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Heftiges Unwetter in Deutschland: Ein Landkreis ruft Katastrophenfall aus

Unwetter zieht über Deutschland  

Landkreis ruft Katastrophenfall aus – Sturzflut reißt Person mit sich

14.07.2021, 07:58 Uhr | dpa, aj

Schwere Unwetter fegen über Deutschland

Starkregen hat in der Nacht zum Mittwoch in Teilen Deutschlands zu Unfällen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Ein Landkreis in Bayern rief den Katastrophenfall aus. (Quelle: dpa)

Überschwemmungen nach Unwettern: Erneut heftige Regenfälle haben in mehreren Regionen Deutschlands Chaos verursacht. (Quelle: dpa)


In Teilen Deutschlands sind Straßen und Keller überflutet worden. Ein Landkreis in Oberfranken rief den Katastrophenfall aus. In NRW war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Eine Person in Sachsen gilt als vermisst. 

Aufgrund des Starkregens hat das Landratsamt Hof in Bayern am späten Dienstagabend den Katastrophenfall ausgerufen. Feuerwehr und Polizei rückten zu über 200 Einsätzen im gesamten Landkreis aus, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes hieß. Besonders stark vom Unwetter getroffen wurde die Stadt Selbitz. Dort mussten die Einsatzkräfte über 120 Mal anrücken. Weiter wurde mitgeteilt, dass die Grundschule in Selbitz am Mittwoch geschlossen bleibe. Auch eine Kindertagesstätte in Köditz bleibe geschlossen, die Schule nach derzeitigem Stand jedoch geöffnet.

Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gab es im gesamten Landkreis Straßensperrungen aufgrund von Überschwemmungen sowie einen Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Demnach rutschte ein Auto auf regennasser Fahrbahn gegen eine Leitplanke. Zudem kam es zu vollgelaufenen Kellern, umgestürzten Bäumen und vereinzelt auch zu Stromausfällen.

Binnen zwölf Stunden fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes dort bis zu 80 Liter Wasser vom Himmel, zudem gab es Gewitter. Von Verletzten war zunächst aber nichts bekannt.

Aufnahmen des Hochwassers in NRW und Bayern sehen Sie im Video oben oder hier.

Sturzflut reißt Person in Sachsen mit sich

Auch andernorts gab es heftige Unwetter: Im sächsischen Jöhstadt (Erzgebirgskreis) riss eine Sturzflut am Dienstag eine Person mit sich. Die Feuerwehr, die noch am späten Abend im Ortsteil Steinbach im Einsatz war, suchte zunächst ohne Erfolg nach der Person, wie die Polizei mitteilte.

Weitere Einzelheiten zu dem Unglück konnte die Polizei am späten Dienstagabend nicht mitteilen. Die Hauptstraße in Steinbach sei infolge des starken Regens etwa eine Stunde unpassierbar gewesen, hieß es.

In der Nacht erreichte die Unwetterfront auch Berlin. Laut dem Deutschen Wetterdienst zog sie von Süden über die Hauptstadt. Auch aus Teilen von NRW gab es Berichte von nächtlichen Überflutungen.

Vollgelaufene Keller: 180 Feuerwehreinsätze in Düsseldorf

Aufgrund des Starkregens ist die Feuerwehr in Düsseldorf zu rund 180 Einsätzen ausgerückt. In der Nacht zum Mittwoch seien Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden, teilte die Feuerwehr mit. In Köln ist der Rhein auf die Uferpromenade im Stadtteil Deutz geschwappt. Der Pegelstand lag am Mittwochmorgen bei 5,48 Metern. Die Behörden rechnen damit, dass die Wasserstände weiter steigen.

Auch in Hagen führten die Regenfälle zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gingen über Nacht Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein. Mehr dazu lesen Sie hier.

"Die Leute sind verzweifelt", sagte der Sprecher in Hinblick auf die Vielzahl an vollgelaufenen Kellern in der Stadt. Außerdem seien aufgrund der überspülten Straßen stellenweise Fahrzeuge ins Rutschen gekommen. Verletzte Personen waren nicht bekannt.

Von Hängen wurden zudem Schlammmassen auf Straßen gespült, viele Ortsteile waren daher nicht befahrbar. Wegen Gerölls auf den Straßen können einige Ortsteile selbst von Einsatzfahrzeugen der Polizei und Feuerwehr nicht befahren werden, wie der Sprecher weiter mitteilte.

Kachelmannwetter.de warnte auf Twitter bis Donnerstag früh in einem Bereich vom Ruhrgebiet bis in den Großraum Aachen vor möglicherweise "katastrophalen 24std-Regenmengen".

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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