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Zwei Jahre Krieg gegen Russland: Ukraine kündigt "Überraschungen" an


Ukraine holt Kampfjets vom Himmel
Wie gelang der Abschuss der A50? Experte hat Theorie

Von t-online, cc

Aktualisiert am 27.02.2024Lesedauer: 3 Min.
Ein russisches Aufklärungsflugzeug vom Typ A50 (Archivbild).Vergrößern des BildesEin russisches Aufklärungsflugzeug vom Typ A50 (Archivbild). (Quelle: IMAGO/PhotoXpress)
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Der Ukraine ist innerhalb weniger Wochen der Abschuss mehrerer russischer Flugzeuge gelungen. Doch welche Waffe kam zum Einsatz? Ein Experte hat eine Vermutung.

Die Meldungen von mehreren abgeschossenen Kampfjets der Russen wurden in den vergangenen Tagen in der Ukraine gefeiert. Zwar ist die Lage an der Front insgesamt schlecht für die Truppen Kiews, doch der Abschuss eines russischen Spionageflugzeugs vom Typ Berijew A50 sowie mehrerer SU-34-Kampfjets, wie sie die ukrainischen Behörden vermeldeten, gilt als Prestigeerfolg.

Binnen weniger Wochen war es offenbar bereits das zweite Mal, dass der ukrainischen Armee die Zerstörung eines A50-Aufklärungsflugzeugs gelungen ist. Mehr zum ersten Abschuss lesen Sie hier. Das Flugzeug kann Funksprüche der ukrainischen Truppen abhören und Ziele für Bombenangriffe identifizieren. Sein Materialwert beläuft sich auf 350 Millionen Euro. Der strategische Wert für die russischen Streitkräfte dürfte ungleich höher sein. Ein russischer Militärblogger bestätigte den jüngsten Abschuss.

Doch wie waren die Abschüsse möglich? Die Ukraine selbst behauptet, man habe ein modifiziertes S-200-System verwendet. Dabei handelt es sich um ein Flugabwehrsystem sowjetischer Bauart. Auch ein westliches Patriot-Abwehrsystem könnte für den Abschuss der russischen Militärmaschinen verantwortlich sein.

Video | So funktioniert das Luftabwehrsystem Patriot
Quelle: Glomex

F-16-Kampfjets bereits in der Ukraine?

Nun bringt ein Sicherheitsexperte allerdings noch eine weitere Option ins Spiel. Laut einer Analyse des österreichischen Obersts Markus Reisner könnten auch westliche Kampfjets eingesetzt worden sein. "Möglicherweise sehen wir bereits im Verborgenen die ersten tatsächlichen Einsätze von Kampfflugzeugen", so Reisner bei ntv.de.

Unter anderem hatten die Niederlande und Dänemark angekündigt, amerikanische F-16-Kampfjets in die Ukraine liefern zu wollen. Jedoch bedarf es zuvor einer gründlichen Ausbildung ukrainischer Piloten an den westlichen Jets. Eigentlich war der Abschluss der Ausbildung für Mitte 2024 anvisiert worden. Nun könnte es doch schneller gegangen sein.

Video | Das kann der F-16-Kampfjet
F-16-Kampfjets (Symbolbild): Russland warnt vor einer Lieferung an die Ukraine.
Quelle: Glomex

Bereits in der Vergangenheit sei es immer wieder vorgekommen, dass Waffensysteme "vor der tatsächlichen Ankündigung eingesetzt worden sind, weil man sich natürlich den Vorteil nicht nehmen lassen möchte", so Reisner. Erst als dann Trümmerteile der entsprechenden Systeme aufgetaucht seien, habe man auch offiziell die Lieferung der Waffen eingeräumt.

Budanow kündigt "Überraschung" an

Der österreichische Experte räumt zugleich ein, dass es sich um eine Spekulation handelt, Beweise für diese Theorie gibt es bislang nicht. Allerdings sieht sich die Ukraine anlässlich des zweiten Jahrestages des Kriegsbeginns und der zunehmenden Überlegenheit der Russen auf dem Schlachtfeld genötigt, den Krieg im Informationsraum zu gewinnen. Dafür benötigt Kiew spektakuläre Erfolge – selbst wenn diese nur punktuell sind wie der Abschuss russischer Aufklärungsflugzeuge oder die Zerstörung von Schiffen der Schwarzmeerflotte.

Kyrylo Budanow, der Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes, kündigte in einer Videobotschaft bei Facebook vor wenigen Tagen einige "Überraschungen" an. Es wird vermutet, dass damit ein Angriff auf die Kertsch-Brücke gemeint sein könnte. Die Brücke war schon einmal zum Ziel ukrainischer Luftschläge geworden und hatte Kiew damit einen großen PR-Erfolg beschert. Nun warnte Budanow Zivilisten davor, die Brücke, die die von Russland besetzte Halbinsel Krim mit dem ukrainischen Festland verbindet, zu benutzen.

"Neue Überraschungen erwarten den Feind", so Budanow in dem Statement, "und ich würde den Bürgern nicht empfehlen, die Brücke zu benutzen".

Ein entsprechender Angriff kurz vor den russischen Wahlen Mitte März könnte dem Ansehen von Russlands Diktator Wladimir Putin schaden. An seinem Ziel, die Ukraine vollständig zu unterwerfen, würde das aber wohl nichts ändern.

Verwendete Quellen
  • ntv.de: "Sehen im Verborgenen womöglich erste Einsätze westlicher Kampfjets"
  • suedeutsche.de: "Die A-50 hat ihren letzten Flug absolviert"
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