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Eine Serie der Gewalt erschüttert Schweden

Von dpa
18.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Brennende Autos in Malmö: In den vergangenen Tagen gab es heftige Krawalle in mehreren schwedischen Städten.
Brennende Autos in Malmö: In den vergangenen Tagen gab es heftige Krawalle in mehreren schwedischen Städten. (Quelle: TT/imago-images-bilder)
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Ein Rechtsextremist fährt durch Schweden und verbrennt den Koran. Viele sind empört – und äußern dies teilweise mit Gewalt. Krawalle halten über Ostern mehrere schwedische Städte in Atem.

Erst brennt der Koran, dann brennen etliche Autos und Mülltonnen, es fliegen Steine und von österlicher Ruhe ist nichts zu spüren: In Schweden ist es in mehreren Städten am Osterwochenende zu heftigen Ausschreitungen gekommen. In Malmö, Norrköpping, Linköping und Stockholm zündeten Randalierer einen Bus, mehrere andere Fahrzeuge und sogar eine Schule an, wie der schwedische Sender SVT berichtete. Polizisten wurde mit Steinen und Molotowcocktails beworfen und teilweise gezielt eingekesselt.

Hintergrund der Krawalle sind Kundgebungen des bekannten Rechtsextremisten Rasmus Paludan in Jonköping und Stockholm, bei denen dieser den Koran, das heilige Buch der Muslime, verbrannte. Die Polizei genehmigte diese und mehrere weitere Veranstaltungen Paludans. Das löste wiederum heftige Kritik und Gegendemonstrationen aus. Einige der geplanten Koran-Verbrennungen fanden letztlich doch nicht statt oder wurden verlegt, nachdem bereits am Gründonnerstag und Karfreitag mehrere Polizeiautos gebrannt hatten.

Rasmus Paludan im Februar 2021: Der rechtsextreme Politiker verbrennt bei seinen Auftritten immer wieder den Koran.
Rasmus Paludan im Februar 2021: Der rechtsextreme Politiker verbrennt bei seinen Auftritten immer wieder den Koran. (Quelle: Ritzau Scanpix/imago-images-bilder)

Paludan ist Gründer der islam- und einwanderungsfeindlichen Partei Stram Kurs (Strammer Kurs). Der Rechtsanwalt hat die dänische und schwedische Staatsbürgerschaft und will mit seiner Partei bei den Parlamentswahlen im September antreten. Bisher verfügt er aber noch nicht über die erforderliche Anzahl von Unterschriften für eine Kandidatur.

Polizei: Gewalt aus dem Ausland angestachelt?

In Malmö stand in der Nacht zum Ostersonntag dann ein Bus in Flammen, nachdem jemand ein brennendes Objekt auf das Fahrzeug geworfen hatte. In der folgenden Nacht zündeten Randalierer eine Schule, Autoreifen und Mülltonnen an. Im südschwedischen Norrköpping verteidigte sich die Polizei nach eigenen Angaben mit Schüssen. Drei Menschen wurden verletzt. Insgesamt sind nach Angaben der schwedischen Polizei bis zum Ostermontag 26 Polizisten und 14 andere Beteiligte verletzt worden. 200 gewalttätige Randalierer seien beteiligt gewesen, hieß es.

Feuerwerk in Malmö am Ostersonntag: Die Polizei vermutet kriminelle Banden und Krawallmacher aus dem Ausland hinter den Ausschreitungen.
Feuerwerk in Malmö am Ostersonntag: Die Polizei vermutet kriminelle Banden und Krawallmacher aus dem Ausland hinter den Ausschreitungen. (Quelle: TT/imago-images-bilder)

Die Krawalle seien Verbrechen gegen die Gesellschaft, sagte der schwedische Polizeichef Anders Thornberg am Ostermontag bei einer Pressekonferenz. Es gebe Anzeichen, dass kriminelle Gangs an den Ausschreitungen beteiligt gewesen seien und die Situation ausgenutzt hätten. Außerdem gebe es Hinweise darauf, dass aus dem Ausland zu Gewalt angestachelt worden sei.

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Trotzdem blieb zunächst noch unklar, wie und weshalb die Lage so eskalierte. Die Ermittlungen sollten weitergehen, auch weitere Festnahmen könnten folgen. Bis Ostermontag nahm die Polizei bereits 40 Menschen fest, nach Angaben der Behörden vor allem jüngere Leute.

Appelle von muslimischen Staaten und Geistlichen

Auch der schwedische Justizminister Morgan Johansson verurteilte die Krawalle. Er betonte, die Gewalttäter müssten bestraft werden. In Schweden gelte Meinungsfreiheit. Wer dies nicht akzeptiere, sondern gewalttätig werde, müsse sich auch darauf einstellen, Gewalt zu begegnen, sagte der sozialdemokratische Politiker. Er habe weiterhin volles Vertrauen in die Polizei. Es müsse nun geprüft werden, wo und wie die Einsatzkräfte verstärkt werden müssten.

Die rechten Kundgebungen und ihre Folgen sorgten auch weit über Schweden hinaus für Aufsehen: "Diese Angelegenheit hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Schweden und Muslimen", warnte das Außenministerium im Irak am Wochenende. Das gelte für arabische Staaten und europäische Länder mit muslimischen Gesellschaften gleichermaßen. Der Irak forderte die Regierung in Stockholm dazu auf, Handlungen zu unterlassen, die die Gesellschaft spalten oder religiöse Gefühle verletzen könnten.

Auch der einflussreiche schiitische Geistliche Muktada al-Sadr appellierte an Schwedens Regierung, sich gegen Angriffe wie Paludans Koran-Verbrennung zu stellen, um Frieden zu wahren. Die Strömung des Geistlichen gewann im vergangenen Herbst die Parlamentswahl im Irak.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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