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Fall "Maddie" bei "Aktenzeichen XY": Anwalt des Verdächtigen kritisiert Ermittler


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Anwalt des verdächtigten Deutschen kritisiert Ermittler

Von dpa, nhr

Aktualisiert am 02.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Madeleine McCann: Nachdem der Fall des verschwundenen Mädchens in "Aktenzeichen XY... ungelöst" aufgegriffen wurde, gingen bei den Ermittlern Hunderte neue Hinweise ein.
Madeleine McCann: Nachdem der Fall des verschwundenen Mädchens in "Aktenzeichen XY... ungelöst" aufgegriffen wurde, gingen bei den Ermittlern Hunderte neue Hinweise ein. (Quelle: Screenshot: ZDF)
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Ein Deutscher steht im Verdacht, 2007 die dreijährige Maddie McCann entführt und ermordet zu haben. Mit Hilfe des ZDF suchte die Polizei nach Spuren des Täters. Der Anwalt des Verdächtigen ist sauer.

Der Anwalt des Verdächtigen im Fall Maddie hat die ermittelnde Staatsanwaltschaft Braunschweig scharf kritisiert. "Die Staatsanwaltschaft hat sich offensichtlich auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen, ihre Beweisnot zu beheben", sagte Rechtsanwalt Friedrich Fülscher am Mittwochabend RTL/n-tv, nachdem in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" der Fall erneut thematisiert worden war. Auf den beweisgestützten Verdacht der Staatsanwaltschaft sei er sehr gespannt. "Ich halte diese Aussage der Staatsanwaltschaft Braunschweig für unheimlich gewagt."

Nach dem erneuten Zeugenaufruf zum Fall des vor 13 Jahren verschwundenen Mädchens Maddie McCann sind seit Anfang Juni mehr als 800 Hinweise beim Bundeskriminalamt (BKA) eingegangen. Einige Hinweise seien jetzt schon als weiterführend für die Ermittlungen zu bezeichnen, sagte BKA-Ermittler Christian Hoppe am Mittwoch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst".

43-jähriger Deutscher steht unter Verdacht

Ein 43 Jahre alter Deutscher, der wegen anderer Delikte inhaftiert ist, steht im Verdacht, die dreijährige Britin am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz entführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen den Mann wegen Mordverdachts. Auf seine Spur kamen die Ermittler nach eigenen Angaben bereits durch einen Hinweis nach einer ZDF-Sendung zum Fall Maddie im Oktober 2013.

Am 3. Mai 2007 soll der Verdächtige zu "tatrelevanter" Zeit in Praia da Luz mit dem Handy telefoniert haben. Die Fahnder sind daher immer noch auf der Suche nach dem Nutzer einer portugiesischen Handynummer, die am Mittwoch in der ZDF-Sendung eingeblendet wurde.

BKA-Ermittler Hoppe appellierte an alle Zuschauer, die bis Juni 2007 Kontakt zu portugiesischen Telefonnummern hatten, in ihren alten Handys, Telefonbüchern oder Rechnungen nach der Nummer zu suchen. Auf Nachfrage wollte er sich nicht dazu äußern, ob die vorliegenden Indizien gegen den 43-Jährigen bereits für eine Anklage ausreichen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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