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Ghislaine Maxwell: Prozess gegen Epstein-Vertraute hat begonnen


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Prozess gegen Epstein-Vertraute beginnt mit Verzögerung

Von afp, dpa
Aktualisiert am 29.11.2021Lesedauer: 2 Min.
In dieser Zeichnung betritt Ghislaine Maxwell den Gerichtssaal in Begleitung von US-Marshalls zu Beginn ihres Prozesses.
In dieser Zeichnung betritt Ghislaine Maxwell den Gerichtssaal in Begleitung von US-Marshalls zu Beginn ihres Prozesses. (Quelle: Elizabeth Williams/AP/dpa-bilder)
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Wegen einer Verzögerung bei der Auswahl der Geschworenen startete der Prozess gegen

Mehr als zwei Jahre nach dem Tod des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hat in New York der Prozess gegen dessen langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell begonnen. Vor einem Bundesgericht in Manhattan wurde am Montag mit einiger Verzögerung zunächst die Geschworenenjury vereidigt. Schließlich folgten die Eröffnungsplädoyers von Anklage und Verteidigung. Maxwell wird Sexhandel in sechs Anklagepunkten zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung droht ihr jahrzehntelange Haft.

Die US-Justiz wirft der 59-Jährigen vor, jahrelang Minderjährige für Epstein rekrutiert zu haben, die dann von dem Finanzinvestor sexuell missbraucht wurden. Maxwell – einst Epsteins Geliebte und schließlich dessen enge Freundin – soll sich an dem Missbrauch teilweise selbst beteiligt haben und eine zentrale Rolle in den Vorgängen gespielt haben.

Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell: Sie soll Epstein beim Missbrauch von Mädchen geholfen haben.
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell: Sie soll Epstein beim Missbrauch von Mädchen geholfen haben. (Quelle: Joe Schildhorn/Patrick McMullan/getty-images-bilder)

Die Anklage umfasst einen Zeitraum zwischen 1994 und 2004, im Zentrum des Prozesses stehen vier mutmaßliche Epstein-Opfer. Zwei von ihnen waren zum Zeitpunkt des sexuellen Missbrauchs nach eigenen Angaben 14 und 15 Jahre alt. "Meine Mandantinnen hoffen, dass Maxwell in allen Punkten schuldig gesprochen wird und den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringt", sagte Opferanwältin Lisa Bloom vor dem Prozessauftakt vor dem Gerichtsgebäude. Ihre Mandantinnen litten ihr Leben lang unter dem Missbrauch.

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"Sie wusste genau, was passieren würde"

Die mutmaßliche Sexualstraftäterin Maxwell war im Juli 2020 im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Sie soll sich mit den Mädchen angefreundet und sie dann überredet haben, zu Epstein zu reisen und ihm nackt Massagen zu geben, bevor er sie sexuell missbrauchte. Die Taten sollen sich in Maxwells Haus in London und in Anwesen Epsteins in New York, Palm Beach im Bundesstaat Florida und im Bundesstaat New Mexico zugetragen haben.

Die Angeklagte sei bei den Verbrechen die "rechte Hand" Epsteins gewesen, sagte eine Staatsanwältin bei ihrem Eröffnungsplädoyer. In dem durch Epstein betriebenen Missbrauchsring habe Maxwell eine entscheidende Rolle gespielt, das Vertrauen von Mädchen gewonnen und sie ihrem ehemaligen Partner zugeführt. "Sie wusste genau, was passieren würde", so die Anklage weiter.

Ghislaine Maxwell weist Vorwürfe zurück

Die Angeklagte weist alle Vorwürfe zurück. Ihre Verteidiger werfen der Staatsanwaltschaft vor, Maxwell zum Sündenbock zu machen, weil Epstein nach dessen Tod nicht mehr der Prozess gemacht werden kann. Der Multimillionär war im August 2019 nach seiner Festnahme tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden. Er nahm sich nach offiziellen Angaben das Leben.

Prinz Andrew: Auch der Sohn von Queen Elizabeth II. ist in den Missbrauchsskandal verstrickt.
Prinz Andrew: Auch der Sohn von Queen Elizabeth II. ist in den Missbrauchsskandal verstrickt. (Quelle: IMAGO / PA Images)

Der bestens vernetzte Investor soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. In den Missbrauchsskandal ist auch der Prinz Andrew verstrickt, Sohn von Queen Elizabeth II. und langjähriger Freund von Maxwell. Die Klägerin Virginia Giuffre wirft ihm vor, sie vor mehr als 20 Jahren als Minderjährige missbraucht zu haben. Sie sei im Alter von 17 Jahren von Epstein an Andrew "ausgeliehen" worden. Dieser weist die Vorwürfe zurück. Ein Zivilprozess soll im Herbst oder Winter 2022 beginnen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa
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