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Schon vor Silvester: Erste Böller-Unfälle – Abgerissene Finger und Brandopfer


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Erste Böller-Unfälle: Abgerissene Finger und Brandopfer

Von dpa
Aktualisiert am 30.12.2018Lesedauer: 2 Min.
Ein Mann zündet einen Böller: Schon vor Silvester wurden mehrere Menschen verletzt.
Ein Mann zündet einen Böller: Schon vor Silvester wurden mehrere Menschen verletzt. (Quelle: Marc Müller/dpa-bilder)
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Es ist noch nicht Silvester – und doch haben sich schon mehrere Personen in Deutschland mit Feuerwerkskörpern schwer verletzt. Zwei Menschen verloren Finger.

Schon vor dem Silvesterabend hat es erste schlimme Unfälle mit Feuerwerk gegeben. In zwei Fällen haben Böller Menschen jeweils drei Finger abgerissen.

In Hamburg passierte das einem 14 Jahre alten Jugendlichen. Der Silvesterböller war unmittelbar nach dem Anzünden in der linken Hand des Jungen detoniert und riss ihm drei Finger ab, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Rettungskräfte brachten den schwer verletzten Jugendlichen zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Im bayerischen Landkreis Würzburg hat ein Mann beim Basteln mit Silvesterböllern drei Finger verloren. Sie waren nach dem Unfall nicht mehr auffindbar, teilte das Bayerische Rote Kreuz mit.

Notaufnahmen sind zu Silvester voll

Schwere Verbrennungen erlitt schon zuvor ein 18-Jähriger in Ottersberg in Niedersachsen, der mit zwei Freunden einer YouTube-Anleitung zum Böllerbau gefolgt war. 60 Prozent seiner Haut verbrannten. Ein Gleichaltriger wurde leicht verletzt, der dritte Freund nicht.

Alljährlich sind die Notaufnahmen zu Silvester voll. Ärzte behandeln dabei nicht nur Hobby-Pyrotechniker nach Unfällen, sondern auch viele Zufallsopfer. Raketen werden aus der Hand abgefeuert, Böller aus dem Fenster geworfen, importierte sprengstarke Pyrotechnik aus dem Ausland verwendet, Blindgänger noch mal gezündet. "Der männlichen Experimentierfreude sind da keine Grenzen gesetzt", sagte Angela Kijewski, Sprecherin des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB).


Sehr oft sind Kinder die Opfer. Ihr Anteil unter den Silvester-Verletzten mit Augen- und Ohrenschäden habe in den vergangenen Jahren zugenommen, sagte der leitende Oberarzt der Notaufnahme am Virchow-Klinikum der Berliner Charité, Tobias Lindner. Grund seien etwa Knaller-Würfe, die zu Explosionen nahe dem Gesicht oder dem Ohr führen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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