• Home
  • Panorama
  • Bahnverkehr bleibt bis Montagnachmittag beeintrĂ€chtigt


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextWĂ€rmepumpen fĂŒr alle? Neue OffensiveSymbolbild fĂŒr ein VideoKopflose Leiche in Bonn: Neue DetailsSymbolbild fĂŒr einen TextGottschalk wettert gegen JungstarsSymbolbild fĂŒr einen TextFahrer erleidet Verbrennungen: VW-RĂŒckrufSymbolbild fĂŒr einen TextTote Migranten: Fahrer verstellte sichSymbolbild fĂŒr einen TextTed Cruz zettelt Streit mit Sesamstraße anSymbolbild fĂŒr einen TextCameron Diaz feiert ComebackSymbolbild fĂŒr einen TextTennis: Deutsche attackiert PartnerinSymbolbild fĂŒr einen TextBritney Spears' Mann spricht ĂŒber EheSymbolbild fĂŒr einen TextWerder Bremen mit Transfer-DoppelschlagSymbolbild fĂŒr einen TextLeipzigerin von Scientology verschleppt?Symbolbild fĂŒr einen Watson TeaserLena Meyer-Landrut plant radikalen SchrittSymbolbild fĂŒr einen TextSchlechtes Hören erhöht das Demenzrisiko

Bahnverkehr bleibt bis Montagnachmittag beeintrÀchtigt

Von t-online, dpa, afp, rtr
Aktualisiert am 19.02.2022Lesedauer: 45 Min.
Bilder zeigen Zerstörung nach Sturm "Zeynep": Hier in Hamburg wurde ein Autofahrer von der Flut ĂŒberrascht. (Quelle: dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Vor allem zwei StÀdte sind betroffen:

Weniger als drei Wochen nach Sturm "Nadia" haben gleich zwei Sturmtiefs Kurs auf Deutschland genommen. Vor allem der Norden und die Mitte des Landes sind betroffen. Am Freitag nĂ€hert sich "Zeynep", fĂŒr mehrere Regionen wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. Hier finden Sie alle Informationen rund um Unwetter, Niederschlag und Temperaturen in Ihrer Region.


Sturmtief "Zeynep" zieht ĂŒber Deutschland hinweg

Mecklenburg-Vorpommern, Stralsund: EinsatzkrĂ€fte vom Technischen Hilfswerk (THW) rĂ€umen eine umgestĂŒrzten Baum von einem Dach.
Schleswig-Holstein, Kiel: EinsatzkrĂ€fte der Freiwilligen Feuerwehr Kiel-Russee, rĂ€umen im strömenden Regen eine von umgeknickten BĂ€umen blockierte Straße.
+10

Bahnverkehr bleibt bis Montagnachmittag beeintrÀchtigt

Bahnreisende mĂŒssen weiter mit starken BeeintrĂ€chtigungen rechnen. "Aufgrund von UnwetterschĂ€den kommt es im Norden Deutschlands und in Nordrhein-Westfalen bis mindestens Montagnachmittag zu VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen" teilte die Deutsche Bahn mit und forderte dazu auf, Reisen von und nach Hamburg und Bremen zu vermeiden.

Der Bahn zufolge verkehren am Samstag bis mindestens 18 Uhr keine FernverkehrszĂŒge nördlich von Dortmund, Hannover und Berlin. Bis dahin fallen auch ICE-ZĂŒge auf der Strecke Köln – Hannover – Berlin aus, genau wie ICE-ZĂŒge zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Berlin.

Einige EinschrĂ€nkungen gelten nicht mehr. Der Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen, der bis zum frĂŒhen Nachmittag weitgehend lahmgelegt war, ist wieder angelaufen. Auch zwischen Leipzig/Halle (Saale) und Berlin sind wieder FernzĂŒge unterwegs. Wann wieder ICE/IC-ZĂŒge von Frankfurt (Main) beziehungsweise Berlin nach Amsterdam im Einsatz sein werden, ist dagegen weiterhin nicht absehbar.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Russland droht Norwegen wegen Sanktionen mit Vergeltung
Spitzbergen (Archivbild): Norwegen blockiert hier die Versorgung einer russischen Siedlung.


Sturmflut trifft KĂŒste in Niedersachsen

NiedersĂ€chsische NordseekĂŒste: Dort hat das Tief "Zeynep" eine Sturmflut ausgelöst.
NiedersĂ€chsische NordseekĂŒste: Dort hat das Tief "Zeynep" eine Sturmflut ausgelöst. (Quelle: Priller&Maug/imago-images-bilder)

An vielen Pegeln an der niedersĂ€chsischen NordseekĂŒste haben die WasserstĂ€nde wegen des Sturmtiefs "Zeynep" die Schwelle zur schweren Sturmflut ĂŒberschritten. Vor allem an den FlussmĂŒndungen sei diese Grenze ĂŒberschritten, an einigen Pegeln zudem nur um wenige Zentimeter verfehlt worden, sagte der Sprecher des NiedersĂ€chsischen Landesbetriebs fĂŒr Wasserwirtschaft, KĂŒsten- und Naturschutz (NLWKN), Carsten Lippe, am Samstag in Norden der Deutschen Presse-Agentur. Wegen der erhöhten WasserstĂ€nde vor allem in den Flusstrichtern seien alle Sperrwerke zwischenzeitlich geschlossen worden – auch das große Emssperrwerk bei Gandersum.

Der Sturmflutwarndienst der landeseigenen Behörde hatte erwartet, dass das Hochwasser in der Nacht zum Samstag zwischen 2,25 und 2,50 Meter höher auflaufen könnte als das mittlere Tidehochwasser. TatsĂ€chlich sei in Cuxhaven an der ElbemĂŒndung ein Wasserstand von 2,82 Meter ĂŒber dem mittleren Tidehochwasser gemeldet worden, die Grenze zur schweren Sturmflut liege bei 2,28 Metern. In Emden wurde ein Stand von 2,41 Meter gemessen worden, das sei auch exakt die Grenze zur schweren Sturmflut. Auf der Insel Norderney lag der Wasserstand bei 2,19 ĂŒber dem mittleren Tidehochwasser, die Grenze zur schweren Sturmflut sei bei 1,95 Metern.

Baum stĂŒrzt auf KlinikgebĂ€ude in Niedersachsen

Durch das Sturmtief "Zeynep" ist in der Nacht zum Samstag ein Baum auf ein Klinik-GebĂ€ude in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) gestĂŒrzt. Eine rund neun Meter hohe Fichte sei umgekippt und auf das GebĂ€ude im Landkreis Ammerland gefallen, teilte die Feuerwehr am Samstag mit. 17 dort untergebrachte Patienten wurden von den EinsatzkrĂ€ften in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde den Angaben zu Folge niemand.

Weiterer Todesfall in NRW

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht von zwei Sturmtoten in NRW aus. Zuvor war im Zusammenhang mit dem Sturm ein Todesfall in Nordrhein-Westfalen und ein weiterer in Niedersachsen bekannt.

"Nordrhein-Westfalen blickt auf eine traurige Orkan-Bilanz: Nach bisherigem Stand hat der Sturm "Zeynep" zwei Menschen das Leben gekostet", sagte Reul am Samstag. Wie eine Sprecherin erlĂ€uterte, handelt es sich dabei zum einen um einen Autofahrer auf der Bundesstraße 54 in der NĂ€he von Altenberge im Kreis Steinfurt, dessen Wagen von einem Baum getroffen worden war. Das zweite Sturmopfer sei nach vorlĂ€ufigen Erkenntnissen ein 17 Jahre alter Beifahrer, der mit zwei Gleichaltrigen in Hopsten im Kreis Steinfurt unterwegs gewesen war. Der Fahrer war nach Polizei-Angaben möglicherweise einem Ast ausgewichen und dadurch von der Fahrbahn abgekommen.

In der niedersĂ€chsischen Gemeinde Wurster NordseekĂŒste starb in der Nacht auf Samstag nach dortigen Polizeiangaben ein Mann, der wĂ€hrend des Sturms das beschĂ€digte Dach eines Stalls reparieren wollte. Der 68-JĂ€hrige sei durch das Dach gebrochen und rund zehn Meter in die Tiefe gestĂŒrzt.

WĂŒst dankt EinsatzkrĂ€ften

Nach dem Sturm in Nordrhein-Westfalen hat MinisterprĂ€sident Hendrik WĂŒst (CDU) den EinsatzkrĂ€ften gedankt. "Nordrhein-Westfalen wurde in der letzten Nacht und in den frĂŒhen Morgenstunden zum zweiten Mal in dieser Woche von einem Sturm krĂ€ftig durchgeschĂŒttelt", sagte der Regierungschef am Samstag bei einer Parteiveranstaltung der NRW-CDU in Essen. Es habe SchĂ€den gegeben und mindestens einen Toten. "Ich danke den EinsatzkrĂ€ften, die bei Wind und Wetter rausgehen, wenn niemand mehr raus will, die kommen, wenn wir Hilfe brauchen", unterstrich WĂŒst. "Es ist gut, dass wir Euch haben. Herzlichen Dank, dass wir uns auf Euch verlassen können."

ThĂŒringen: Zwei Verletzte bei VerkehrsunfĂ€llen wĂ€hrend Sturm

WĂ€hrend des Sturms "Zeynep" sind in ThĂŒringen nach Polizeiangaben mindestens zwei Menschen bei VerkehrsunfĂ€llen verletzt worden. Im Wartburgkreis hielt am spĂ€ten Freitagabend eine 43-jĂ€hrige Autofahrerin wegen eines querliegenden Baums an, wie die Polizei mitteilte. In dem Moment krachte ein zweiter Baum auf das Auto. Die Fahrerin wurde dabei leicht verletzt. Ihr Beifahrer blieb unverletzt. Im Landkreis Hildburghausen fuhr ein 40-JĂ€hriger mit seinem Auto in einen auf der Straße liegenden Baum. Er klagte nach Polizeiangaben danach ĂŒber RĂŒckenschmerzen und kam in ein Krankenhaus.

Fernverkehr weiter eingeschrÀnkt

Bahnreisende mĂŒssen im Fernverkehr vor allem im Norden und Osten Deutschlands weiter mit erheblichen EinschrĂ€nkungen rechnen. "Es verkehren keine FernverkehrszĂŒge nördlich von Dortmund, Hannover und Berlin bis mindestens 18 Uhr", teilte die Bahn am Samstagvormittag mit. In Nordrhein-Westfalen gibt es keinen Fernverkehr bis mindestens 13 Uhr, ausgenommen einzelne ZĂŒge auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt.

Ebenfalls bis mindestens 13 Uhr ist mit keinen FernverkehrszĂŒgen zwischen Leipzig/Halle (Saale) und Berlin zu rechnen. Auch die ICE-ZĂŒge auf der Strecke Köln – Hannover – Berlin fallen bis dahin aus. Wann wieder ICE/IC-ZĂŒge von Frankfurt (Main) beziehungsweise Berlin nach Amsterdam im Einsatz sein werden, ist noch nicht absehbar.

Sturm fordert Todesopfer

Bei VerkehrsunfĂ€llen wĂ€hrend des Durchzugs von Sturmtief "Zeynep" sind im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen am Freitagabend zwei Autofahrer ums Leben gekommen. Auf der Bundesstraße 54 bei Altenberge prallte ein Wagen gegen einen quer auf der Fahrbahn liegenden Baum, der wĂ€hrend des Sturms umgestĂŒrzt war, wie ein Polizeisprecher am Abend mitteilte. Der 56-jĂ€hrige Fahrer wurde im Auto eingeklemmt und reagierte den Angaben zufolge nicht auf Ansprachen. Er starb demnach noch am Unfallort.

Die Bundesstraße 54 soll laut Polizei wegen weiterer umgestĂŒrzter BĂ€ume bis mindestens Samstag 8 Uhr gesperrt bleiben. Zuvor hatte der WDR darĂŒber berichtet.

Loading...
Loading...
Loading...
Hamburg: Feuerwehrleute retten in der Speicherstadt wÀhrend einer Sturmflut beim Hochwasser der Elbe einen Mann aus seinem Auto, der zuvor versehentlich in das Wasser gefahren war.
Hamburg: Feuerwehrleute retten in der Speicherstadt wÀhrend einer Sturmflut beim Hochwasser der Elbe einen Mann aus seinem Auto, der zuvor versehentlich in das Wasser gefahren war. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa-bilder)

Etwa zur selben Zeit war ein Mann mit seinem Wagen in Saerbeck unterwegs, als das Fahrzeug sich nach Angaben der Polizei ĂŒberschlug. Der 33-JĂ€hrige sei am Unfallort gestorben. Die Ursache des Unfalls war zunĂ€chst unklar, vermutlich sei das Auto von einer Sturmböe erfasst worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Abend.

Mann stirbt bei Reparatur von SturmschÀden

Ein Mann ist in der Gemeinde Wurster NordseekĂŒste (Landkreis Cuxhaven) wĂ€hrend des Sturms von einem Dach gestĂŒrzt und gestorben. Der 68-JĂ€hrige habe in der Nacht auf den Samstag versucht, das beschĂ€digte Dach eines Stalls zu reparieren, teilte die Polizei mit. Dabei sei er durch das Dach gebrochen und rund zehn Meter in die Tiefe gestĂŒrzt. Er starb noch an der Unfallstelle.

Bis zu 160 km/h an der NordseekĂŒste

Sturmtief "Zeynep" hat Deutschland mit Windgeschwindigkeiten von örtlich mehr als 160 km/h ĂŒberquert. Der höchste Wert wurde in der Nacht zum Samstag mit rund 162 Kilometern pro Stunde am Nordsee-Leuchtturm "Alte Weser" gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Bei BĂŒsum an der schleswig-holsteinischen NordseekĂŒste erreichte der Orkan demnach Geschwindigkeiten von rund 143 Stundenkilometern.

Am Flugplatz Nordholz bei Cuxhaven und am Leuchttrum Kiel wurden in der Spitze rund 140 Stundenkilometer registriert. Auf der ostfriesischen Insel Spieckeroog blies der Sturm mit rund 135 Kilometern in der Stunde. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge wurden ebenfalls hohe Geschwindigkeiten gemessen. Der 1141 Meter hohe Brocken im Harz etwa meldete laut DWD rund 146 Stundenkilometer.

Rettunsgdienste in Brandenburg massiv ĂŒberlastet

Die Rettungsdienste in Brandenburg sind wegen des Sturmtiefs "Zeynep" massiv ĂŒberlastet. Derzeit arbeite man die SturmschĂ€den priorisiert ab, es könne jedoch zu langen Wartezeiten kommen, hieß es in einer amtlichen Gefahrenmitteilung vom Samstagmorgen. Die Behörden empfehlen weiterhin, den Aufenthalt im Freien zu meiden, und raten dazu, auf Abstand zu BĂ€umen, TĂŒrmen und Hochspannungsleitungen zu achten.

Alleine im Nordosten von Brandenburg waren die EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr in der Nacht rund 450-mal ausgerĂŒckt, teilte die Feuerwehr am Samstagmorgen mit. Aktuell laufen demnach etwa 200 EinsĂ€tze in den Landkreisen Barnim, Oberhavel und Uckermark. Bei der Polizei gingen laut einem Sprecher bis um 5 Uhr morgens landesweit insgesamt 215 Notrufe wegen des Sturms ein. Es soll sich aber vor allem um kleinere EinsĂ€tze gehandelt haben. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Drei FeuerwehrmÀnner bei Einsatz verletzt

Bei EinsĂ€tzen wegen des Sturmtiefs "Zeynep" sind in Bremerhaven drei EinsatzkrĂ€fte leicht verletzt worden. Dies sei passiert, als umgestĂŒrzte BĂ€ume, die die Straßen blockierten, entfernt werden mussten, sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstag. Die Betroffenen hĂ€tten "etwas Pech" gehabt, die unglĂŒckliche Witterung sei der Grund. In einem Fall habe der starke Wind einem Mann beim SĂ€gen SpĂ€ne ins Auge geweht, in einem anderen Fall sei ein Feuerwehrmann von einem Ast unglĂŒcklich getroffen worden. Insgesamt beseitigte die Feuerwehr bis Samstagmorgen 94 Gefahrenstellen.

Beliebteste Videos
1
EuropÀische ESO baut Riesenteleskop
Symbolbild fĂŒr ein Video

Alle VideosPfeil nach rechts

An vielen Orten im Stadtgebiet blockierten umgestĂŒrzte BĂ€ume die Fahrbahnen. Außerdem ging es um Dachpfannen, die zu fallen drohten. Im Stadtteil Suhrheide habe sich durch Windböen das Dach eines WohngebĂ€udes gelöst, EinsatzkrĂ€fte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk sicherten das Dach. Zu Spitzenzeiten sei es zu Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 145 Stundenkilometern gekommen.

In Bremen zĂ€hlte die Polizei bis zum Samstagmorgen 114 EinsĂ€tze. Meist ging es um umgeknickte BĂ€ume und umherwehende GebĂ€udeteile und Verkehrsschilder. Schwerverletzte gab es nicht, aber erhebliche SachschĂ€den. In den NeustĂ€dter HĂ€fen fiel ein Baum auf ein fahrendes Auto, die Fahrerin konnte sich unverletzt selbst befreien. Ein weiterer Baum stĂŒrzte zwischen der Anschlussstelle Vegesack-Mitte und Blumenthal auf die Autobahn 270.

Mann von Baum getroffen – schwer verletzt

In Lehrte bei Hannover ist ein Mann von einem umstĂŒrzenden Baum getroffen und schwer verletzt worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, wollte der Mann am Freitagabend nachsehen, ob der Baum durch den Sturm beschĂ€digt oder gefĂ€hrdet ist. In diesem Moment erfasste eine Windböe den Baum und die Baumkrone stĂŒrzte herab. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wetterdienst hebt Warnung auf

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Samstagmorgen alle Warnungen vor Orkanböen aufgehoben. Es werde aber weiterhin vor Sturmböen und schweren Sturmböen in der NordhÀlfte Deutschlands gewarnt, teilte der DWD mit.

Orkanböen sind Böen mit einer Geschwindigkeit ab 120 Kilometern pro Stunde. In BĂŒsum (Schleswig-Holstein) an der Nordsee hatte der DWD am Freitagabend wĂ€hrend Orkan "Zeynep" eine Böe mit 143,3 Kilometern pro Stunde gemessen.

400 Liter Diesel auf der A7 ausgelaufen

Nach einem Unfall aufgrund des Sturmtiefs "Zeynep" sind am Freitagabend 400 Liter Diesel-Kraftstoff auf der Autobahn 7 ausgelaufen. Nach Angaben der Polizei hatte sich bei Hildesheim durch den Sturm das Fundament einer Verkehrstafel gelöst, sodass diese umknickte und auf die Fahrbahn fiel. Ein Sattelzugfahrer habe nicht mehr ausweichen können und sei ĂŒber die Hindernisse gefahren. Dabei riss der Tank auf und Hunderte Liter Kraftstoff ergossen sich ĂŒber die Fahrbahn. Durch den starken Wind habe sich die FlĂŒssigkeit immer weiter verteilt, berichtete die Polizei. Die Feuerwehr rĂŒckte an und pumpte noch einmal mehrere Hundert Liter Diesel aus dem Sattelzug ab, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern.

Die Autobahn musste in beiden Fahrtrichtungen fĂŒr mehrere Stunden gesperrt werden. Die Fahrbahn in Richtung Kassel war laut Polizei erst in den frĂŒhen Morgenstunden am Samstag wieder störungsfrei befahrbar.

Baum stĂŒrzt auf Auto: Fahrer schwer verletzt

Ein Autofahrer ist in Garrel im Landkreis Cloppenburg schwer verletzt worden, als im Sturm ein Baum auf seinen Wagen fiel. Am frĂŒhen Samstagmorgen sei der Baum umgefallen, auf die Straße gestĂŒrzt und auf den Wagen des 53-JĂ€hrigen, teilte die Polizei mit. Das Auto wurde massiv beschĂ€digt. Insgesamt gab es in dem Landkreis 18 VerkehrsunfĂ€lle wegen des Sturms, außerdem in der Nacht zahlreiche weitere EinsĂ€tze wie Hilfeleistungen. Am frĂŒhen Morgen beruhigte sich die Lage. Mehrere Straßen wurden wegen umgestĂŒrzter BĂ€ume zunĂ€chst gesperrt.

Sturm sorgt fĂŒr kuriose Szene in Dortmund

Auch Dortmund blieb von der Sturmnacht nicht verschont. Die hat dort jedoch nicht nur fĂŒr gefĂ€hrliche, sondern teils auch fĂŒr kuriose Szenen gesorgt. Das berichtet ein Reporter vor Ort. So fiel in der Nacht zum Samstag eine Ampel auf die Straße vor einen Linienbus und blockierte die Fahrbahn. Passanten eilten herbei und rĂ€umten sie von der Straße. Der Bus konnte dennoch nur wenige Meter weiterfahren. Mehr dazu lesen Sie hier..

Windböe schleudert Lukendeckel von Frachter in den Rhein

Eine starke Windböe hat am Freitag zwei etwa acht mal vier Meter große Lukendeckel von einem Frachtschiff gerissen. Die beiden Deckel waren nach Angaben der Polizei vorschriftsmĂ€ĂŸig mit Spanngurten und zusĂ€tzlichen Haken am Schiff befestigt gewesen. Die Böe erfasste sie demnach und schleuderte sie mitsamt der Spanngurte ĂŒber das Steuerhaus des Schiffes hinaus, wodurch die Technik am Steuerhaus stark beschĂ€digt wurde. Die Lukendeckel fielen bei Trebur (Landkreis Groß-Gerau) in den Rhein und versanken. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

FußgĂ€ngerin in Zwickau beim Einparken schwer verletzt

Eine 77 Jahre alte FußgĂ€ngerin ist bei einem Unfall in Zwickau schwer verletzt worden. Ein 43-jĂ€hriger Autofahrer parkte am Freitagmittag auf einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes ein und stieß dabei mit der Frau zusammen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die 77-JĂ€hrige musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht werden.

Kupferplatte schlÀgt in Haus ein

Eine rund 80 Kilogramm schwere Kupferplatte ist wĂ€hrend des Sturms in Gronau bei Hildesheim von einem Kirchturm weggeweht worden und etwa 80 Meter weiter in ein Haus eingeschlagen. Weitere, etwa drei Mal drei Meter große Platten, drohten weiterhin abzubrechen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagmorgen. Die Feuerwehr sperrte die Altstadt in der Umgebung ab und bat die Anwohner, sich in Sicherheit zu begeben. Momentan gehe es um das Absichern. "Da oben in rund 50 Metern Höhe können wir schlecht arbeiten", so der Sprecher. Ein Fachberater soll sich den Schaden anschauen. Erst dann werde man weitere Schritte einleiten.

Vier Verletzte durch umstĂŒrzende BĂ€ume in Hessen

Bei zwei AutounfĂ€llen wegen umgestĂŒrzter BĂ€ume sind im hessischen Lahn-Dill-Kreis vier Menschen verletzt worden. Das teilte eine Sprecherin des Kreisausschusses am Freitag mit. Der erste Unfall ereignete sich demnach auf der Landstraße 3451 bei Braunfels. Hier habe die Feuerwehr die beiden eingeschlossenen Fahrzeuginsassen befreien mĂŒssen, hieß es. Ein weiterer Baum sei zwischen HĂŒttenberg-Weidenhausen und Wetzlar auf einen Wagen gestĂŒrzt. Auch hier wurden demnach zwei Menschen im Auto eingeschlossen.

Unwetter deckt 300 Quadratmeter DachflĂ€che in WĂŒrzburg ab

Heftige Sturmböen haben in WĂŒrzburg eine DachflĂ€che von etwa 300 Quadratmetern abgedeckt. Verletzt wurde bei dem Vorfall am Freitagabend niemand, doch die Dachpaneelen flogen nach Angaben der Feuerwehr bis auf die angrenzenden Bereiche der Werner-von-Siemens-Straße. Feuerwehrleute sicherten die ĂŒbrige DachflĂ€che demnach mit Stahlseilen und Bandschlingen, um ein weiteres Abdecken durch neue Böen zu verhindern.

Windböen reißen Teile des Daches von SchulgebĂ€ude herunter

Windböen haben in Kitzingen Teile des Daches einer Schule abgerissen. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden durch den Sturm am Freitagabend etwa 250 Quadratmeter des Flachdaches der Erich-KĂ€stner-Schule abgedeckt. Teile des Wellblechdachs landeten demnach unter anderem in BĂ€umen und auf der Straße. Verletzte gab es keine, wie der Sprecher mitteilte.

"Zeynep" bringt extreme Orkanböen: Brocken mit Höchstwert

Der Sturm "Zeynep" hat Deutschland am Freitagabend extreme Orkanböen gebracht. Die stĂ€rkste Böe wurde auf dem Brocken im Harz gemessen mit 145,8 Kilometer pro Stunde, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. An der NordseekĂŒste in BĂŒsum wurde mit 143,3 Kilometer pro Stunde ein Ă€hnlich hoher Wert gemessen. Aber auch in anderen Landesteilen wurden Orkanböen registriert, so auf dem Feldberg im Schwarzwald (137,5), auf dem Großen Arber in Bayern (130,7) und in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Im Norden sollte der Orkan noch bis zum frĂŒhen Morgen anhalten.

Strand von Wangerooge fast vollstĂ€ndig weggespĂŒlt

Die Nordseeinsel Wangerooge hat im Sturm etwa 90 Prozent ihres Badestrandes eingebĂŒĂŸt. "Auf einer LĂ€nge von einem Kilometer gibt es kaum noch Sand", sagte Wangerooges InselbĂŒrgermeister Marcel Fangohr am Samstagmorgen. Die SchutzdĂŒnen vor dem Trinkwasserschutzgebiet hĂ€tten kein Deckwerk mehr, dies mĂŒsse wie der Strand neu aufgeschĂŒttet werden. Dennoch sei der Sturm glimpflich ausgegangen, das Orkantief "Zeynep" habe keine schweren SchĂ€den verursacht.

Der Wasserstand habe etwa zwei Meter ĂŒber dem normalen Stand gelegen, das sei weit von den HöchststĂ€nden entfernt, erklĂ€rte Fangohr. 2013 habe der Wasserstand bei 9,17 Metern gelegen, in der Nacht zum Samstag seien es 8,50 Meter gewesen. GlĂŒck im UnglĂŒck sei es gewesen, dass der starke Wind eher aus westlicher Richtung kam – nicht aus nordwestlicher. Neben dem weggespĂŒlten Strand seien MĂŒlleimer umgekippt, eine SatellitenschĂŒssel sei von einem Dach geflogen und ZĂ€une umgefallen. "Wir haben GlĂŒck gehabt", sagte er.

Feuerwehr rettet MĂ€nner aus Auto in Hamburg

Die Hamburger Feuerwehr rettete am frĂŒhen Samstagmorgen zwei MĂ€nner, die mit ihrem Auto in der ĂŒberfluteten Speicherstadt eingeschlossen waren. Nach Angaben der Polizei kam die Feuerwehr den beiden MĂ€nnern mit einem Schlauchboot zu Hilfe. Sie wurden aus dem Fahrzeug gerettet und mit dem Boot in Sicherheit gebracht. Laut Polizei waren die MĂ€nner stark unterkĂŒhlt und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Zwei Laster umgekippt

Auf der FehmarnsundbrĂŒcke kippten in der Nacht zwei Laster um. Ein Fahrer wurde dabei verletzt. Die BrĂŒcke ist seitdem gesperrt, wie ein Polizeisprecher sagte. Im Norden Schleswig-Holsteins zĂ€hlte die Polizei 84 EinsĂ€tze. Im westlichen Bereich waren es 123. Und im Bereich der Polizei-Leitstelle SĂŒd waren es laut einem Sprecher deutlich mehr als 200 EinsĂ€tze.

40-Tonnen LKW kippt auf FehmarnsundbrĂŒcke um
40-Tonnen LKW kippt auf FehmarnsundbrĂŒcke um (Quelle: Beautiful Sports/imago-images-bilder)

Wetterdienst hebt Warnung fĂŒr Nordsee auf

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am frĂŒhen Samstagmorgen seine Warnung vor extremen Orkanböen an der Nordsee von bis zu 160 Kilometern pro Stunde aufgehoben. In BĂŒsum (Schleswig-Holstein) an der Nordsee hatte der DWD am Abend eine Böe mit 143,3 Kilometern pro Stunde gemessen.

Auch die Unwetterwarnungen fĂŒr Nordrhein-Westfalen wurden aufgehoben. Der DWD warnt aber weiterhin vor Wind- und Sturmböen. Im Tagesverlauf soll der Wind weiter abnehmen, berichtete der DWD am Samstagmorgen.

Baukran in Bremen stĂŒrzt ein

Ein 55 Meter großer Baukran ist wĂ€hrend des Sturmtiefs "Zeynep" in Bremen eingestĂŒrzt. Der Kran sei dabei in der Nacht auf den Samstag in ein im Rohbau befindliches BĂŒrogebĂ€ude gekracht, sagte ein Feuerwehrsprecher. "Es sieht verheerend aus", so der Sprecher. Auch ein gerade vorbeifahrender Laster sei von dem Kran erwischt worden. Der Fahrer sei unverletzt geblieben. Ein weiterer 90 Meter hoher Kran wurde nicht beschĂ€digt. Die TrĂŒmmerteile blockieren nun die umliegenden Straßen. Die Beseitigung des Krans werde noch bis zum Anfang der kommenden Woche dauern. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei keine Angaben machen.

Sturmflut erreicht Hamburg

Hamburg erlebt eine sehr schwere Sturmflut. Der Wasserstand am Pegel St. Pauli erreichte am Sonnabend gegen 5.30 Uhr 3,75 Meter ĂŒber dem mittleren Hochwasser. Das sei wahrscheinlich der Scheitelpunkt, sagte ein Sprecher des Bundesamts fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Ab 3,5 Metern ĂŒber dem mittleren Hochwasser spricht man vor einer sehr schweren Sturmflut.

An der schleswig-holsteinischen NordseekĂŒste lief das Wasser frĂŒher in der Nacht und weniger hoch auf. In DagebĂŒll (Kreis Nordfriesland) und BĂŒsum (Kreis Dithmarschen) gab es mit 2,92 und 2,86 Metern ĂŒber dem mittleren Hochwasser jeweils eine schwere Sturmflut.

Hunderte EinsÀtze der Feuerwehr in Berlin

Die Feuerwehr in Berlin ist wegen SturmschĂ€den in der Nacht zum Samstag zu mehreren Hundert EinsĂ€tzen gerufen worden. Genaue Zahlen könne er noch nicht nennen, aber die Feuerwehr sei stark beschĂ€ftigt gewesen, sagte ein Sprecher. Es seien BĂ€ume entwurzelt worden und stellenweise gegen GebĂ€ude gestĂŒrzt, DĂ€cher wurden beschĂ€digt und dicke Äste herabgeweht. "Das war querbeet alles, was bei einem Sturm immer ist." Die Lage sollte sich den Vorhersagen zufolge in der Hauptstadt erst in den frĂŒhen Morgenstunden entspannen. Seit Freitagmorgen gab schon ĂŒber 600 Wetter-EinsĂ€tze. Eine S-Bahn fuhr gegen einen umgestĂŒrzten Baum, es gab keine Verletzten.

RheinbrĂŒcke Emmerich gesperrt

Die RheinbrĂŒcke Emmerich ist bis auf Weiteres gesperrt. Grund dafĂŒr seien umgestĂŒrzte GerĂŒstteile, die in die Fahrbahn ragen, teilte die Polizei am frĂŒhen Samstagmorgen mit. Die Begutachtung des Schadensausmaßes durch Sturm "Zeynep" sei demnach fĂŒr diesen Samstag bei Tageslicht geplant. Danach werde ĂŒber das weitere Vorgehen entschieden. Die Polizei bat betroffene Verkehrsteilnehmer, auf die weiterhin frei befahrbare RheinbrĂŒcke Rees-Kalkar auszuweichen.

Umgefallene BÀume, herabfallende GebÀudeteile, Verletzte

In ThĂŒringen brachten die Sturmböen des Tiefs Zeynep" Fahrzeuge nördlich von Erfurt wie Spielzeuge zum Umkippen. Auf der Bundesstraße 4 bei Greußen sei ein Auto mit AnhĂ€nger regelrecht von der Straße geblasen worden, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale in Erfurt. Bei Straußfurt kippte der Wind einen Transporter um. Menschen wurden hier nicht verletzt.

Ein Baum stĂŒrzte in Osthessen nach Angaben der Polizei in Fulda auf ein Auto – die Fahrerin wurde leicht und der Beifahrer schwer verletzt. Weil ein Baukran in Aurich in Ostfriesland umzukippen drohte, mussten dort am Freitagabend zwei EinfamilienhĂ€user evakuiert werden. "Er drehte und neigte sich erheblich", sagte ein Feuerwehrsprecher. In Hamburg stĂŒrzte ein Baum auf parkende Autos und verletzte ein Kind leicht, das mit seinem Fahrrad unterwegs war.

EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr Laatzen sperren wĂ€hrend Orkantief Zeynep die Hildesheimer Straße fĂŒr den Verkehr, Stadtbahn und FußgĂ€nger, nachdem sich vom Flachdach eines Mehrfamilienhauses große Bleche gelöst hatten
EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr Laatzen sperren wĂ€hrend Orkantief Zeynep die Hildesheimer Straße fĂŒr den Verkehr, Stadtbahn und FußgĂ€nger, nachdem sich vom Flachdach eines Mehrfamilienhauses große Bleche gelöst hatten (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa-bilder)

In Solingen wurde ein Mensch durch herabfallende Dachziegel verletzt, wie ein Stadt-Sprecher sagte. In MĂŒlheim stĂŒrzten nach Angaben der Feuerwehr mehrere 25 Meter hohe Buchen aus einem WaldstĂŒck quer ĂŒber die Straße und landeten auf HausdĂ€chern. Die Bewohner mussten die GebĂ€ude verlassen.

In Hannover haben sich von einem Dach eines Mehrfamilienhauses Bleche gelöst und sind auf die Straße gekracht. Die Feuerwehr musste das Gebiet weitrĂ€umig absperren.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

StÀrkste Böe auf dem Brocken

"Zeynep" hat Deutschland am Freitagabend extreme Orkanböen gebracht. Die stĂ€rkste Böe wurde auf dem Brocken im Harz mit 145,8 Kilometer pro Stunde gemessen, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. An der NordseekĂŒste in BĂŒsum wurde mit 143,3 Kilometer pro Stunde ein Ă€hnlich hoher Wert gemessen. Aber auch in anderen Landesteilen wurden Orkanböen registriert, so auf dem Feldberg im Schwarzwald (137,5), auf dem Großen Arber in Bayern (130,7) und in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Im Norden sollte der Orkan noch bis zum frĂŒhen Morgen anhalten.

Unwetterwarnung fĂŒr ThĂŒringen aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnung fĂŒr ThĂŒringen aufgehoben. Somit lag fĂŒr die restliche Nacht zum Samstag keine Warnung vor orkanartigen Böen mehr vor, wie der DWD mitteilte. Seit Freitagabend hatten die Meteorologen landesweit gewarnt, dass der Sturm BĂ€ume entwurzeln oder DĂ€cher beschĂ€digen könne. Am Abend hatte der Wind laut Polizei mehrere Fahrzeuge umgeweht.

UmgestĂŒrzte Schornsteine in Stuttgart

Das Sturmtief "Zeynep" hat am spĂ€ten Freitag auch in Baden-WĂŒrttemberg fĂŒr SchĂ€den gesorgt. Rund 60 Quadratmeter Blechdach löste der starke Wind in Stuttgart, wie die Feuerwehr mitteilte. Dabei stĂŒrzten zwei Schornsteine auf die Straße, mehrere parkende Fahrzeuge wurden beschĂ€digt. UmgestĂŒrzte BĂ€ume und abgebrochene Äste versperrten Straßen und Schienen - auch die Stadtbahn fiel laut Polizei fĂŒr kurze Zeit aus. "Verletzte oder Tote haben wir aber nicht", sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart.

In Freiburg stĂŒrzte nach Angaben der Polizei ein Baum auf eine Stromleitung, im Stadtteil Lehen fiel fĂŒr eine Dreiviertelstunde der Strom aus. In Karlsruhe lösten sich einige Ziegel von einem Kirchturm. Es sei jedoch niemand verletzt worden, versicherte ein Polizeisprecher. Das Kirchendach sei gesichert, der Platz rund um die Kirche bleibe aber voraussichtlich bis Montag gesperrt. Außerdem sei ein Baum in die Oberleitung der Stadtbahn gestĂŒrzt. Der Karlsruher Verkehrsverbund richtete einen Ersatzverkehr ein.

SchĂ€den durch Äste in Rheinland-Pfalz

Das Orkantief hat auch in Rheinland-Pfalz seine Spuren hinterlassen. BĂ€ume stĂŒrzten um, mancherorts fiel der Strom zeitweise aus, auch der Zugverkehr wurde beeintrĂ€chtigt.

In der Landeshauptstadt Mainz sowie in den Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms seien bis zum frĂŒhen Abend rund 40 unwetterbedingte EinsĂ€tze nötig gewesen, teilte die Feuerwehr in Mainz am Freitag mit.

Im Landkreis Ahrweiler wurden ein Traktorfahrer (72) und seine Beifahrerin (37) auf der Bundesstraße 267 bei Dernau leicht verletzt, als durch Sturmböen ein zunĂ€chst unbekannter Gegenstand gegen die Frontscheibe schlug. Das berichtete die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler.

FĂŒr das Dienstgebiet des PolizeiprĂ€sidiums Trier sagte ein Sprecher, es seien "jede Menge BĂ€ume" umgestĂŒrzt. In der Eifel fiel bei Daun ein Baum auf das Auto eines Mannes, der 57 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt.

Gebiete in Bremen evakuiert

Wegen des Sturms sind am Freitagabend mehrere Gebiete in Bremen evakuiert werden. Es bestehe Überschwemmungsgefahr, teilte die Polizei mit. Die Bereiche Pauliner Marsch, Stadtwerder und Rablinghauser Deich wĂŒrden daher evakuiert. Die Menschen wurden demnach per Lautsprecherdurchsage aufgefordert, die Gegend zu verlassen und zu meiden. Es handele sich ĂŒberwiegend um Kleingartenanlagen.

Bahn stoppt schrittweise Verkehr

Die Deutsche Bahn stoppte am Freitag sukzessive ihren Fern- und Regionalverkehr in Norddeutschland. Der Stopp des Regionalverkehrs betraf Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen sowie Teile Nordrhein-Westfalens.

Bahnreisende in Deutschland mĂŒssen wegen der Auswirkungen des Sturms "Zeynep" auch am Samstag noch mit EinschrĂ€nkungen rechnen. Im Norden Deutschlands war der Zugverkehr am Freitag bis mindestens zum Betriebsschluss eingestellt worden. Bevor der Verkehr wieder aufgenommen werden könne, seien erst "umfangreiche Erkundungsfahrten" nötig, teilte die Deutsche Bahn am Abend mit.

Die Einstellungen im Regionalverkehr erfolgten "im Laufe des Tages", sagte der Sprecher. In Nordrhein-Westfalen werde damit auf einigen Linien ab 14 Uhr begonnen. Es gehe vor allem um die Regionen rund um DĂŒsseldorf. Im Fernverkehr sollen die Verbindungen von Hamburg aus in Richtung Berlin, Hannover und Köln betroffen sein. Auch auf der Ost-West-Strecke zwischen Köln ĂŒber Hannover nach Berlin soll der ICE- und IC-Verkehr den Angaben zufolge eingestellt werden.

Bahnverkehr behindert: Wegen des Sturms könnten viele Verbindungen ausfallen.
Bahnverkehr behindert: Wegen des Sturms könnten viele Verbindungen ausfallen. (Quelle: Bludau Foto/dpa-bilder)

Der Sprecher sprach von "gravierenden" Unwetterwarnungen. Der Stopp erfolge aus SicherheitsgrĂŒnden aufgrund der Erfahrungen mit frĂŒheren vergleichbaren Extremwetterlagen. Es sei besser, ZĂŒge in den Bahnhöfen zurĂŒckzuhalten, als Nothalte auf freien Strecken zu riskieren. Dort könnten gestrandete Passagiere sehr viel schlechter betreut werden.

Im Norden Deutschlands hat die AKN Eisenbahn GmbH (AKN) ihren Betrieb wegen des Sturms "Zeynep" auf den Linien A1, A2 und A3 eingestellt. Betroffen seien die Strecken NeumĂŒnster - Hamburg-Hauptbahnhof, Ulzburg SĂŒd - Norderstedt Mitte und Elmshorn - Ulzburg SĂŒd, teilte die AKN am Freitag mit. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werde, sei unklar.

Die Bahn riet allen Kunden dazu, ihre Fahrten möglichst auf den frĂŒhen Freitag vorzuziehen oder ganz zu verschieben. Sollte dies nicht möglich sein, sollten sich Passagiere unbedingt laufend ĂŒber das aktuelle Unwetter- und Verkehrsgeschehen informieren, sagte der Sprecher. Wie lange die ZĂŒge nicht verkehren, sei noch nicht abzusehen.

Baukran drohte umzustĂŒrzen

Weil ein Baukran in Aurich in Ostfriesland umzukippen drohte, sind dort am Freitagabend zwei EinfamilienhÀuser evakuiert worden. "Er drehte und neigte sich erheblich, wir mussten auch die Baufirma hinzuziehen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Details zur Lage vor Ort nannte er zunÀchst nicht.

Wegen des heftigen Sturms seien bis zum Abend im Kreis Aurich rund 70 EinsĂ€tze zu verzeichnen gewesen. Im Kreis Leer gab es mehr als 100 EinsĂ€tze, wie es hieß.

BĂ€ume fallen in Sachsen-Anhalt um

Der Sturm "Zeynep" hat Sachsen-Anhalt am Freitagabend mit großer Wucht erreicht. "Es stĂŒrmt ordentlich. Die Feuerwehr ist zahlreich im Einsatz", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion in Stendal. Der Sturm habe vielerorts BĂ€ume umstĂŒrzen lassen. Es habe auch einige UnfĂ€lle deswegen gegeben. Verletzte wurden zunĂ€chst aber nicht gemeldet. Laut Deutschem Wetterdienst traf das Orkantief vor allem die NordhĂ€lfte Deutschlands.

Berliner Feuerwehr ruft "Ausnahmezustand Wetter" aus

Wegen des Sturms "Zeynep" hat die Berliner Feuerwehr am Freitagabend erneut den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben eines Sprechers gab es seit 20.00 Uhr 68 EinsĂ€tze. "Viele Dinge, die nicht gesichert sind, fliegen jetzt durch die Gegend, etwa an Baustellen", hieß es. Ausnahmezustand bedeutet in diesem Fall, dass so viele Alarmrufe eingehen, dass sie nicht mehr – wie sonst ĂŒblich – nacheinander abgearbeitet werden können, sondern andere PrioritĂ€ten gesetzt werden. Das kommt hĂ€ufiger vor.

Die Feuerwehr in der Hauptstadt hatte bereits in der Nacht zu Donnerstag und dann am Donnerstagvormittag den Ausnahmezustand ausgerufen. Binnen 24 Stunden hatte es demnach mehr als 1.360 wetterbedingte EinsÀtze gegeben.

Baum stĂŒrzt auf fahrendes Auto – zwei Verletzte

Ein durch das Orkantief "Zeynep" entwurzelter Baum ist in Osthessen auf ein fahrendes Auto gestĂŒrzt und hat die Fahrerin leicht und den Beifahrer schwer verletzt. Das teilte das PolizeiprĂ€sidium in Fulda am Freitag mit. Demnach waren die 24 Jahre alte Frau und der 26 Jahre alte Mann auf der A7 bei Haunetal-Wehrda unterwegs, als der etwa zehn Meter hohe Nadelbaum auf das Dach des Wagens fiel. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Am Wagen entstand demnach ein Schaden von etwa 10.000 Euro.

Sturm blĂ€st Fahrzeuge in ThĂŒringen von der Straße

Sturmböen des Orkantiefs "Zeynep" haben am Freitagabend in ThĂŒringen Fahrzeuge nördlich von Erfurt zum Umkippen gebracht. Auf der Bundesstraße 4 bei Greußen im KyffhĂ€userkreis sei ein Auto mit AnhĂ€nger regelrecht von der Straße geblasen worden, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale in Erfurt auf Anfrage. Bei Straußfurt sei ein Transporter vom Wind umgekippt worden. Menschen seien dabei nicht verletzt worden.

In SĂŒdwestthĂŒringen entwurzelte der Sturm an verschiedenen Orten BĂ€ume, er riss Äste oder ganze Kronen ab. Teile einer HolzhĂŒtte seien durch die Luft geflogen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet, dass der Sturm erst in der Nacht seine volle Kraft erreicht. FĂŒr den Abend und die Nacht warnte der DWD etwa an der Nordsee vor extremen Orkanböen der StĂ€rke 12 mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde.

Mindestens zwei Tote in England durch Sturm "Eustice"

Durch das heftige ĂŒber Europa ziehende Sturmtief sind in England am Freitag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Im Norden Londons starb nach Angaben der Polizei eine junge Frau in einem Auto, nachdem ein Baum auf das Fahrzeug gestĂŒrzt war. Im Nordwesten Englands kam der örtlichen Polizei zufolge ein Mann ums Leben, nachdem TrĂŒmmerteile auf die Windschutzscheibe seines Fahrzeugs fielen. In Irland war zuvor ein Mann von einem Baum erschlagen worden.

In beiden LÀndern waren wegen des Sturms, der in beiden LÀndern "Eustice" genannt wird, Zehntausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Etliche GebÀude erlitten SchÀden an ihren DÀchern, der Bahnverkehr war in vielen Regionen unterbrochen.

Hamburg: Baum begrĂ€bt zwei Autos – Kind leicht verletzt

Ein Baum ist in Hamburg im Sturm auf zwei parkende Autos gestĂŒrzt und hat ein Kind leicht verletzt. Es war mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, als der Baum umfiel, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Die Umgebung wurde gesperrt, Baum und Äste bedeckten eine FlĂ€che von rund 200 Quadratmetern.

Sturm-Todesopfer in Irland

Im schweren Sturm ist in Irland ein Mann von einem umstĂŒrzenden Baum getroffen worden und ums Leben gekommen. Der BeschĂ€ftigte der Stadt Wexford, ein Mann in seinen Sechzigern, war draußen im Einsatz, als das UnglĂŒck passierte, wie die Polizei am Freitagnachmittag mitteilte.

Das auch in Deutschland fĂŒr Chaos sorgende Sturmtief, das in Großbritannien und Irland "Eustice" heißt, schnitt auf der irischen Insel rund 80.000 Haushalte und Betriebe von der Stromversorgung ab. Viele Straßen waren durch umgestĂŒrzte BĂ€ume oder andere SchĂ€den blockiert. Etliche FlĂŒge von Dublin und Cork aus sowie FĂ€hrverbindungen wurden gestrichen. Am Leuchtturm Roches Point am Hafen von Cork wurden zeitweise Windgeschwindigkeiten von 137 Stundenkilometern gemessen.

Lagermauer des KZ Sachsenhausen teils eingestĂŒrzt

Das Sturmtief "Ylenia" hat die historische Lagermauer in der GedenkstÀtte des Konzentrationslagers Sachsenhausen in Oranienburg teilweise zum Einsturz gebracht. Betroffen seien auf etwa 200 Metern LÀnge Teile der rund 2,80 Meter hohen östlichen Lagermauer, die das dreieckige HÀftlingslager des KZ Sachsenhausen umschloss, wie die Stiftung Brandenburgische GedenkstÀtten am Freitag mitteilte. Der Schaden lasse sich noch nicht beziffern, bewege sich aber nach SchÀtzungen eines Experten aus der Liegenschaftsabteilung der Stiftung vermutlich im sechsstelligen Bereich.

"Ylenia" hat Teile der östlichen Lagermauer in der GedenkstÀtte Sachsenhausen zum Einsturz gebracht.
"Ylenia" hat Teile der östlichen Lagermauer in der GedenkstÀtte Sachsenhausen zum Einsturz gebracht. (Quelle: GedenkstÀtte Sachsenhause/dpa-bilder)

Die 1937 in Nazi-Deutschland errichtete, weitgehend original erhaltene Lagermauer war Teil der Sicherungsanlagen, die das HĂ€ftlingslager umgaben. Sie bestanden den Angaben zufolge aus einem Todesstreifen, den die HĂ€ftlinge nicht betreten durften, einem elektrisch geladenen Zaun, dem Postengang und der Lagermauer. Bereits in der Vergangenheit sei die Mauer mehrfach durch OrkanstĂŒrme beschĂ€digt worden, hieß es.

VW stoppt Produktion im Werk Emden

Wegen des herannahenden Orkantiefs "Zeynep" setzt Volkswagen die Produktion in seinem Emder Werk vorerst aus. Eine VW-Sprecherin bestÀtigte einen entsprechenden Bericht der "Emder Zeitung" am Freitagmittag.

Demnach fielen die SpĂ€t- und die Nachtschicht am Freitag aus. Die BeschĂ€ftigten wurden aufgerufen, zuhause zu bleiben. Dies passiere aus Vorsicht, sagte die VW-Sprecherin. Es gehe darum, die BeschĂ€ftigten von ihrem Weg von und zum Werk vor dem Unwetter zu schĂŒtzen.

Am Samstag sollte zudem die FrĂŒhschicht mit der Arbeit etwas spĂ€ter beginnen. Wie viele Arbeiterinnen und Arbeiter betroffen sind, war nicht bekannt. Bei VW in Emden arbeiten insgesamt rund 9.000 Menschen.

Deutscher Wetterdienst warnt vor extremen Orkanböen an der Nordsee

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor extremen Orkanböen an der Nordsee bis zu 160 Kilometer pro Stunde ab Freitagnachmittag. In den FrĂŒhstunden des Samstags soll der Sturm wieder nachlassen.

Der DWD warnt vor Lebensgefahr durch SturmschĂ€den wie umstĂŒrzende BĂ€ume und herabstĂŒrzende GegenstĂ€nde. TĂŒren und Fester sollen geschlossen und GegenstĂ€nde im Freien gesichert werden. Menschen sollen den Aufenthalt im Freien meiden und auf jeden Fall Abstand zu GebĂ€uden, BĂ€umen, GerĂŒsten und Hochspannungsleitungen halten. Der DWD rĂ€t, Autofahrten zu vermeiden und Fahrzeuge nach Möglichkeit in Garagen abzustellen.

Lebensgefahr wegen Sturm: Höchste Wetterwarnung in London ausgerufen

Millionen Menschen in der britischen Hauptstadt, dem SĂŒden Englands sowie in Wales sind am Freitag wegen stĂŒrmischen Wetters dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Wie der britische Wetterdienst Met Office mitteilte, droht wegen umherfliegender TrĂŒmmerteile bei Sturmgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h Lebensgefahr. Zu rechnen sei mit abgedeckten DĂ€chern, entwurzelten BĂ€umen und Störungen im Zug- und Schiffsverkehr. Menschen an der KĂŒste wurden vor großen Wellen und Überschwemmungen gewarnt.

Großbritannien bereitete sich am Freitag auf Sturmtief "Eunice" vor, das in Deutschland "Zeynep" getauft wurde. Der BBC zufolge könnte es sich um einen der schwersten StĂŒrme in dem Land seit Jahrzehnten handeln. In Irland hatten heftige Winde bereits zu StromausfĂ€llen bei rund 55.000 Haushalten gefĂŒhrt.

Die Londoner FlughĂ€fen Heathrow und City Airport bereiteten Passagiere auf VerspĂ€tungen und FlugausfĂ€lle vor. Londons BĂŒrgermeister Sadiq Khan warnte die Menschen davor, ihre HĂ€user und Wohnungen zu verlassen. "Ich rufe alle Londoner dazu auf, zu Hause zu bleiben, gehen Sie keine Risiken ein und reisen Sie nicht, es sei denn, es ist unbedingt notwendig", schrieb Khan auf Twitter. Mehrere FĂ€hrverbindungen zwischen Dover und Calais wurden gestrichen. Auch mehrere nationale Bahnbetreiber rieten von Reisen ab. In Wales wurde der Zugverkehr am Freitag komplett eingestellt.

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Darum sind SchnelllÀufer wie "Zeynep" so gefÀhrlich

Ein SchnelllÀufer wie "Zeynep" löste vor fast genau 60 Jahren die Sturmflut von Hamburg mit 340 Toten aus. Auch diesmal wird es an der Nordsee "extrem gefÀhrlich", warnt der Deutsche Wetterdienst. Lesen Sie hier mehr dazu, was den Sturm so gefÀhrlich macht.

Orkantief "Zeynep" kommt: Polizei und Wetterexperten warnen

In der Ruhe vor dem Sturm warnen Polizei und Wetterexperten eindringlich vor dem heraufziehenden Orkantief "Zeynep". "Leider bleibt es nicht so schön", schreibt die Polizei in Wismar am Freitagmorgen auf Twitter und postet dazu ein symboltrÀchtiges Foto mit glutrotem Sonnenaufgang. "Alle potenziell fluggefÀhrdeten Dinge solltet Ihr gut verstauen oder anbinden. Passt gut auf Euch auf und bleibt wÀhrend des Sturms wenn möglich zu Hause", mahnen die Beamten und raten, Warn-Apps wie "Nina" und "Katwarn" zu nutzen. Auf diesen Online-KanÀlen gebe es standortbezogene Informationen zu Unwettern.

Nach Vorhersage der Meteorologen wird der fĂŒr Samstagnacht erwartete Orkan "Zeynep" deutlich stĂ€rker ausfallen als Sturmtief "Ylenia", dessen Auswirkungen am Donnerstag ĂŒberschaubar geblieben waren. "Es wird heftig", prognostizierte der Meteorologe Stefan Kreibohm auf Instagram und sprach mit Blick auf die Nacht von Freitag zu Samstag von einem Sturm, wie es ihn seit Jahren nicht mehr im Nordosten gegeben habe.

Orkanböen im Binnenland mit bis zu 140 und an der Ostsee mit bis zu 150 Stundenkilometern seien möglich. "Bleibt in der Nacht zum Sonnabend einfach da, wo Ihr gerade seid, am besten daheim, und nicht draußen unterwegs sein. Es ist zu gefĂ€hrlich", warnt auch Kreibohm, der seine Wetterprognosen von Hiddensee aus erstellt.

Nach der Sturmflut in Hamburg: Auf den einen Sturm folgt der nÀchste.
Nach der Sturmflut in Hamburg: Auf den einen Sturm folgt der nÀchste. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa-bilder)

NĂ€chstes Orkantief wird erwartet

Weiten Teilen Deutschlands droht an diesem Freitag schon der nĂ€chste Sturm. Nachdem "Ylenia" erst am Donnerstag viele BĂ€ume umstĂŒrzen ließ, auf den Straßen zu UnfĂ€llen mit einigen Toten und Verletzten fĂŒhrte, den Bahnverkehr durcheinanderbrachte und SchulausfĂ€lle verursachte, kommt von der Nordsee bereits das nĂ€chste Orkantief namens "Zeynep".

Schwerpunkt dieser neuen schweren Sturm- beziehungsweise sogar Orkanlage sei vom Freitagnachmittag bis SamstagfrĂŒh die NordhĂ€lfte Deutschlands, sagen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraus. Betroffen seien Teile der LĂ€nder Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen, ThĂŒringen und Sachsen, hieß es am Donnerstagabend.

In folgenden 20 Kreisen gilt die höchste Warnstufe Lila (ab heute, 15 bzw. 16 Uhr):

Niedersachsen

Kreis Aurich - Binnenland, Kreis Aurich - KĂŒste, Stadt Emden, Kreis Wittmund - Binnenland, Kreis Wittmund - KĂŒste, Kreis Leer, Kreis Friesland - Binnenland, Kreis Friesland-KĂŒste, Kreis Wesermarsch - Binnenland, Kreis Wesermarsch - KĂŒste, Kreis Cuxhaven - Binnenland, Kreis Cuxhaven - KĂŒste, Kreis Stade, Stadt Bremerhaven

Schleswig-Holstein

Kreis Dithmarschen - Binnenland, Kreis Dithmarschen - KĂŒste, Kreis Nordfriesland - Binnenland, Kreis Nordfriesland - KĂŒste, Kreis Schleswig-Flensburg - Binnenland

Sachsen-Anhalt

Kreis Harz - Bergland

(Quelle: DWD)

Feuerwehr zu Sturm "Zeynep": Am besten alles reinholen

Um SchĂ€den und UnfĂ€lle durch den herannahenden Sturm "Zeynep" zu vermeiden, sollten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger entsprechende Vorbereitungen treffen. "Alles, was auf der Terrasse ist, was nicht niet- und nagelfest ist, am besten reinholen, in die Garage stellen", sagte Christopher Rehnert, Leiter der Feuerwehr LĂŒdenscheid, am Freitagmorgen im ARD-"Morgenmagazin". BlumenkĂ€sten oder andere GegenstĂ€nde sollten von Balkonen entfernt werden.

Von SpaziergĂ€ngen rĂ€t Rehnert derzeit ab. Vor allem sollte man nach einem heftigen Sturm AusflĂŒge in den Wald meiden, da dort abgebrochene Äste herunterfallen könnten. "Die Stunden und die Tage danach können immer noch gefĂ€hrlich sein."

Zugbetrieb normalisiert sich: Neue EinschrÀnkung zu erwarten

Der Zugverkehr in Niedersachsen normalisiert sich nach dem Sturmtief "Ylenia" wieder. Die NahverkehrszĂŒge von Enno, Metronom und Erixx nehmen den Betrieb wieder auf, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten. Bis 8 Uhr sollten alle ZĂŒge mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs sein, mit VerspĂ€tungen sei daher zu rechnen. Auf allen Linien seien ab Mittag wegen der erneuten Unwetterwarnung starke EinschrĂ€nkungen zu erwarten, schrittweise dĂŒrfte der Verkehr eingestellt werden.

Die Strecke des RE30 von Hannover nach Wolfsburg ist den Angaben zufolge nur eingleisig befahrbar, die Strecke RB32 LĂŒneburg-Danneberg Ost sei noch nicht freigegeben, dort werde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Der Abschnitt zwischen Hannover und Uelzen der Linie RE3/RE2 sei nur eingleisig befahrbar. Auf der Linie RE3/RB31 sei die Strecke zwischen Uelzen und LĂŒneburg wegen SturmschĂ€den gesperrt, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen sei eingerichtet. Etliche ZĂŒge der Linie RE4 von Hamburg nach Bremen entfallen, die Linie RE41 wird umgeleitet.

Nach Angaben der Deutschen Bahn kommt es im Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen weiter zu VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen. Auch sei damit zu rechnen, dass die ZĂŒge ab Freitagabend wegen des erwarteten Unwetters nicht mehr fahren. Voraussichtlich ab 9 Uhr am Samstag nach der RĂ€umung betroffener Strecken dĂŒrfte der Zugverkehr demnach wieder möglich sein. Derzeit kommt es den Angaben zufolge auf der Strecke der S5 vereinzelt zu TeilausfĂ€llen auf dem Abschnitt von Hameln nach Paderborn, ebenso auf der Strecke RE9 zwischen OsnabrĂŒck und Bremen.

Niedersachsen, Bad Bevensen: Ein 37-jĂ€hriger Mann wurde durch einen umgestĂŒrzten Baum tödlich verletzt.
Niedersachsen, Bad Bevensen: Ein 37-jĂ€hriger Mann wurde durch einen umgestĂŒrzten Baum tödlich verletzt. (Quelle: Philipp Schulze/dpa-bilder)

Auto kollidiert mit Lkw – drittes Todesopfer

Weil sein AnhĂ€nger im Sturm auf die Gegenfahrbahn abkam, ist ein Autofahrer im Landkreis OsnabrĂŒck nach dem Zusammenstoß mit einem Lkw gestorben.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Beifahrer am Donnerstag bei dem Unfall auf der Icker Landstraße 40 in Belm nach ersten Erkenntnissen schwer verletzt. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten am Abend an, die Landstraße war voll gesperrt. Bereits am Morgen war ein Fahrer in seinem Auto im Landkreis Uelzen von einer Eiche erschlagen worden.

Donnerstag, 17. Februar

Hagelschauer auf A26: Autos fahren ineinander, mehrere Verletzte

WĂ€hrend eines Hagelschauers auf der Autobahn 26 zwischen Dollern und Stade (Niedersachsen) sind am Donnerstagnachmittag vier Fahrzeuge zusammengestoßen. Vor ihnen hatte eine Fahrerin die Kontrolle ĂŒber ihr Auto verloren und war auf der glatten Fahrbahn in die Leitplanke geprallt, wie die Polizei mitteilte. Die Fahrzeuge wurden zum Teil schwer beschĂ€digt. In einem Wagen wurde eine Fahrerin eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Eine Frau wurde schwer verletzt, vier weitere Autoinsassen leicht.

Kurze Zeit spÀter kam auf der Gegenfahrbahn etwa 500 Meter vor der Ausfahrt Dollern ein Autofahrer ins Schleudern und prallte in die Leitplanke. Er blieb unverletzt.

Die Autobahn war in Fahrtrichtung Stade noch am Abend voll gesperrt. Der Verkehr wurde ĂŒber die Bundesstraße 73 umgeleitet. Der bei den UnfĂ€llen entstandene Sachschaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschĂ€tzt. Zeugen beschrieben, dass bei dem Hagelschauer binnen weniger Minuten mehrere Zentimeter Eis und Schnee auf der Fahrbahn lagen.

Orkan fordert zwei Todesopfer

Ein 37 Jahre alter Mann ist in seinem Auto Opfer des Orkantiefs "Ylenia" geworden. Er war am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr auf der L252 zwischen Bad Bevensen und Seedorf im Landkreis Uelzen unterwegs, als ein Baum auf seinen Pkw stĂŒrzte und ihn erschlug.

Nach Angaben der Beamten wurde der Mann am Donnerstagmorgen durch den Baum mit einem Stammdurchmesser von etwa 60 Zentimetern so schwer verletzt, dass er noch in seinem Fahrzeug starb. FĂŒr die Dauer der Bergungsarbeiten wurde die Landstraße gesperrt.

Ein zweites Todesopfer gab es in Sachsen-Anhalt: Ein 55-JĂ€hriger starb im Sturm bei einem Autounfall auf einer Landstraße bei SĂŒdharz. Ein Baum sei durch den starken Wind auf den Wagen des Mannes gefallen, teilte die Polizei mit. Daraufhin habe sich der fahrende Wagen am Morgen ĂŒberschlagen. Der Mann starb noch am Ort des Unfalls im Kreis Mansfeld-SĂŒdharz, wie es hieß.

Hamburg: Welle zerschmettert Fensterfront einer ElbfÀhre

Schockmoment mitten im Sturm: Bei heftigem Seegang sind die Fenster einer ElbfĂ€hre zerstört worden. Aufnahmen zeigen, wie Passagiere von den Wassermassen getroffen und ĂŒberspĂŒlt werden. Mehr dazu hier.

Wetterdienst hebt Unwetterwarnung fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern auf

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am frĂŒhen Donnerstagnachmittag seine Unwetterwarnung fĂŒr Teile Mecklenburg-Vorpommerns aufgehoben. Es liege keine Warnung vor orkanartigen Windböen mehr vor, teilte der DWD mit. FĂŒr die Nacht zum Samstag wird nach Angaben der Meteorologen aber bereits ein weiteres Orkantief erwartet.

Nach Sturm noch etwa 5.500 Menschen in NRW ohne Strom

In Zehntausenden Haushalten in Nordrhein-Westfalen ist am Donnerstag wegen des Sturms der Strom ausgefallen. Am Vormittag waren noch etwa 5.500 Menschen vor allem in der Region Arnsberg und im Raum Siegen ohne Strom, wie eine Sprecherin des Netzbetreibers Westnetz sagte.

Bereits in der Nacht hatte es im Kreis Borken einen Stromausfall gegeben, nachdem dort ein Baum in ein Umspannwerk gefallen war. Hier seien zeitweise 54.000 Haushalte nicht versorgt gewesen, sagte die Sprecherin. Die Störung sei aber am Donnerstagmorgen behoben worden. Wie viele Haushalte insgesamt vom sturmbedingten Stromausfall betroffen waren, mĂŒsse noch geschaut werden. Zurzeit seien die Mitarbeiter vor allem mit der Beseitigung von SchĂ€den beschĂ€ftigt.

Harz rĂŒstet sich fĂŒr Hochwasser

Die Harzwasserwerke bereiten sich auf weitere RegenfÀlle und Schneeschmelzen vor. Nach dem Unwetter von Sturmtief "Ylenia" in der Nacht auf Donnerstag sei die Lage an den Talsperren und Seen im Harz "angespannt, aber unter Kontrolle", sagte eine Sprecherin der Harzwasserwerke am Donnerstag.

Das Unternehmen rechnet derzeit mit 30 bis 60 Millimetern Niederschlag bis zum Beginn der kommenden Woche, wie die Sprecherin sagte. Ziel sei es, das bevorstehende Hochwasser komplett durch die Talsperren abzufangen und so das Harzvorland zu schĂŒtzen. In den vergangenen 24 Stunden waren laut den Harzwasserwerken zwischen 30 und 70 Millimeter Regen gefallen.

Feuerwehr Postdam warnt: "Unnötigen Aufenthalt im Freien vermeiden"

Abgelöste Dachteile, umgestĂŒrzte BĂ€ume: Wegen der Gefahren durch das Sturmtief "Ylenia" warnt die Feuerwehr Potsdam vor unnötigen Aufenthalten im Freien. "Die Feuerwehr Potsdam hat bislang 28 SturmeinsĂ€tze in der @LH_Potsdam abgearbeitet. Weitere 17 EinsĂ€tze sind offen", hieß es auf Twitter am Donnerstagmittag. Bisher habe es einen leichtverletzten Menschen gegeben.

Die Leitstelle Lausitz im SĂŒden des Landes zĂ€hlte gegen 11 Uhr 144 sturmbedingte EinsĂ€tze. Vor allem seien die Helfer im Norden des Landkreises Dahme-Spreewald, Elbe-Elster sowie im Nordosten von Spreewald-Lausitz im Einsatz. Die Feuerwehr Potsdam sprach von einem sehr hohen Notrufaufkommen in der Regionalleitstelle Nordwest. "Bitte nur bei akuter Gefahr den Notruf 112 wĂ€hlen, um eine Überlastung zu vermeiden. EinsĂ€tze werden priorisiert abgearbeitet", hieß es auf Twitter.

Tausende in Sachsen ohne Strom

Durch das Sturmtief "Ylenia" waren in Sachsen am Donnerstagvormittag Tausende Menschen ohne Strom. Betroffen seien rund 2.700 Kunden im Vogtland und im Erzgebirgskreis, wie der Netzbetreiber Mitnetz mitteilte. Seit Tagesanbruch kĂ€men stetig Störmeldungen dazu. Die AusfĂ€lle begannen den Angaben nach am spĂ€ten Mittwochabend. Laut einer Sprecherin waren in den frĂŒhen Morgenstunden des Donnerstags insgesamt 21.800 Mitnetz-Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ohne Strom.

Als Hauptursache fĂŒr die StromausfĂ€lle nennt der Netzbetreiber zusammenschlagende Leiterseile sowie umgestĂŒrzte BĂ€ume und herabfallende Äste, die die Stromleitungen beschĂ€digen.

Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern machen wegen Sturms zu

Wegen des Sturmtiefs "Ylenia" bleiben Tierparks und Zoos in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag grĂ¶ĂŸtenteils geschlossen. Nach Rostock, das bereits am Vortag die vorsorgliche Schließung bekannt gegeben hatte, informierten unter anderem auch die Zoos in Schwerin und Stralsund auf ihren Internetseiten darĂŒber, dass Besucher keinen Zutritt haben. Der Tierpark in UeckermĂŒnde bleibt nach Angaben einer Mitarbeiterin Donnerstag und Freitag geschlossen.

Auch im BĂ€renwald in Stuer und im Tiergarten Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) sowie im Wildpark GĂŒstrow bleiben zumindest am Donnerstag die Tore zu. "Es besteht die Gefahr, dass auch ĂŒber den Tag noch BĂ€ume umstĂŒrzen und große Äste herabfallen. Die Sicherheit der Besucher und Mitarbeiter geht vor", heißt es in einer Mitteilung des Wildparks.

Eine Ausnahme macht der Vogelpark im Marlow. Da auf dem GelĂ€nde kaum grĂ¶ĂŸere BĂ€ume stĂŒnden, die vom Wind umgeweht werden könnten, habe man sich entschlossen, den Vogelpark fĂŒr Besucher geöffnet zu lassen, hieß es. Allerdings sei jahreszeitlich bedingt das Publikumsinteresse derzeit auch eher gering.

NRW-Regierungschef WĂŒst dankt EinsatzkrĂ€ften

Nordrhein-Westfalens MinisterprĂ€sident Hendrik WĂŒst (CDU) hat EinsatzkrĂ€ften fĂŒr ihren Einsatz im Sturm gedankt. In der Nacht sei ein Orkan ĂŒber Nordrhein-Westfalen gezogen, sagte WĂŒst am Donnerstag im Landtag. "Wir spĂŒren draußen noch den Wind, 120 km/h war der Wind stark." Der Schulunterricht finde daher aus SicherheitsgrĂŒnden am Donnerstag nicht statt. WĂŒst dankte allen Helferinnen und Helfern "ganz herzlich dafĂŒr, dass Sie gestern und heute unser Land sturmfest gemacht haben".

Sturmtief in Niedersachsen: EinsatzkrĂ€fte bergen einen umgestĂŒrzten Baum am Maschsee in Hannover.
Sturmtief in Niedersachsen: EinsatzkrĂ€fte bergen einen umgestĂŒrzten Baum am Maschsee in Hannover. (Quelle: localpic/imago-images-bilder)

Deutsche Bahn setzt Fernverkehr aus

Die Deutsche Bahn hat auf Twitter mitgeteilt, dass es in einigen BundeslĂ€ndern keinen Fernverkehr geben wird. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin werden keine ZĂŒge fahren. Auch in anderen BundeslĂ€ndern soll es Auswirkungen geben. Die Deutsche Bahn erklĂ€rt, man solle von Reisen mit der Bahn absehen. Aktualisierungen zum Regionalverkehr finden Sie hier.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

BÀume im Gleisbereich: Hamburger Bahnen fahren eingeschrÀnkt

Der starke Sturm im Norden hat nicht nur Auswirkungen auf den Fernverkehr, auch im öffentlichen Nahverkehr kam es am Donnerstag in Hamburg zu EinschrĂ€nkungen und AusfĂ€llen. So konnte die U1 im Osten wegen mehrerer BĂ€ume auf den Gleisen nicht mehr fahren, wie die Hochbahn am Vormittag mitteilte. Zwischen Wandsbek-Gartenstadt bis Großhansdorf sowie bis Ohlstedt sei deshalb ein Ersatzverkehr mit Taxen und Bussen eingerichtet worden. Auf den oberirdischen Abschnitten der U-Bahn-Linien 1, 2, 3 und 4 fuhren zudem alle Bahnen mit reduzierter Geschwindigkeit. Passagiere mussten sich deshalb auf lĂ€ngere Fahrtzeiten einstellen, wie es weiter hieß.

Auch S-Bahnen fuhren wegen des Sturms oder BÀumen im Gleisbereich teilweise nicht. Zwischen Neugraben und Stade gab es nur einen Ersatzverkehr mit Bussen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Zudem kam es zu AusfÀllen bei der S2, der S11 und der S3. Die Strecke der S1 zwischen Wedel und Blankenese wurde ebenfalls gesperrt. Auch dort wurde ein Schienenersatzverkehr angeboten.

Elbe fĂŒr große Schiffe gesperrt

Das Sturmtief "Ylenia" zwingt Reisende auf dem Kreuzfahrtschiff "Aidaprima" zur Geduld. Weil die Elbe derzeit fĂŒr große Schiffe gesperrt ist, darf das Schiff nicht wie geplant den Hamburger Hafen anlaufen, wie eine Sprecherin der Hafenbehörde HPA am Donnerstag sagte. Dem Schiffsnavigationsdienst "vesselfinder.com" zufolge kreuzt das Schiff derzeit mit niedriger Geschwindigkeit rund 12 Seemeilen nördlich Helgoland in der Deutschen Bucht. Mehr dazu lesen Sie hier.

BĂ€ume stĂŒrzen in Wilhelmshaven auf HĂ€user: Keine Verletzten

In Wilhelmshaven sind infolge des Orkantiefs "Ylenia" BĂ€ume auf zwei HĂ€user in Wohngebieten gestĂŒrzt. Niemand wurde dadurch verletzt, wie die Stadt Wilhelmshaven am Donnerstag mitteilte. Zudem wurde die Feuerwehr am Morgen an eine Grundschule gerufen, wo eine 25 Meter hohe Tanne umzustĂŒrzen drohte. "Hier ist gerade noch einiges los", sagte eine Stadtsprecherin mit Blick auf die Einsatzlage. Die Feuerwehr in Wilhelmshaven rĂŒckte von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen zu insgesamt 16 sturmbedingten EinsĂ€tzen aus.

Polizei warnt mit Bild von umherfliegender Kuh vor Orkan

"Sturm ist, wenn die Schafe keine Locken mehr haben", heißt es oft in Ostfriesland. Die Polizei im Ă€ußersten Nordwesten Niedersachsens hat am Donnerstag aber noch mit einem anderen Tier vor den Gefahren durch Orkantief "Ylenia" gewarnt. Auf Twitter veröffentlichte die Polizeiinspektion Emden/Leer eine Bildmontage von einer Kuh, die ĂŒber einen Deich und eine ostfriesische Landschaft hinwegfliegt. "Wir hebben een bietje Wind in Oostfreesland. Ji muten vörsichtig fahren un uppassen", schrieben die Beamten dazu auf Plattdeutsch. Gemeint ist: Es stĂŒrmt in Ostfriesland und Autofahrerinnen und Autofahrer sollten vorsichtig fahren.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Auf Nachfrage gab eine Polizeisprecherin aber Entwarnung: "Nein, umherfliegende KĂŒhe hatten wir noch nicht." Auch Verletzte habe es infolge des Sturmes im Bereich der Polizeiinspektion bislang nicht gegeben. Mit dem Bild habe man lediglich die Kraft des Sturmes auf humorvolle Weise veranschaulichen wollen. Bis zum Donnerstagmorgen hatte die Polizei in Emden und Leer 31 Gefahrenstellen und fĂŒnf VerkehrsunfĂ€lle registriert – die NotfĂ€lle verliefen glimpflich.

FĂ€hren zur Halbinsel Priwall stellen Betrieb ein

Wegen des Sturmes hat der Stadtverkehr LĂŒbeck den FĂ€hrverkehr in LĂŒbeck-TravemĂŒnde am Morgen eingestellt. Betroffen seien sowohl die AutofĂ€hre als auch die PersonenfĂ€hre ĂŒber die Trave zur Halbinsel Priwall, sagte eine Sprecherin. Ein Ersatzverkehr mit Bussen sei eingerichtet. Wegen des lĂ€ngeren Landweges mĂŒssen die FahrgĂ€ste nach Angaben der Sprecherin mit erheblich lĂ€ngeren Fahrzeiten rechnen. Wann der FĂ€hrverkehr wieder aufgenommen werden kann, war zunĂ€chst unklar.

Berliner Feuerwehr ruft wegen Sturms zweiten Ausnahmezustand aus

Wegen des Sturms hat die Berliner Feuerwehr am Donnerstagvormittag zum zweiten Mal den Ausnahmezustand ausgerufen. Ausnahmezustand bedeutet, dass so viele Alarmrufe eingehen, dass sie nicht mehr wie sonst ĂŒblich nacheinander abgearbeitet werden können, sondern andere PrioritĂ€ten gesetzt werden. Das kommt hĂ€ufiger vor.

In der Nacht zu Donnerstag hatte die Feuerwehr den Ausnahmezustand bereits zwischen 2.30 und 4.30 Uhr ausgerufen. Von 2 Uhr bis 5.30 Uhr gab es 76 wetterbedingte EinsĂ€tze. "GrĂ¶ĂŸtenteils handelte es sich um umgestĂŒrzte BĂ€ume oder lose Bauteile." Die Lage beruhigte sich dann zunĂ€chst. Mit dem Berufsverkehr und der zunehmend belebten Stadt am Morgen kamen aber wieder viele Alarmierungen zusammen.

In Berlin-Lichterfelde stĂŒrzten in der Nacht drei BĂ€ume auf parkende Autos, auch eine Laterne wurde mitgerissen. In Marienfelde deckte der Sturm Teile eines Flachdachs ab. Von verletzten Menschen sei aber nichts bekannt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) meldete den Unfall eines Ausflugsschiffes im Westhafen. Die BVG-FĂ€hre F12 in GrĂŒnau im SĂŒdosten Berlins fuhr wegen des Sturms nicht mehr.

Die Feuerwehr warnte am Morgen weiterhin davor, das Haus zu verlassen, wenn das nicht unbedingt nötig sei. Es sei damit zu rechnen, dass der Sturm im Laufe des Vormittags noch einmal an StĂ€rke zunehme, sagte der Feuerwehrsprecher. WĂ€lder und Parks in Berlin sollten besser nicht betreten werden, weil durch den Sturm Äste von den BĂ€umen fallen könnten.

Erneute Sturmflut befĂŒrchtet

Das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat fĂŒr die deutsche NordseekĂŒste erneut vor der Gefahr einer Sturmflut am Donnerstagnachmittag gewarnt. An der ostfriesischen KĂŒste wird das Hochwasser etwa 1 Meter höher als das mittlere Hochwasser ausfallen, wie das BSH am Donnerstagmorgen mitteilte. An der nordfriesischen KĂŒste und im Weser- und Elbegebiet wird das Hochwasser 1 bis 1,5 Meter höher sein als normal. Im Hamburger Elbegebiet erreicht das Hochwasser wohl Werte, die 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen. Die Sturmflutgefahr besteht bis etwa 17.20 Uhr.

FĂŒr FreitagfrĂŒh wird erneut eine Sturmflut erwartet, wie ein Sprecher sagte. Sturmfluten an sich seien durchaus normal, in der HĂ€ufigkeit wie im Moment jedoch schon ungewöhnlich, so der Sprecher weiter. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den vergangenen 20 Jahren so viele Sturmfluten hintereinander hatten." Seit dem 29. Januar hat das BSH bereits vor acht Sturmfluten gewarnt.

Abfertigung am BER beeintrÀchtigt

Wegen des Sturmtiefs "Ylenia" hat der Flughafen Berlin-Brandenburg BER am Donnerstagmorgen die sogenannte Flugzeugabfertigung unterbrochen. Das bedeutet, dass wegen der starken Sturmböen keine Maschinen beladen beziehungsweise entladen werden und zunĂ€chst auch keine Passagiere in die Flugzeuge einsteigen können, wie ein Sprecher des BER sagte. Bereits abgefertigte Maschinen können jedoch noch starten und Landungen finden auch noch statt. Details zur Zahl abgesagter FlĂŒge blieben zunĂ€chst unklar.

Tausende in Bayern ohne Strom

Das Sturmtief hat in Bayern bei Tausenden Haushalten den Strom ausfallen lassen. Alleine der grĂ¶ĂŸte Stromnetzbetreiber des Freistaats, Bayernwerk Netz, verzeichnete 10.000 Betroffene, wie ein Sprecher am Donnerstagmorgen sagte. Meist wurde die Versorgung demnach schnell wieder hergestellt. Ursache fĂŒr die AusfĂ€lle seien hĂ€ufig auf Leitungen gestĂŒrzte BĂ€ume. Wie lange es dauere, den Strom wiederherzustellen, hĂ€nge vom konkreten Schaden ab. Unter anderem komme es darauf an, ob man die beschĂ€digte Leitung durch verĂ€nderte Schaltungen im Netz umgehen könne.

Bayernwerk Netz ist der grĂ¶ĂŸte bayerische Stromnetzbetreiber und vor allem im lĂ€ndlichen Bereich in Ober- und Unterfranken, der Oberpfalz, sowie Nieder- und Oberbayern tĂ€tig.

DWD warnt vor extremen Orkanböen in Sachsen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor extremen Orkanböen am Donnerstag in Sachsen. Betroffen sind demnach bis zum Nachmittag Lagen ĂŒber 1.000 Meter im Erzgebirgskreis. Der DWD empfiehlt, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden und alle TĂŒren und Fenster zu schließen. Außerdem rĂ€t er, Abstand von GebĂ€uden, BĂ€umen, GerĂŒsten und Hochspannungsleitungen zu halten und GegenstĂ€nde im Freien zu sichern. Es seien schwere SchĂ€den an GebĂ€uden möglich.

In ganz Sachsen gibt es am Donnerstag schweren Sturm. Es kommt zu schweren Sturmböen bis 100 km/h, in den höheren Lagen teils zu orkanartigen Böen bis 120 km/h und auf dem Fichtelberg zu extremen Orkanböen mit ĂŒber 140 km/h. Im Verlauf des Tages kann es zu einzelnen Gewittern mit Graupel kommen. Ab dem spĂ€ten Vormittag und in der Nacht zum Freitag gibt es in den Hochlagen zunehmend Schneeschauer mit vorĂŒbergehender GlĂ€tte und leichtem Frost. Zum Abend lĂ€sst der Wind zunehmend nach. In der Nacht zum Freitag gibt es nur noch einzelne Windböen mit 55 km/h.

Der Donnerstag wird es wechselnd bis stark bewölkt mit Regenschauern. In den höheren Lagen gibt es teils Schneeschauer. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 10 und 14 Grad, in den höheren Lagen zwischen vier und neun Grad. Die Tiefstwerte liegen zwischen fĂŒnf und zwei Grad, in den höheren Lagen bis minus ein Grad.

Stumböe erfasst Lastwagen bei Oldenburg

Auf einer AutobahnbrĂŒcke bei Oldenburg hat eine Sturmböe einen Lastwagen erfasst und umgekippt. Der Fahrer blieb unverletzt, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen sagte. Da der Sattelzug nun mitten auf der BrĂŒcke liege, gestalte sich die Bergung schwierig. Ein Kran wurde angefordert. Die HuntebrĂŒcke der A29 wurde in Richtung Wilhelmshaven gesperrt. In der Gegenrichtung OsnabrĂŒck fließe zwar der Vekehr, sagte der Polizeisprecher – doch fĂŒr Lastwagen und Gespanne sei die BrĂŒcke nun wegen des Sturms gesperrt.

Im Raum Oldenburg rĂŒckten die Feuerwehren seit dem Mittwochabend zu vielen EinsĂ€tzen aus, vor allem um umgekippte BĂ€ume zu beseitigen. Die Großleitstelle Oldenburg registrierte bis zum Donnerstagmorgen rund 190 FeuerwehreinsĂ€tze, die abgearbeitet wurden.

ZugausfÀlle in Niedersachsen wegen Sturmtief

Der Zugverkehr ist in Niedersachsen durch das anhaltende Sturmtief stark beeintrĂ€chtigt. Bis auf Weiteres fallen die NahverkehrszĂŒge von Enno, Metronom und Erixx aus, wie es am Morgen in einer Mitteilung hieß. Die Strecken seien aus SicherheitsgrĂŒnden gesperrt worden. Auch die NordWestBahn teilte am frĂŒhen Morgen mit, ihren gesamten Zugverkehr aufgrund der Wetterlage bis auf Weiteres eingestellt zu haben.

Der Zugverkehr werde laut Mitteilung voraussichtlich gegen Mittag wieder aufgenommen. Wie die Deutsche Bahn am Donnerstagmorgen mitteilte, können in Niedersachsen aufgrund der SturmschĂ€den sĂŒdlich von Hamburg keine ZĂŒge fahren. In der NordhĂ€lfte Deutschlands sollen voraussichtlich bis in die Mittagsstunden keine ZĂŒge des Fernverkehrs fahren.

Zugverkehr in Teilen Hessens durch Sturm beeintrÀchtigt

Das Sturmtief "Ylenia" hat am Donnerstagmorgen im Bahnverkehr in Teilen Hessens fĂŒr VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€lle gesorgt. Wie die Deutsche Bahn auf ihrer Website mitteilte, musste wegen eines umgestĂŒrzten Baums die Strecke zwischen Dreieich-Buchschlag und Langen (Landkreis Offenbach) gesperrt werden. Betroffen davon waren die S-Bahn-Linien 3 und 4 sowie die Regionalbahnen 67 und 68. Es komme zu VerspĂ€tungen und TeilausfĂ€llen, ein Busnotverkehr sei eingerichtet.

Auch zwischen Neustadt und Stadtallendorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie zwischen Langgöns (Landkreis Gießen) und Butzbach (Wetteraukreis) mĂŒsse wegen des Unwetters mit VerspĂ€tungen und TeilausfĂ€llen gerechnet werden. Hier waren der Regionalexpress 30 sowie die Regionalbahnlinien 40, 41 und 49 betroffen. Weitere BeeintrĂ€chtigungen meldete die Deutsche Bahn zudem fĂŒr die Regionalbahn-Linie 61 zwischen Neu-Isenburg und Langen-Flugsicherung (Landkreis Offenbach) sowie fĂŒr die S-Bahn-Linie 2 in Lorsbach (Main-Taunus-Kreis).

Dutzende EinsÀtze wegen Orkan in Ostfriesland

Das Orkantief "Ylenia" hat bis zum Donnerstagmorgen an der ostfriesischen KĂŒste zu Dutzenden EinsĂ€tzen der Polizei und der Feuerwehren gefĂŒhrt. Im Zusammenhang mit dem Sturm registrierte die Polizei in den Landkreisen Aurich und Wittmund insgesamt 38 EinsĂ€tze und im Landkreis Leer und der Stadt Emden zusammen 36 EinsĂ€tze. Vor allem umgestĂŒrzte BĂ€ume und auf die Straße gewehte GegenstĂ€nde hĂ€tten entfernt werden mĂŒssen, hieß es. Außerdem kam es zu sechs sturmbedingten VerkehrsunfĂ€llen - lediglich mit SachschĂ€den.

Der Kreisfeuerwehrverband Aurich teilte mit, weitere SturmeinsĂ€tze zu erwarten. Bis zum Donnerstagabend sollte es an der KĂŒste noch stĂŒrmisch bleiben.

Überblick aus der Nacht:

  • Auf dem Brocken im Harz wurden durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von 120 km/h gemessen. Die Windspitze lag hier zwischen 00.30 und 1.00 Uhr bei 152 Kilometern pro Stunde.
  • In Berlin und in Brandenburg wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 119 km/h gemessen. Die Berliner Feuerwehr rief um 2:30 Uhr den Ausnahmezustand aus, um UnterstĂŒtzung bei den EinsĂ€tzen zu bekommen.
  • Bundesweit kam es zu Dutzenden EinsĂ€tzen von Polizei und Feuerwehr. Dabei handelte es sich grĂ¶ĂŸtenteils um umgestĂŒrzte BĂ€ume und GebĂ€udeschĂ€den. Meldungen von Verletzten liegen bislang nicht vor.
  • Die Lufthansa hat 20 FlĂŒge am Donnerstagmorgen gestrichen. Bei der Deutschen Bahn kam es zu Umleitungen und daraus resultierenden VerspĂ€tungen. Hier finden Sie alle Informationen der DB.
  • Der Hamburger-Fischmarkt wurde ĂŒberschwemmt. An vielen anderen Pegeln blieben die WasserstĂ€nde allerdings unter dem Wert einer Sturmflut.
  • Heute Morgen ist die Zunahme der Sturmböen in Niedersachsen prognostiziert, dann bis 8 Uhr weiter nach Hamburg, Bremen und den SĂŒden von Schleswig-Holstein. Laut DWD seien die Prognosen hierbei nicht ganz sicher, die Wetterlage sei sehr dynamisch.

Dutzende FlĂŒge in Hamburg fallen aus

Am Flughafen Hamburg fallen am Donnerstag wegen des Sturmtiefs "Ylenia" rund ein Dutzend FlĂŒge aus. Betroffen sind Verbindungen von und nach MĂŒnchen, Frankfurt, Kopenhagen, ZĂŒrich und Istanbul, wie eine Sprecherin des Airports mitteilte. Dies seien FlĂŒge verschiedener Airlines. Die Lufthansa hatte in der Nacht bereits auf Anfrage mitgeteilt, dass sie vorsorglich 20 FlĂŒge gestrichen habe. Am grĂ¶ĂŸten deutschen Flughafen in Frankfurt sind nach Betreiberangaben Verbindungen mit Berlin, Hamburg und MĂŒnchen betroffen.

Zwei Gemeinden in Rheinland-Pfalz am Morgen ohne Strom

In den Gemeinden Vordereifel und Adenau in Rheinland-Pfalz ist in der Nacht auf Donnerstag der Strom ausgefallen. Gegen 2.30 Uhr sei es zu einer Störung gekommen, die am frĂŒhen Morgen noch andauerte, wie ein Sprecher der Polizei in Koblenz mitteilte. Die Ursache fĂŒr den Stromausfall in den beiden benachbarten Gemeinden in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Ahrweiler war demnach zunĂ€chst unbekannt.

Ein Sturm hat in Rheinland-Pfalz in der Nacht fĂŒr zahlreiche entwurzelte BĂ€ume gesorgt. Es habe zunĂ€chst keine Personen- oder große SachschĂ€den gegeben, wie die Polizei der Landesleitstelle in Mainz mitteilte.

Stromausfall: Anwohner entdeckt beschÀdigte Leitung

Im Kreis Borken ist in der Nacht auf Donnerstag der Strom ausgefallen. Noch immer seien die Haushalte im Stadtgebiet Borken ohne Strom, sagte eine Sprecherin der Polizei am Morgen. Gegen drei Uhr sei es zu der Störung gekommen. Rund zwei Stunden spĂ€ter meldete ein Anwohner eine Funken sprĂŒhende Starkstromleitung. Ob es einen Zusammenhang zwischen der beschĂ€digten Leitung und dem Stromausfall gab, sei allerdings nicht klar, so die Polizeisprecherin. Die Feuerwehr habe die Leitung gesichert. Die Polizeisprecherin ging davon aus, dass es aufgrund des Sturmtiefs zu dem Stromausfall kam. Der "WDR" sprach von rund 50.000 betroffenen Haushalten.

Baum stĂŒrzt auf Wuppertaler Schwebebahn

Wegen des Sturmtiefs "Ylenia" ist in der Nacht zu Donnerstag ein etwa 40 Meter hoher Baum umgestĂŒrzt und auf die Schienen der Wuppertaler Schwebebahn gefallen. Die Feuerwehr sei mit einem Kran- und einem Leiterwagen im Einsatz gewesen, habe den Baum noch in der Nacht zersĂ€gt und weggerĂ€umt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zuvor hatte der WDR berichtet. Laut dem Bericht sollen Statiker noch prĂŒfen, ob die Schwebebahn am Donnerstag planmĂ€ĂŸig an der Stelle fahren kann.

Sturm zerstört Corona-Teststation

Eine Corona-Teststation in Kleve am Niederrhein hat dem Sturm am Mittwochabend nicht standgehalten. Der Wind zerstörte das Zelt des Drive-in-Testzentrums in NRW, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwei Dutzend Feuerwehrleute rĂŒckten demnach aus, um die Stangen und Planen einzurĂ€umen. Der EigentĂŒmer habe sie weggeschafft. Verletzt wurde nach Feuerwehrangaben niemand.

Nordrhein-Westfalen, Kleve: Die Feuerwehr sichert ein zerstörtes Zelt. Eine Corona-Teststation am Niederrhein hat dem Sturm am Mittwochabend nicht standgehalten.
Nordrhein-Westfalen, Kleve: Die Feuerwehr sichert ein zerstörtes Zelt. Eine Corona-Teststation am Niederrhein hat dem Sturm am Mittwochabend nicht standgehalten. (Quelle: Guido Schulmann/dpa-bilder)

Sturmflut ĂŒberschwemmt erneut Hamburger Fischmarkt

Der Hamburger Fischmarkt ist am frĂŒhen Donnerstagmorgen erneut ĂŒberflutet worden. "Am Pegel St. Pauli wurde gegen 5.00 Uhr ein Wert von 1,98 Meter ĂŒber dem mittleren Hochwasser (MHW) gemessen", sagte ein Sprecher des Sturmflutwarndienstes des Bundesamts fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg. An der NordseekĂŒste spricht das BSH ab 1,5 Meter ĂŒber MHW von einer Sturmflut. Von einer schweren oder sehr schweren Sturmflut wird erst ab Werten von 2,5 beziehungsweise 3,5 Meter gesprochen.

Hamburg: Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle ist am Morgen wĂ€hrend einer Sturmflut beim Hochwasser der Elbe ĂŒberschwemmt.
Hamburg: Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle ist am Morgen wĂ€hrend einer Sturmflut beim Hochwasser der Elbe ĂŒberschwemmt worden. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa-bilder)

An der schleswig-holsteinischen NordseekĂŒste gab es in einigen Orten eine Sturmflut – in Husum etwa wurde ein Pegelstand von 1,64 Meter ĂŒber dem mittleren Hochwasser gemessen. An vielen anderen Pegeln blieben die WasserstĂ€nde allerdings unter dem Wert einer Sturmflut. So fehlten in DagebĂŒll drei Zentimeter fĂŒr eine Sturmflut (1,47 Meter ĂŒber MHW) und auch in BĂŒsum blieb der Wert mit 1,45 Meter knapp unter einer Sturmflut. In Hörnum auf Sylt wurden nur 1,35 Meter ĂŒber dem mittleren Hochwasser gemessen.

Lufthansa annulliert 20 FlĂŒge wegen Sturm

Das Sturmtief ĂŒber Deutschland beeintrĂ€chtigt am Donnerstagmorgen auch den Flugverkehr. Die Lufthansa hat bislang vorsorglich 20 FlĂŒge gestrichen, wie das Unternehmen in der Nacht auf Anfrage mitteilte. FluggĂ€sten wird empfohlen, sich auf der Website der Fluggesellschaft ĂŒber den Status ihres Fluges zu informieren. Am grĂ¶ĂŸten deutschen Flughafen in Frankfurt sind nach Betreiberangaben Verbindungen mit Berlin, Hamburg und MĂŒnchen betroffen.

Berliner Feuerwehr ruft den Ausnahmezustand aus

Die Feuerwehr in Berlin hat um 2.30 Uhr den Ausnahmezustand Wetter ausgerufen. sie bekomme nun UnterstĂŒtzung von der Freiwilligen Feuerwehr, um die vielen EinsĂ€tze zu bewĂ€ltigen. Auf Twitter forderte die Feuerwehr die Bevölkerung dazu auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben, Fenster und Balkone geschlossen zu halten.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

In Lichterfelde seien beispielsweise drei BÀume auf mehrere parkende Autos gefallen und auch ein Lichtmast sei mitgerissen worden. Meldungen von Verletzten lagen aus Berlin zunÀchst nicht vor.

NRW: Zug fĂ€hrt gegen Baum – Sturm droht Baukran umzustĂŒrzen

Die Feuerwehren im MĂŒnsterland zĂ€hlen laut einem Bericht des WDR Dutzende SturmeinsĂ€tze, darunter viele kleinere wegen umgestĂŒrzter BĂ€ume. In MĂŒnster ist demnach ein Zug gegen einen Baum gefahren. Verletzte gab es nicht. In Senden bewegte der Sturm dem Bericht zufolge das Fundament eines Baukrans etwa fĂŒnf Meter ĂŒber den Boden. Die Polizei sei dank eines Hinweises schnell vor Ort gewesen.

Bis zu 152 km/h Windgeschwindigkeit auf dem Brocken gemessen

Es ist ungemĂŒtlich: Das Sturmtief "Ylenia" zieht in der Nacht zu Donnerstag zum Teil mit Orkanböen ĂŒber Deutschland. Auf dem exponiert liegendem Brocken im Harz wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zwischen 00.30 und 1.00 Uhr durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern gemessen. Die Windspitze in dem Zeitraum lag hier bei 152 Kilometern pro Stunde.

Wanderer auf dem Brocken kÀmpfen mit starken Windböen: Die ersten AuslÀufer des Sturmtiefs haben Deutschland erreicht.
Wanderer auf dem Brocken kÀmpfen mit starken Windböen: Die ersten AuslÀufer des Sturmtiefs haben Deutschland erreicht. (Quelle: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa-bilder)

Auch in anderen Teilen Deutschlands gab es in exponierten Lagen wie Bergspitzen zum Teil Orkanböen und orkanartige Böen.

Bisherige SpitzenstÀnde der Sturmböen (Stand bis 03.40 Uhr):

  • Brocken: 152 km/h
  • Zugspitze: 126 km/h
  • AngermĂŒnde: 124 km/h (Windrekord von 1990 gebrochen)
  • Feldberg (Schwarzwald): 124 km/h
  • Wasserkuppe: 120 km/h
  • Weinbiet: 120 km/h
  • Kiel Leuchtturm: 119 km/h

Deutsche Bahn warnt vor Umleitungen – BĂ€ume auf Gleise gestĂŒrzt

Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass sowohl Regional als auch FernverkehrszĂŒge umgeleitet werden mĂŒssen und sich dadurch verspĂ€ten könnten. FahrgĂ€ste sollen sich demnach regelmĂ€ĂŸig informieren. Wer seine Fahrt wegen des Sturms verschiebt, kann die schon gebuchte Fahrkarte bis sieben Tage nach Störungsende flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren.

In NRW sorgte ein umgestĂŒrzter Baum auf der Strecke Dortmund–MĂŒnster bei Capelle fĂŒr VerspĂ€tungen.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Auch zwischen Bremen und Hamburg stĂŒrzte bei Buchholz (Nordheide) ein Baum auf die Gleise. Ein ICE musste deshalb umgeleitet werden, wie ein Bahnsprecher sagte. FernzĂŒge wĂŒrden nun an geeigneten Bahnhöfen zurĂŒckgehalten und warteten zunĂ€chst, hieß es.

DWD warnt vor orkanartigen Böen

Der Deutsche Wetterdienst hat in der Nacht weiter vor orkanartigen Böen an den KĂŒsten und im Bergland sowie auf dem Brocken und dem Fichtelberg gewarnt. Schwere Sturmböen sollte es im Westen und SĂŒden geben. Ab der Nacht zum Samstag erwartete der DWD ein neues Sturmtief mit Orkanböen im Bergland und orkanartigen Böen im Norden und in der Mitte Deutschlands. FĂŒr das Sauerland und den Harz sagte er Dauerregen voraus.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

UmstĂŒrzender Baum in Hamburg landet neben Menschengruppe

Die ersten richtig starken Böen haben laut "Bild" einen Baum im Hamburger Stadtteil EimsbĂŒttel entwurzelt. Der Stamm kippte demnach mitten auf eine Straßenkreuzung in Richtung einer Kneipe und zertrĂŒmmerte draußen stehendes Mobiliar. Herunterfallende Äste sollen zudem eine Personengruppe getroffen haben. EinsatzkrĂ€fte konnten den Baum laut Bericht zersĂ€gen.

PegelstĂ€nde an der KĂŒste zum Teil niedriger als erwartet

Die HochwasserstĂ€nde an der niedersĂ€chsischen NordseekĂŒste sind zum Teil niedriger geblieben als erwartet. Anders als fĂŒr Schleswig-Holstein und Hamburg hatte das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hier auch nicht vor einer Sturmflut gewarnt. Es wurde allerdings mit PegelstĂ€nden etwa 1 Meter höher als das mittlere Hochwasser (MHW) gerechnet. Auf Borkum lagen die WasserstĂ€nde nach Angaben eines BSH-Sprechers mit etwa 84 Zentimeter ĂŒber dem mittleren Hochwasser darunter. Auf Norderney stieg das Wasser demnach auf 1,01 Meter ĂŒber MWH. In Emden wurden Werte von 1,15 Metern erreicht und in Wilhelmshaven von 1,09.

An der NordseekĂŒste spricht das BSH ab 1,5 Meter ĂŒber MHW von einer Sturmflut. Von einer schweren oder sehr schweren Sturmflut wird erst ab Werten von 2,5 beziehungsweise 3,5 Meter gesprochen. In Schleswig-Holstein hingegen gab es eine Sturmflut. In Husum, am Eidersperrwerk und in BĂŒsum beispielsweise lagen die Hochwasserwerte am frĂŒhen Donnerstagmorgen ĂŒber 1,5 Meter ĂŒber dem mittleren Hochwasser. Genaue Zahlen lagen zunĂ€chst nicht vor.

Im Hamburger Elbegebiet sollte das Hochwasser Werte erreichen, die 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen. Die Sturmflutgefahr besteht hier bis etwa 5.00 Uhr am Donnerstagmorgen. Dann wird der höchste Wasserstand in Hamburg erwartet. Dann dĂŒrfte der Fischmarkt in Altona wieder zum Teil ĂŒberspĂŒlt werden – wie schon ein paar Mal zuvor in diesem Jahr.

Abgebrochener Ast trifft Hamburger U-Bahn

Ein durch den Sturm abgebrochener Ast ist in Hamburg auf einem U-Bahn-Waggon gelandet. Die Bahn sei am Mittwochabend an der oberirdischen Haltestelle "Lattenkamp" von einem „dickeren Ast“ getroffen worden, sagte ein Sprecher der Polizei gegenĂŒber der Nachrichtenagentur dpa. Es habe keine Verletzten gegeben. Der Ast sei entfernt worden, sodass die Linie U1 wieder fahren könne.

Vorboten des Sturmtiefs erreichen Deutschland

Erste AuslĂ€ufer des von Westen kommenden Unwetters haben am Mittwoch mancherorts bereits fĂŒr heftigen Wind und Regen gesorgt. Behörden mahnten zur Vorsicht wegen umstĂŒrzender BĂ€ume, Feuerwehren und andere Helfer prĂŒften ihre EinsatzgerĂ€te.

"Es fĂ€ngt im Nordwesten an und zieht dann Richtung SĂŒdosten bis etwa zur Mitte Deutschlands", erklĂ€rte DWD-Meteorologe Adrian Lyser. Es seien Böen mit einem Tempo bis zu 120 Stundenkilometer möglich. In einigen Regionen, etwa im Harz, gingen die Vorhersagen sogar darĂŒber hinaus. Dort machten die Böen FußgĂ€ngern schon am Mittwoch Probleme.

Sturmflut an NordseekĂŒste erwartet

Das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat fĂŒr die NordseekĂŒste vor der Gefahr einer Sturmflut in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gewarnt. An der nordfriesischen KĂŒste und im Weser- und Elbegebiet wird das Hochwasser 1 bis 1,5 Meter höher sein als normal, wie das BSH am Mittwochmorgen mitteilte.

Im Hamburger Elbegebiet erreiche es Werte, die 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser lÀgen. Die Sturmflutgefahr besteht bis etwa 5.00 Uhr am Donnerstagmorgen.

ThĂŒringen warnt vor Überschwemmungen

Wegen des Sturmtiefs wurde in ThĂŒringen vor Überschwemmungen gewarnt, so etwa in Teilen von Sonneberg. "Bringen Sie persönliche WertgegenstĂ€nde in höher liegende GebĂ€udeteile. Schalten Sie Strom und Heizungen in gefĂ€hrdeten RĂ€umen ab. Eine Stromschlaggefahr besteht bereits bei Kondenswasser", hieß es am Abend in einer Mitteilung der Landespolizeidirektion ThĂŒringen. Menschen in Teilen der Stadt Schleusingen hatten sich bereits auf mögliches Hochwasser des Werra-Zuflusses Schleuse vorbereitet. Zahlreiche Freiwillige halfen dabei, rund 2.000 SandsĂ€cke zu fĂŒllen, wie der Sprecher des Landratsamtes Hildburghausen, Tim Pechauf, sagte.

Kreis Ahrweiler warnt Flutopfer vor Sturmtief "Xandra"

Die Flutkatastrophe im Sommer traf viele Menschen im Kreis Ahrweiler unvorbereitet – auch, weil die Behörden nicht rechtzeitig vor dem Unwetter gewarnt hatten. Diesen Fehler wollen die Verantwortlichen jetzt offenbar vermeiden: Auf Facebook und der Homepage des Landkreises warnt die Verwaltung explizit vor dem herannahenden Sturmtief "Xandra".

"Aufgrund zahlreicher Meldungen und Fehlinformationen: Der Deutsche Wetterdienst hat nicht die Warnung vor einer Extremwetterlage mit Sturm aufgehoben", heißt es in der amtlichen Warnung. Alle Kommunen im Kreis seien aufgefordert worden, Versorgungspunkte und andere Einrichtungen fĂŒr Flutbetroffene und Helfer zu sichern. Betreiber von Zeltanlagen sollten ihre Einrichtungen der Wetterlage anpassen oder den Betrieb einstellen.

Eine erste Zeltanlage ist dem Wind unterdessen schon zum Opfer gefallen, wie t-online-Reporter Lars Wienand unter Berufung auf einen Blogger vor Ort berichtet:

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Den "Fluthelden" setzt Wienand in seinem Tweet nicht ohne Grund in AnfĂŒhrungszeichen. Sowohl Hartmann als auch der als Fluthelfer bekannt gewordene Landwirt Markus WipperfĂŒrth sind in der Region inzwischen umstritten. Lesen Sie die ganze Geschichte hier.

Auch Saarland stellt Schulbesuch frei

Auch das Bildungsministerium im Saarland stellt den Schulbesuch wegen der aktuellen Wetterwarnung in den nĂ€chsten beiden Tagen frei. "Bei extremen WitterungsverhĂ€ltnissen entscheiden grundsĂ€tzlich die Erziehungsberechtigten am Morgen, ob der Schulweg fĂŒr ihre Kinder zumutbar ist", teilte das Ministerium am Mittwoch in SaarbrĂŒcken mit. VolljĂ€hrige SchĂŒler entschieden selbst. Wer dem Unterricht fernbleibe, mĂŒsse die Schule benachrichtigen, hieß es.

Die Schulen könnten auch "eigenstĂ€ndig entscheiden, ob es zur Gefahrenabwehr nötig ist, den Unterricht witterungsbedingt nicht stattfinden zu lassen". In diesen FĂ€llen mĂŒsse aber möglichst eine Notbetreuung angeboten werden. Vom 21. Februar bis 1. MĂ€rz sind im Saarland Winterferien.

Haseloff: "Vermeiden Sie unnötige Wege"

Der MinisterprĂ€sident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), rief fĂŒr die kommenden Tage zu besonderer Vorsicht auf. "Bitte vermeiden Sie unnötige Wege und bleiben Sie, wenn möglich, zu Hause", hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Die Gefahrenlage gelte insbesondere fĂŒr den Harz. "Achten Sie auch auf Ihre Mitmenschen und informieren Sie sich ĂŒber die aktuelle Lage."

Bahn: Kulanzregeln fĂŒr Sturmtief

Die Deutsche Bahn warnt davor, dass es aufgrund des Unwetters zu VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen kommen kann. FĂŒr den Zeitraum gelten Kulanzregeln: FahrgĂ€ste, die ihre am 17. oder 18. Februar geplante Reise verschieben wollen, können ihr Ticket bis zu sieben Tage nach Störungsende nutzen oder kostenfrei stornieren, heißt es bei der Bahn.

NRW: Schule fÀllt am Donnerstag aus

Große Überraschung infolge einer Unwetterwarnung fĂŒr Donnerstag: Der Unterricht an allen Schulen in NRW fĂ€llt einen Tag lang aus. Auch Kita-Kinder sollen möglichst zu Hause bleiben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sturmflutgefahr an der Nordsee

StĂŒrmisches Wetter an der deutschen NordseekĂŒste: An der deutschen NordseekĂŒste besteht in der Nacht zu Donnerstag die Gefahr einer Sturmflut.
StĂŒrmisches Wetter an der deutschen NordseekĂŒste: An der deutschen NordseekĂŒste besteht in der Nacht zu Donnerstag die Gefahr einer Sturmflut. (Quelle: Janis Meyer/Priller&Maug/imago-images-bilder)

An der deutschen NordseekĂŒste besteht die Gefahr einer Sturmflut. Laut Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) wird das Hochwasser an der ostfriesischen KĂŒste 0,75 Meter bis 1 Meter höher als das mittlere Hochwasser ausfallen. An der nordfriesischen KĂŒste und im Weser- und Elbegebiet wird das Hochwasser 1 bis 1,5 Meter höher sein als normal. Im Hamburger Elbegebiet erreicht das Hochwasser Werte, die 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen. Die Sturmflutgefahr besteht bis etwa 5 Uhr am Donnerstagmorgen. Erste FĂ€hrverbindungen, wie die Föhr-Amrum-Linie, wurden fĂŒr den Donnerstag abgesagt.

Schwerer Sturm in Berlin erwartet – Zoo und Tierpark bleiben zu

In der Hauptstadt wird es stĂŒrmisch: Experten des Deutschen Wetterdienstes erwarten Orkanböen und Gewitter in Berlin und Brandenburg. Zoo und Tierpark bringen deshalb ihre tierischen Bewohner in Sicherheit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kachelmann warnt vor ZugausfÀllen

Der Meteorologe und Moderator Jörg Kachelmann empfiehlt auf Twitter, sich auf den Ausfall von Zugverbindungen einzustellen: "Bitte planen Sie Ihr Leben so, dass es ok ist, wenn am Samstag zumindest in den BundeslĂ€ndern (
) der Bahnverkehr eingestellt ist." Die gefĂ€hrdeten BundeslĂ€nder reichen dabei von Schleswig-Holstein bis Sachsen.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Warnung vor Extremwetter fĂŒr die Nacht und Donnerstag

FĂŒr die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag und den folgenden Tag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit einem schweren Sturmtief mit orkanartigen Böen. Betroffen sind voraussichtlich der Norden und die Mitte Deutschlands.

In GewitternĂ€he kann es neben starkem Regen zu Orkanböen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde kommen. Die Unwetter können bis in den Donnerstagnachmittag anhalten. Dann lĂ€sst der Wind langsam nach, die Verschnaufpause ist jedoch nur kurz. Bereits fĂŒr Freitagmittag wird das nĂ€chste Orkantief erwartet. Laut DWD wird hiervon wahrscheinlich wieder vor allem die nördliche HĂ€lfte betroffen sein.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
AmsterdamBERBad ZwischenahnBorkenBremerhavenBĂŒsumCDUCuxhavenDagebĂŒllDeutsche BahnDeutsche LufthansaDeutsche Presse-AgenturDeutschlandElbeEmdenFeuerwehrFuldaGreifswaldGronauGroß-GerauGroßbritannienHildesheimICEIrlandKasselLahn-Dill-KreisLehrteLondonNorderneyNordseeOberhavelOffenbachOldenburgOrkantiefOsnabrĂŒckOstfrieslandOsthessenPolizeiPotsdamSchwarzwaldSteinfurtTodesfallTreburTwitterUckermarkUnfallUnwetterVWWangeroogeWetzlarWilhelmshavenWittmundWĂŒrzburgZwickauÜberschwemmung
Justiz & KriminalitÀt




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website