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Autopsie bestätigt: Gefundene Leiche ist Gabby Petito – Tötungsdelikt vermutet

Ermittler gehen von Tötungsdelikt aus  

Autopsie bestätigt: Gefundene Leiche ist Gabby Petito

22.09.2021, 14:47 Uhr | dpa, aj

Paar fährt in den Urlaub – nur der Mann kehrt zurück

Die Polizei im US-Bundesstaat Utah hat ein Video einer vermissten Frau aus Florida veröffentlicht. Darin beschreibt Gabby Petito unter Tränen den Streit mit ihrem Freund auf dem gemeinsamen Roadtrip. (Quelle: t-online)

Brisante Aufnahmen zeigen sie kurz vor ihrem Verschwinden: Ein Paar fährt in den Urlaub – doch nur der Mann kehrt zurück. (Quelle: t-online)


Im Fall der vermissten Gabby Petito gibt es nun traurige Gewissheit: Bei einer gefundenen Leiche handelt es sich um die 22-Jährige. Die genaue Todesursache wurde noch nicht bekannt gegeben. 

Im mysteriösen Fall um Gabby Petito gehen die US-Ermittler nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung von einem Tötungsdelikt aus. Die Todesursache sei aber noch nicht eindeutig geklärt, "da die endgültigen Autopsieergebnisse noch ausstehen", teilte das FBI am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Zweifelsfrei bestätigt sei hingegen, dass es sich bei der am Sonntag im Bundesstaat Wyoming gefundenen Leiche um die 22-jährige Petito handele. 

Derweil läuft die Suche nach Petitos Verlobtem Brian Laundrie unter Hochdruck weiter. Die Polizei hat ihn als "Person von Interesse" eingestuft – er gilt damit offiziell nicht als Verdächtiger. Der 23-Jährige war Anfang September allein vom Roadtrip des Paares durch die USA zurückgekehrt und ist seit vergangener Woche nicht auffindbar. Die Ermittler hatten nach Petito am Wochenende im Bereich des Grand-Teton-Nationalparks in Wyoming gesucht. Schließlich fanden sie dort die menschlichen Überreste der jungen Frau.

Der Fall schlägt in den USA hohe Wellen und findet auch international Beachtung – nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken teilte. Während Petito in sozialen Medien Bilder glücklicher Momente vor der malerischen Kulisse amerikanischer Nationalparks zeigte, gibt es nun verstärkte Aufmerksamkeit für einen Zwischenfall, bei dem die Polizei das Paar wegen des Verdachts körperlicher Gewalt stoppte.

Aufnahmen zeigen Petito kurz vor ihrem Verschwinden

Davon gibt es Aufnahmen von der am Körper getragenen Kamera des Polizisten (Die Aufnahmen sehen Sie oben oder hier)Die weinende Petito sagte im Video, dass sie unter einer Zwangsstörung leide und es zu einer Auseinandersetzung gekommen sei. Dabei habe sie ihren Freund geohrfeigt.

In dem Anruf, der den Einsatz auslöste, sagte jedoch der Augenzeuge, er habe gesehen, wie der Mann Petito geschlagen habe, wie am Montag bekannt wurde. Unter anderem der Sender Fox News spielte die Aufzeichnung des Telefonats vor.

Haus der Eltern ihres Freundes durchsucht

Petitos Freund hatte vor seinem Verschwinden nicht mit den Ermittlern gesprochen und nur über seinen Anwalt kommuniziert. Dieser hatte für Dienstag eigentlich eine Pressekonferenz angekündigt – diese aber dann wieder abgesagt. Die Fahnder hatten auch das Haus seiner Eltern durchsucht. Dort haben er und Petito vor ihrer Reise durch die USA gelebt. Auf Bildern war zu sehen, wie Ermittler große Kisten aus dem Haus trugen.

Gabbys Vater, Joe Petito, machte den Eltern des Freundes im US-Fernsehen Vorwürfe. Er fragte, wie es sein könne, dass Laundrie ohne seine Freundin zurückgekehrt sei und die Eltern daraufhin nicht eher gehandelt hätten. Schließlich habe Gabby dort ebenfalls gewohnt. Aus seiner Sicht seien sie aktuell mitschuldig. "So erzieht man kein Kind", sagte er. Er verstehe, dass man seinen Sohn beschützen wolle, aber für ihn seien die Eltern "Feiglinge".

Im Netz versuchen unterdessen zahlreiche Hobbydetektive den Fall zu lösen. Sie untersuchen Fotos und Videos, die Gabby in sozialen Netzwerken teilte. Viele hegen die Hoffnung, dass diese große Aufmerksamkeit vielleicht helfen könnte, Gabbys Freund aufzuspüren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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