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Oktoberfest: Todesfall auf der Wiesn – Haftbefehl gegen 42-Jährigen

Streit vor Bierzelt  

Todesfall auf der Wiesn – Haftbefehl gegen 42-Jährigen

30.09.2018, 17:13 Uhr | dpa

Oktoberfest: Polizei sucht Zeugin nach tödlichem Streit (Thomas Einberger/imago)
Polizei sucht Zeugin nach tödlichem Streit

Oktoberfest: Die Polizei sucht im Falle des tödlichen Streits nach einer Zeugin. (Quelle: Reuters)

Oktoberfest: Die Polizei sucht im Falle des tödlichen Streits nach einer Zeugin. (Quelle: Reuters)


Auf dem Münchner Oktoberfest ist ein 58-Jähriger niedergeschlagen worden und an seinen Verletzungen gestorben. Nachdem sich der Angreifer gestellt hat, ist nun Haftbefehl erlassen worden. 

Nach dem tödlichen Streit auf dem Münchner Oktoberfest ist Haftbefehl gegen einen 42-Jährigen erlassen worden. Es werde wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, teilte die Polizei mit.

Der Beschuldigte war am Samstag in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei erschienen. Er hatte eingeräumt, an der Auseinandersetzung in der Nacht zum Samstag beteiligt gewesen zu sein. Die Polizei hatte zuvor über das Internet nach einer Frau gesucht, die den Vorfall beobachtet und sich daraufhin beim Sicherheitsdienst gemeldet hatte.

Todesursache: Hirnblutung

Die zwei Männer waren am Freitagabend Im Außenbereich des Augustiner-Festzeltes aneinandergeraten. Der eine schlug den anderen nieder und verletzte ihn so schwer, dass dieser kurz darauf starb. Todesursache war der Obduktion zufolge eine Hirnblutung. Der Täter flüchtete.

Bei dem Opfer handele es sich um einen 58-jährigen Deutschen aus dem Münchner Umland, sagte eine Polizeisprecherin. Waffen waren bei der Auseinandersetzung den Erkenntnissen nach nicht im Spiel. Die Hintergründe sind weiter unklar.

Nicht der erste Todesfall auf der Wiesn

Der tödliche Streit am Freitagabend ist nicht der erste Todesfall auf dem Volksfest. 1991 war ein 20 Jahre alter Mann bei einer Messerstecherei getötet worden. 1989 brach ein 45 Jahre alter Arzt nach einer Fahrt im Fünffach-Looping tot zusammen. Die Polizei ging von Herzversagen aus.

1995 gerieten ein Standlbesitzer und ein Oktoberfestbesucher in Streit. Der Verkäufer schubste seinen Kontrahenten, der daraufhin stürzte und mit dem Kopf auf das Pflaster fiel. Der Mann starb wenig später in einer Klinik.

Eine 62-jährige Frau erlitt 1998 auf dem Festgelände einen Herzanfall. Trotz sofortiger Wiederbelebung starb die Münchnerin wenig später. Bereits Tage zuvor war ein 24-Jähriger nach Verlassen eines Fahrgeschäfts an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben. 2014 sorgte der Tod eines 26-jährigen Australiers für Bestürzung. Er wurde von einem Taxi erfasst, mehrere Meter mitgeschleift und starb kurz darauf im Krankenhaus.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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