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Glyphosat: US-Richter lässt Klagen gegen Bayer-Tochter Monsanto zu

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Pflanzengift Glyphosat  

US-Richter lässt Klagen gegen Bayer-Tochter Monsanto zu

11.07.2018, 02:24 Uhr | dpa, aj

Glyphosat: US-Richter lässt Klagen gegen Bayer-Tochter Monsanto zu. Ein Landwirt bringt das Pflanzenschutzmittel Glyphosat auf einem Feld aus: Löst das Pflanzengift Krebs aus? (Quelle: dpa)

Ein Landwirt bringt das Pflanzenschutzmittel Glyphosat auf einem Feld aus: Löst das Pflanzengift Krebs aus? (Quelle: dpa)

Bayer-Tochter Monsanto wird in den USA der Prozess gemacht: Hunderte Landwirte, Verbraucher und Gärtner klagen den Konzern wegen des Unkrautvernichters Roundup an. Das umstrittene Pflanzengift Glyphosat sei der Auslöser von Krebserkrankungen.

Die Bayer-Tochter Monsanto muss sich zahlreichen US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken ihres Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat stellen. Der US-Richter Vince Chhabria, bei dem viele Sammelklagen gebündelt sind, machte am Dienstag (Ortszeit) den Weg für einen möglichen Prozess gegen den Saatgutriesen in San Francisco frei.

In ihrer Gesamtheit betrachtet sei die Beweislage zwar vermutlich zu zweideutig, um den klaren Schluss zuzulassen, dass Glyphosat, wie von den Klägeranwälten behauptet, Lymphdrüsenkrebs verursache, heißt es in der Begründung des Richters. Doch seien genug Einschätzungen von Experten vorgetragen worden, die die Argumentation der Kläger insoweit stützten, dass ein Gerichtsprozess angemessen sei.

Hunderte Klagen von Landwirten, Gärtnern, Verbrauchern

Für Bayer und Monsanto nehmen die Rechtsrisiken damit deutlich zu. Alleine bei Chhabrias Gericht im nördlichen Bezirk San Franciscos geht es um mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern. Zudem gibt es noch etliche Verfahren in den USA, die nicht als Sammelklagen gestaltet sind. 

Monsanto im US-Bundesstaat Missouri: Das Unternehmen gehört zum Dax-Riesen Bayer. (Quelle: Daniel Dreifuss/dpa)Monsanto im US-Bundesstaat Missouri: Das Unternehmen gehört zum Dax-Riesen Bayer. (Quelle: Daniel Dreifuss/dpa)



Erster Prozess hat erst kürzlich begonnen

Der erste Prozess gegen Monsanto hatte erst kürzlich begonnen, ebenfalls in San Francisco. Die dabei verhandelte Klage des 46-jährigen Dewayne Johnson, bei dem 2014 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wurde, wurde anderen Fällen vorgezogen, weil der Mann bereits im Sterben liegt. 

Johnson macht Monsantos Roundup für sein tödliches Leiden verantwortlich und wirft dem neuerdings zum Dax-Riesen Bayer gehörenden US-Unternehmen vor, die Gefahren des weltweit stark verbreiteten Unkrautvernichters verschwiegen zu haben. Monsanto weist die Vorwürfe energisch zurück.

In Deutschland will Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner den Gebrauch von Glyphosat einschränken.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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