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Das ist bislang ĂŒber die Opfer des Schulmassakers bekannt

Von t-online, dpa, MaM

Aktualisiert am 25.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Trauernde an der Grundschule von Uvalde: Nach SchĂŒssen sind in dem Ort mindestens 21 Menschen gestorben. (Quelle: t-online)
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Im US-Bundesstaat Texas hat ein AmoklÀufer mindestens 21 Menschen erschossen. Immer noch suchen viele Eltern verzweifelt nach ihren Kindern. Doch nach und nach werden die Namen der Toten bekannt.

Die Kinder der Robb-Grundschule in Uvalde (Texas) sehnten die Sommerferien herbei. Doch nur drei Tage bevor das Schuljahr enden sollte, stĂŒrmte ein Mann in den Unterricht – bewaffnet. Er erschoss mindestens 19 SchĂŒler und SchĂŒlerinnen. Auch zwei Lehrerinnen tötete er. Lesen Sie hier mehr zu den Geschehnissen.


Schulmassaker in Texas: Entsetzen und Trauer

Grundschule in Uvalde: Die Trauer ist in den Gesichtern der Menschen deutlich zu sehen, nachdem ein 18-JĂ€hriger 21 Menschen erschossen hat – darunter 19 Kinder.
Menschen verlassen das Uvalde Civic Center, nachdem an der Grundschule Robb Elementary School SchĂŒsse gefallen sind.
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Am Abend (Ortszeit) versammelten sich Angehörige vor der Schule, dem BĂŒrgerzentrum oder dem Krankenhaus – nicht wissend, ob ihre Kinder noch leben, oder Opfer des TodesschĂŒtzen von Uvalde wurden.

Erst mit Einbruch der Dunkelheit erhielten die Opfer nach und nach einen Namen. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, ging ein Mann vom BĂŒrgerzentrum fort, schluchzend. "Sie ist weg", habe er gesagt. Auf der RĂŒckseite des GebĂ€udes habe eine Frau gestanden, allein, weinend und schreiend, mit den FĂŒĂŸen auf den Boden stampfend. Nur wenige können in Worte fassen, was geschehen ist und wer die Menschen waren, deren Leben beendet wurde.

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"Sie wird definitiv sehr vermisst"

"Der sĂŒĂŸeste kleine Junge, den ich je gekannt habe", sagte Manny R. der Nachrichtenagentur AP ĂŒber den achtjĂ€hrigen Uziyah G., der von dem Angreifer in der Grundschule erschossen wurde. "Das sage ich nicht nur, weil er mein Enkel war", fĂŒgt R. an. Als sie sich das letzte Mal sahen, habe er mit ihm Fußball gespielt.

Eva M. war die Lehrerin einer Grundschulklasse, berichtet die AP. "Sie war abenteuerlustig", erinnert sich ihre Verwandte Amber Y. aus San Antonio demnach. "Sie wird definitiv sehr vermisst", so Y. Auch der Name der zweiten Lehrerin ist mittlerweile bekannt, berichtet die "dailymail". Irma G. soll demnach an der Schule unterrichtet haben. Sie hinterlÀsst vier Kinder.

Auch Xavier Javier L. soll unter den Opfern sein. Der ZehnjĂ€hrige habe sich auf einen Sommer im Freibad gefreut, erzĂ€hlt seine Cousine Lisa G. der AP. "Er war nur ein liebevoller, zehnjĂ€hriger kleiner Junge, der einfach das Leben genoss und nicht wusste, dass diese Tragödie heute passieren wĂŒrde", sagt sie. Er sei lebhaft gewesen, so G. weiter, habe es geliebt, mit seinen BrĂŒdern und seiner Mutter zu tanzen.

Auch Amerie Jo G. ist unter den Opfern, berichtet die "dailymail". Die ZehnjĂ€hrige soll demnach noch den Notruf gewĂ€hlt haben, als der Angreifer sie erschoss – direkt neben ihrer besten Freundin. Der SchĂŒtze sei in den Raum der vierten Klasse gegangen und habe gesagt "ihr werdet sterben", berichtet Ameries Großmutter Berlinda Irene A. der "dailymail". Amerie habe sofort ihr Handy genommen und den Notruf gewĂ€hlt, doch "anstatt es zu packen und es zu zerbrechen oder es ihr wegzunehmen, erschoss er sie", so A.

Auch die Namen weiterer Opfer sind mittlerweile bekannt: Die zehnjÀhrige Makenna E., die ebenfalls zehnjÀhrige Eliahana T. und Ellie, deren Alter und Nachname bislang unklar sind.

"Ich versuche herauszufinden, wo meine Kleine ist"

Die Angehörigen dieser Kinder wissen, dass ihre Liebsten tot sind. Bei anderen aber erschien die erlösende Nachricht auf dem Handydisplay: Ihr Kind lebt. So auch der zehnjĂ€hrige Sohn von Tamica M. Er hörte die SchĂŒsse aus dem Klassenzimmer der vierten Klasse, berichtet die "Washington Post". Demnach habe er gesehen, wie zwei Kinder erschossen wurden. Erst Stunden spĂ€ter habe seine Mutter eine SMS vom Lehrer ihres Sohnes erhalten: Er lebt. Mit nur leichten Kratzern am Arm habe er sich aus dem Fenster gerettet. "Es hĂ€tte mein Sohn sein können, der erschossen wurde", sagte M.

Eine Frau, deren Nichte zunĂ€chst noch vermisst wird, wartete im Auto vor einem nahe gelegenen Krankenhaus. "Wir wissen nicht, wo sie ist", sagt sie dem Lokalsender Kens5. "Es ist nicht typisch fĂŒr meine Nichte, sich nicht zu melden. Ihr Telefon ist aus." So wie vielen der besorgten Angehörigen bleibt ihnen nur warten und hoffen.

"Ich frage immer wieder, was los ist, aber niemand sagt mir etwas", sagt ein Mann im Interview mit der "Bild". "Ich versuche herauszufinden, wo meine Kleine ist." Es hielten sich noch mehrere Kinder in einem nahegelegenen Beerdigungsinstitut auf, seine Tochter aber sei nicht dabei. "Es gibt viele verwirrte Eltern", so der Mann. Sie alle versuchten herauszufinden, wo die Lehrerin ihrer Kinder sei, um mehr zu erfahren.

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