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George Floyd flehte vor seinem Tod mehr als 20 Mal

Von dpa, afp, aj

Aktualisiert am 09.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein Graffiti zum Gedenken an George Floyd in Mannheim: Die gesamte Welt zeigte sich von dem brutalen Tod des Afroamerikaners in den USA ersch├╝ttert.
Ein Graffiti zum Gedenken an George Floyd in Mannheim: Die gesamte Welt zeigte sich von dem brutalen Tod des Afroamerikaners in den USA ersch├╝ttert. (Quelle: Symbolbild/dpa-bilder)
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Im Fall von George Floyd, der bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minnesota starb, kommen erschreckende neue Beweise ans Licht. Floyd bettelte schon vor der Auseinandersetzung mit den Beamten um sein Leben.

Nach neu ver├Âffentlichten Abschriften sagte der Afroamerikaner George Floyd vor seinem Tod bei einem Polizeieinsatz Ende Mai mehr als 20 Mal "I can't breathe" ÔÇô ich kann nicht atmen. Die Transkripte stammen von den K├Ârperkameras der nun angeklagten Polizisten und wurden am Mittwoch von einem Gericht im US-Bundesstaat Minnesota ver├Âffentlicht. In ihnen zeigt sich unter anderem, wie Floyd die Beamten immer wieder anbettelte, von ihm abzulassen. "Ich kann nicht atmen, ich kann nicht atmen. Ah! Ich werde wohl auf diese Weise sterben", hei├čt es in den Gerichtsunterlagen unter anderem.


So verliefen die US-Proteste gegen Polizeigewalt

Die Wut ├╝ber die Polizeigewalt in den USA ist gro├č. Der Tod von George Floyd in Minneapolis wirft erneut ein Schlaglicht auf den Rassismus gegen├╝ber der schwarzen Bev├Âlkerung. Millionen Menschen ziehen auf die Stra├čen. Doch die Situation in zahlreichen St├Ądten eskaliert.
In Los Angeles werden Demonstranten von der Polizei hart angegangen. Die Beamten feuern unter anderem Pfeffergeschosse auf die Menschen ab.
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Der unbewaffnete Floyd war am 25. Mai in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota bei einer brutalen Festnahme ums Leben gekommen. Sein Tod f├╝hrte im ganzen Land zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus. Die Polizeibeamten hatten Floyd wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen. Sie dr├╝ckten ihn auf der Stra├če zu Boden. Ein wei├čer Beamter dr├╝ckte sein Knie rund acht Minuten lang in Floyds Hals. Floyd verlor das Bewusstsein und starb an Ort und Stelle, wie die Autopsie ergab.

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Floyd: "Ich habe Angst, Mann".

Die Mitschriften zeigen weiter, dass Floyd offenbar von Anfang an ver├Ąngstigt war, er flehte einen der Polizisten offenbar schon vor der k├Ârperlichen Auseinandersetzung an, ihn bitte nicht zu erschie├čen. "Sie handeln etwas unberechenbar", sagt ein Beamter zu ihm an einem Punkt. Floyd entgegnete: "Ich habe Angst, Mann". Im weiteren Verlauf wird immer wieder deutlich, dass Floyd und die Polizisten Probleme haben, miteinander zu kommunizieren. Immer wieder sagt der Festgenommene auch, dass er unter Platzangst leide und deshalb Schwierigkeiten habe, in das Polizeiauto einzusteigen. Anschlie├čend kam es zu der Auseinandersetzung, in deren Folge Floyd starb.

Das Hauptverfahren gegen vier Polizisten, denen die T├Âtung Floyds zur Last gelegt wird, soll nach US-Medienberichten am 8. M├Ąrz n├Ąchsten Jahres beginnen.

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  • Josephin Hartwig
Von Josephin Hartwig, Brandenburg an der Havel
George FloydMannheimUSA
Justiz & Kriminalit├Ąt




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