Sie sind hier: Home > Panorama > Tiere >

Sibirien: Eisbär sucht mitten in Großstadt nach Futter – "einzigartiger Fall"

"Einzigartiger und seltener Fall"  

Eisbär sucht mitten in sibirischer Stadt nach Futter

19.06.2019, 20:37 Uhr | dpa

Eisbär auf Abwegen

Ein trauriger Anblick in der nordsibirischen Industriestadt Norilsk. Ein abgemagerter, weiblicher Eisbär läuft verloren durch die Gegend. Nach Angaben von Umweltschützern ist es das erste Mal, dass nach rund 40 Jahren, ein Eisbär in dieser Gegend gesichtet wird. (Quelle: Reuters)

Norilsk: Erstmals nach 40 Jahren hat sich ein abgemagerter Eisbär in die Stadt verlaufen. (Quelle: Reuters)


Das hat es 40 Jahre nicht mehr gegeben: Ein Eisbär ist durch eine Stadt in Sibirien spaziert – auf der Suche nach Futter. Experten zufolge hat das Tier Hunderte Kilometer zurückgelegt.

Ein Eisbär auf Nahrungssuche ist in Sibirien in besiedeltes Gebiet vorgedrungen und erregt in einer russischen Stadt Aufregung. Bilder zeigen, wie das Tier in Norilsk unbeeindruckt von Autos Straßen überquert und keine Scheu vor Menschen hat.

Es sei noch nicht entschieden worden, ob der Bär zurück an die Küste gebracht werde oder in einen Zoo, berichteten lokale Medien am Mittwoch unter Verweis auf Behördenangaben.

"Ein einzigartiger und seltener Fall"

Es sei das erste Mal seit 40 Jahren, dass ein Eisbär in der Kleinstadt rund 2.800 Kilometer nordöstlich von Moskau gesichtet wurde, hieß es. "Ein einzigartiger und seltener Fall", sagte Anatoli Nikolaitschuk von der lokalen Jagdbehörde der Agentur Tass zufolge. "Ich würde nicht sagen, dass der Bär sehr erschöpft war." Experten schätzen, dass das Tier Hunderte Kilometer vom Nordpolarmeer zurückgelegt hat. Die Behörden warnten davor, sich dem Bären zu nähern.
 

 
Erst Anfang des Jahres waren 50 Eisbären auf der russischen Inselgruppe Nowaja Semlja im Polarmeer in eine Siedlung eingedrungen. Als Grund nannten Wissenschaftler, dass die Robbenjagd für die Eisbären durch den Klimawandel schwerer geworden sei. Weil das arktische Eis schmilzt, wandern die Tiere zunehmend nach Süden, um an Land nach Nahrung zu suchen. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt Eisbären als gefährdete Art.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal