien mehr als 24,4 Millionen Menschen geimpft worden, und es seien noch knapp zwei Wochen Zeit. "Die 30 Millionen sind zu schaffen", sagte Breuer der "Bild am Sonntag". Berechnet wird das Impfziel ausgehend von einer Bund-LĂ€nder-Runde am 18. November.

Ein hohes Impftempo ist ein zentraler Baustein in der Strategie der Bundesregierung zur PandemiebekĂ€mpfung. Breuer betonte, dieses mĂŒsse auch in der Weihnachtszeit aufrechterhalten werden.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
BERBundesregierungCoronavirusDeutsche Presse-AgenturDeutschlandDĂ€nemarkFrankreichGroßbritannienKarl LauterbachLuxemburg
Justiz & KriminalitÀt




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website