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Waffengewalt in den USA: Biden kündigt strengere Regeln an – Schießerei in Fabrik in Texas

Waffengewalt in den USA  

Biden kündigt strengere Regeln an – Schießerei in Fabrik in Texas

09.04.2021, 01:39 Uhr | AFP, dpa, aj

Waffengewalt in den USA: Biden kündigt strengere Regeln an – Schießerei in Fabrik in Texas. Joe Biden: Der neue US-Präsident macht erste Schritte im Kampf gegen die Waffengewalt in den USA. (Quelle: AP/dpa/Andrew Harnik)

Joe Biden: Der neue US-Präsident macht erste Schritte im Kampf gegen die Waffengewalt in den USA. (Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa)

Angesichts der ausufernden Schusswaffengewalt will US-Präsident Biden die Waffenregularien strenger machen. Unterdessen kommt es zu einem neuen tödlichen Vorfall in Texas.

Kurz nach der Präsentation von Maßnahmen gegen die Schusswaffengewalt durch US-Präsident Joe Biden hat es in den Vereinigten Staaten einen erneuten schweren Vorfall mit mehreren durch Schüsse verletzten Menschen gegeben.

In einer Möbelfabrik im Bundesstaat Texas wurden am Donnerstag mindestens sechs Menschen von Kugeln getroffen, wie der lokale Fernsehsender KBTX berichtete. Mehrere Opfer seien den Berichten zufolge lebensgefährlich verletzt worden. Die Behörden in Texas teilten zudem auf Twitter mit, ein Polizist sei getötet worden, während er den mutmaßlichen Täter verfolgte. 

Dieser befand sich nach Angaben der Polizei nach dem Vorfall weiterhin auf der Flucht. Die Hintergründe der Tat in der osttexanischen Stadt Bryan waren zunächst unklar. Der texanische Senator Ted Cruz schrieb auf Twitter, er beobachte die Lage genau und "bete für alle, die von dieser Tragödie betroffen sind".

US-Präsident kündigte schärfere Waffengesetze an

Seit Ende März hatte es eine Reihe besonders schwerer Schusswaffenvorfälle mit jeweils mehreren Toten in den USA gegeben. Biden verurteilte die Schusswaffengewalt am Mittwoch als "Seuche" und "Schandfleck" für das Land. Der Präsident stellte mehrere Verordnungen zur Eindämmung der Schusswaffengewalt vor. So sollen striktere Regeln für sogenannte Geisterwaffen erlassen werden, die von den Nutzern selber zusammengebaut werden können und keine Seriennummern haben. Neue Vorgaben sollen auch für aufgerüstete Pistolen gelten.

Biden rief zugleich den Kongress auf, per Gesetz weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Der Präsident verlangt unter anderem ein Verkaufsverbot für Sturmgewehre sowie umfassendere Hintergrundchecks für Waffenkäufer. Ob sich dafür im Kongress eine Mehrheit findet, ist allerdings höchst ungewiss.

Tennessee erlaubt Tragen von Pistolen ohne Genehmigung

Unterdessen hat ein Staat seine Gesetze gelockert: Im südlichen Tennessee brauchen die meisten Erwachsenen ab Juli für das verdeckte oder offene Tragen von Pistolen keinen besonderen Waffenschein mehr. Es dürfe für gesetzestreue Bürger nicht schwierig sein, von ihrem von der Verfassung geschützten Recht zum Tragen einer Waffen Gebrauch zu machen, erklärte der republikanische Gouverneur Bill Lee.

Das von ihm am Donnerstag (Ortszeit) unterzeichnete Gesetz erlaubt es den meisten Bürgern, die mindestens 21 Jahre alt sind und ihre Handfeuerwaffen rechtmäßig besitzen, diese ohne weitere Genehmigung in der Öffentlichkeit zu tragen. Der örtlichen Zeitung "Tennessean" zufolge lehnten führende Vertreter der Sicherheitskräfte die Lockerung des Waffenrechts ab. Die Gesetzesänderung gilt aber nicht für größere Waffen wie Gewehre. Die Neuregelung verschärft zudem unter anderem auch die maximale Haftstrafe für den Diebstahl bestimmter Waffen von 30 Tagen auf 180 Tage.

In den USA erlauben einige der 50 Bundesstaaten das offene oder verdeckte Tragen von Waffen ohne dafür eine besondere Genehmigung oder Ausbildung zu erfordern. Im Vergleich zu Europa ist das Waffenrecht in den USA allgemein sehr lax.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen / Twitter
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp

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