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Amerikanischer SchwarzbĂ€r begeht 28 EinbrĂŒche in acht Monaten

Von Jonas Rogge

Aktualisiert am 22.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Amerikanischer SchwarzbĂ€r (Symbolbild): "Hank" hat sich so sehr an die Pizzareste gewöhnt, dass Experten nicht mehr an seine ÜberlebensfĂ€higkeit in der Wildnis glauben.
Amerikanischer SchwarzbĂ€r (Symbolbild): "Hank" hat sich so sehr an die Pizzareste gewöhnt, dass Experten nicht mehr an seine ÜberlebensfĂ€higkeit in der Wildnis glauben. (Quelle: ZUMA Wire/getty-images-bilder)
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In einer kalifornischen Kleinstadt hat sich ein BĂ€r mit PlĂŒnderungen einen Namen gemacht: "Hank the Tank". Nun soll der SchwarzbĂ€r endgĂŒltig aufgehalten werden.

Zu stark, um gefasst zu werden – zu bequem, um in der Wildnis zu ĂŒberleben: Im kalifornischen South Lake Tahoe sucht der ProblembĂ€r "Hank the Tank" nach seinem Platz. In dem 24.000-Einwohner-StĂ€dtchen wollen ihm die Behörden an den Kragen, andere setzen sich fĂŒr sein Überleben ein.


Wildlife Photographer of the Year 21

Tote und sterbende Heringe bedecken die MeeresoberflĂ€che vor der KĂŒste Norwegens – Audun Rikardsen fing den Moment ein. Das Foto wurde in einem Gerichtsverfahren gegen den Besitzer eines Fischerbootes als Beweismittel verwendet.
Jonny Armstrong war dieser FĂŒchsin ĂŒber mehrere Tage gefolgt. Schließlich nutzte er die durch einen nahenden Sturm erzeugten LichtverhĂ€ltnisse, um sie abzulichten.
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Seit letztem Sommer wurden 28 VorfĂ€lle gezĂ€hlt, bei denen der BĂ€r Hank in HĂ€user eingebrochen ist, meist auf der Suche nach Nahrung. Über 100 Notrufe gingen bei der örtlichen Polizei ein. Der rund 227 Kilogramm schwere Amerikanische SchwarzbĂ€r zieht bei seinen PlĂŒnderungen eine Spur der VerwĂŒstung in den WohnrĂ€umen hinter sich.

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Alle Versuche, den BĂ€r durch Beschallung mit Sirenen oder den Einsatz von Elektroschockern und Paintball-Munition dauerhaft zu verjagen, seien bislang erfolglos geblieben, erklĂ€rte Peter Tira, Sprecher der örtlichen Behörde fĂŒr Fische und Wildtiere (California Department for Fish and Wildlife), der "New York Times". "Das ist ein BĂ€r, der jegliche Angst vor Menschen verloren hat. Es ist eine potenziell gefĂ€hrliche Situation", so Tira.

Anwohner sind gespalten

Die Anwohner leiden unter den unberechenbaren StreifzĂŒgen des Tiers. Zuletzt mussten Polizisten so lange gegen die TĂŒr eines Hauses hĂ€mmern, bis Hank das GebĂ€ude durch die HintertĂŒr verließ, wie der Regionalsender CBS Sacramento berichtete. "Ich habe es satt, um unser Leben zu fĂŒrchten", sagte eine Frau, die mit ihrer Familie nahe dem letzten Tatort lebt, zu CBS Sacramento.

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Der Unmut ĂŒber den BĂ€ren ist auch dadurch gewachsen, dass der SchwarzbĂ€r den fĂŒr die Spezies ĂŒblichen Winterschlaf einfach ausgelassen hat und die EinbrĂŒche sich auch in der kĂ€lteren Jahreszeit fortsetzten. Dazu könne es kommen, wenn BĂ€ren durchgehend Zugang zu Nahrung hĂ€tten, erklĂ€rt Experte Tira.

Weil Hank so sehr an die prall gefĂŒllten Vorratskammern gewohnt sei, könne er in der Wildnis wohl nicht mehr ĂŒberleben, so der Behördensprecher: "Es ist leichter Pizzareste zu finden, als in den Wald zu gehen." Eine ideale Lösung wĂ€re der Transport in einen Tierpark, doch die seien ĂŒberfĂŒllt, gibt Tira zu bedenken.

Tötung ist "letzte Option"

Dennoch wollen die Behörden erreichen, dass die PlĂŒnderungen ein Ende finden. DafĂŒr haben sie nun eine Falle aufgestellt, bislang ließ sich Hank jedoch nicht erwischen. Die Tötung des BĂ€ren bezeichnet Tira als "letzte Option".

Doch unter einigen Anwohnern regt sich Widerstand gegen diese rabiate Maßnahme. So auch bei Ann Bryant, die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der "Bear League", einer örtlichen Vereinigung zum Schutz wilder BĂ€ren. Die Menschen der Gegend seien an das Leben mit den BĂ€ren gewöhnt. GegenĂŒber der "New York Times" betont sie, dass Hank nie einen Menschen angegriffen habe: "Er sitzt nur da und isst. Er greift sie nicht an." Bryant fragt deshalb: "Warum sollte dieser große Dummkopf sterben?“

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Von M. KĂŒper, S. Loelke, N. Lindken
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