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Was Sachsens NS-Geschichte f├╝r ganz Deutschland bedeutet

Von Michael Kraske

Aktualisiert am 13.06.2021Lesedauer: 8 Min.
Pegida-Fahne, Nazi-Aufmarsch in den Drei├čigerjahren, Reiterstandbild in Dresden und die Zerst├Ârung nach den Luftangriffen 1945 (Bildcollage t-online): Sachsen muss seine NS-Geschichte weiter aufarbeiten.
Pegida-Fahne, Nazi-Aufmarsch in den Drei├čigerjahren, Reiterstandbild in Dresden und die Zerst├Ârung nach den Luftangriffen 1945 (Bildcollage t-online): Sachsen muss seine NS-Geschichte weiter aufarbeiten. (Quelle: Paul Sander/imagebroker/imago-images-bilder)
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Eine Historikerin hat Puzzlest├╝cke aus der Geschichte Sachsens am Ende des Zweiten Weltkriegs erforscht. Es ist Lehrstoff ├╝ber Rassismus und nationale Opfermythen, der ganz Deutschland betrifft.

Das Ehepaar Menzel litt sehr unter der r├Ąumlichen Trennung. Aber sie blieben einander nah. Vermissten und umsorgten sich wortreich, in insgesamt 1.800 Briefen. Martin war im Jahr 1941 als Justizbeamter ins sogenannte Generalgouvernement, wie die besetzten polnischen Gebiete hie├čen, versetzt worden. Hildegard lebte mit dem gemeinsamen Sohn weiter im kleinen s├Ąchsischen Ort Dittelsdorf. Ihr Briefwechsel zeugt von Verbundenheit ÔÇô aber auch von kalter Menschenverachtung.

Am 20. November 1941 beschreibt Martin Menzel seiner Frau das Lubliner Ghetto in der historischen Altstadt, wo die Juden zusammengepfercht wurden. "Furchtbare Gestalten" treffe er dort: "Affen sehen dagegen sauber und menschen├Ąhnlich aus." Kein Gedanke, dass es der staatliche NS-Terror war, der die Juden entmenschlichen sollte.

Liebe, aber kein Mitgef├╝hl

In einem Brief Martin Menzels vom 3. Februar 1944 geht es um drei get├Âtete Deutsche. Als Vergeltung seien auf dem Sternplatz in Lublin 30 Polen erschossen worden. Seine Frau bedankt sich f├╝r diese Anekdote: "Der Sternplatz ist doch bei B.s fr├╝herer Wohnung? Es ist sch├Ân, wenn Du mir so was schreibst und ich mich gleich auskenne." Kein Wort des Mitgef├╝hls f├╝r die Ermordeten. "Die Menzels verband eine tiefe Liebe", sagt Francesca Weil. "Aber Mitgef├╝hl f├╝r Juden oder ermordete Zivilisten empfanden sie nicht. Antisemitismus und Rassismus schr├Ąnken offenbar die Empathief├Ąhigkeit ein."

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Die Historikerin sitzt vor dem imposanten Portal der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig und erz├Ąhlt davon, wie sie zehn Jahre lang historische Puzzleteile sammelte, um ein genaues Bild von der s├Ąchsischen Gesellschaft am Ende des Zweiten Weltkriegs zu gewinnen. Fast t├Ąglich kommt die Mitarbeiterin des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts f├╝r Totalitarismusforschung in dieses imposante Geb├Ąude, geht im gro├čen Lesesaal zu dunklen Holztischen, schaltet die Leselampe mit gr├╝nem Glasschirm an und arbeitet sich umgeben von Studierenden durch B├╝cherberge.

In diesem gro├čen deutschen Wissensspeicher, in dessen Magazinen s├Ąmtliche in deutscher Sprache publizierten Werke lagern, hat Weil auch ihr Buch "Uns geht es scheinbar wie dem F├╝hrer..." geschrieben, das unl├Ąngst erschienen ist. Zuvor durchforstete sie jahrelang deutsche Archive, reiste zur Gedenkst├Ątte Yad Vashem nach Israel und las sich durch Tageb├╝cher und Briefe, die Angeh├Ârige ihr nach einem Aufruf in der S├Ąchsischen Zeitung zur Verf├╝gung stellten.

"Flut von Dokumenten"

Irgendwann stand ein Mann mit drei gro├čen Kartons in ihrem B├╝ro. Der Enkel des Ehepaars Menzel. So kam sie an deren Briefe. "Die Resonanz war ├╝berw├Ąltigend, es kam eine Flut von Dokumenten zusammen", erinnert sie sich. Sogar Zeitzeugen meldeten sich, die das Kriegsende als Kinder erlebt hatten. Weil erz├Ąhlt von beeindruckenden Treffen wie dem mit Ingeborg, die als Kind auf der Suche nach ihren Eltern durch das brennende Dresden gelaufen war und sie gl├╝cklicherweise auch fand.

Und von dem alten Mann, der sie nach dem Interview fragte: "Machen Sie das, weil Sie J├╝din sind? Sie sehen so aus." Da merkte sie, wie langlebig antisemitische Stereotype sind. Wie wichtig es ist zu zeigen, wie Antisemitismus und Rassismus wirken. Zumal in Sachsen, wo Pegida gro├č und die AfD besonders stark geworden ist. Seine Rede mit dem vielbeachteten Angriff auf die deutsche Erinnerungskultur hielt AfD-Scharfmacher Bj├Ârn H├Âcke in Dresden.

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Die Historikerin Weil ist keine, die sich laut in erinnerungspolitische Debatten einmischt. Daf├╝r liefert sie Bausteine f├╝r ein besseres Verst├Ąndnis der NS-Zeit und spricht ├╝ber die Ergebnisse ihrer historischen Graswurzelarbeit. Aus ungez├Ąhlten Biografien hat sie 31 f├╝r ihr Buch ausgew├Ąhlt. Darunter M├Ąnner und Frauen, Kinder und Erwachsene, verschiedene soziale Milieus, ├╝berzeugte Nazis und Zwangsarbeiterinnen. Wenn sie von Nora, Annerose und Thea erz├Ąhlt, nennt sie die drei jungen Frauen beim Vornamen.

Ganz normale Leute

Spricht von ihnen wie von guten Bekannten, so nah ist sie ihnen durch deren Tageb├╝cher gekommen. Annerose und Thea h├Ątten den Rassismus der Nazis sehr verinnerlicht und voller Verachtung ├╝ber die afroamerikanischen US-Soldaten hergezogen, die sie am Ende des Krieges sahen. Die sowjetischen Soldaten habe Thea, eine durchaus kluge Person, mit Tieren verglichen. W├Ąhrend sich Nora, eine junge Frau aus intellektuellem Elternhaus mit einer Liebe f├╝r B├╝cher und die Leipziger Verlage, in ihrem Tagebuch moralisch immer st├Ąrker vom Nationalsozialismus entfremdete, habe sich Thea eher noch radikalisiert.

Die biografischen Skizzen zeigen eindrucksvoll, wie tief rassistische und antisemitische Denkmuster durch NS-Propaganda auch bei ganz normalen Leuten verinnerlicht waren. F├╝r die heutige politische Bildung folgt daraus, dass Formen und Folgen gruppenbezogener Menschenverachtung sehr viel st├Ąrker als bisher beachtet werden m├╝ssen. Auch moderne Rechtsextremisten fordern ja, "kulturfremde" Menschen rigoros auszuschlie├čen.

Neurechte Vordenker propagieren wieder ein v├Âlkisches Gesellschaftsmodell. Dieser gef├Ąhrlichen Ideologie einer "ethnokulturellen" Homogenit├Ąt gilt es, entgegenzutreten. Und jedem Versuch, vermeintlich Fremde wieder zu Feinden einer rein deutschen Gemeinschaft zu erkl├Ąren.
Bei ihren Recherchen fand die Historikerin best├Ątigt, wie stark selbst Kinder von nationalsozialistischer Indoktrination manipuliert wurden.

Sie waren Opfer eines totalit├Ąren Regimes, konnten dadurch aber auch T├Ąter werden. Weil schildert den drastischen Fall mehrerer Jungen, die in der N├Ąhe von Freiberg in Sachsen eine J├╝din entdeckt hatten, die von einem Todesmarsch geflohen war. Der B├╝rgermeister habe ihnen freigestellt, mit der Gefangenen zu machen, was sie wollen. Sie haben die Frau umgebracht, so Weil.

Der Egoismus florierte

Die Historikerin betont, mehr als Regionalgeschichte erz├Ąhlen zu wollen. Ihre Miniaturen zeigen, dass hinter der Fassade der vermeintlich solidarischen deutschen Volksgemeinschaft Neid und Missgunst herrschten. Je l├Ąnger der Krieg dauerte, desto egoistischer die Volksgenossen. So beschwerte sich Hildegard Menzel bei ihrem Mann dar├╝ber, dass die B├Ąuerinnen nicht zum Frauendienst verpflichtet w├╝rden, obwohl sie selbst auch nur halbtags und nicht wie andere in der Fabrik arbeiten musste. Als nach Bombenangriffen die ersten Evakuierten aus K├Âln und Aachen nach Sachsen kamen, reagierten viele Einheimische kalt und abweisend.

Aus etlichen Briefen wird zudem deutlich, wie sich viele Deutsche mit der Kriegswende im Jahr 1943 immer st├Ąrker als Opfer f├╝hlten. Man haderte ├╝ber das eigene Leiden in diesem "verdammten Krieg", ohne einzugestehen, wer ihn verbrochen hatte. Erst als kurz vor Kriegsende auch in Sachsen gehungert wurde, habe man die NS-F├╝hrung f├╝r die Lage verantwortlich gemacht, so Weil: "Was ja nicht bedeutet, dass damit die Gesinnung weg ist. Geblieben ist bei vielen eine Opferhaltung."

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Hermann G├Âring in Dresden 1935: Francesca Weil hat einen weiteren Beitrag zur Erforschung der NS-Geschichte in Sachsen geleistet.
Hermann G├Âring in Dresden 1935: Francesca Weil hat einen weiteren Beitrag zur Erforschung der NS-Geschichte in Sachsen geleistet. (Quelle: Presse-Illustrationen Heinrich Hoffmann/ullstein-bild)

Die Historikerin verweist auf Dresden, wo noch vor einigen Jahren das Gedenken an die Zerst├Ârung durch die alliierten Bombenangriffe weitgehend entkontextualisiert vom NS-Terror begangen wurde: "Der Opfermythos in Dresden ist durch die Nationalsozialisten selbst geschaffen worden, aber Teile der Bev├Âlkerung halten bis heute daran fest, dass Dresden eine Opfer-Stadt war." Weil erz├Ąhlt die Geschichte der Dresdnerin Henny Brenner, die nach den Rassegesetzen als Halbj├╝din galt und mit ihrer Familie deportiert werden sollte. Durch die Bombardierungen, die so vielen den Tod brachten, hat Henny Brenner ├╝berlebt.

Der Autorin gelingt es einerseits, gegens├Ątzliche Erlebniswelten anschaulich zu machen. Die des regimetreuen NSDAP-Kreisleiters Hellmuth B├Âhme ebenso wie jene von Felicija Karay, die als Zwangsarbeiterin eines KZ-Au├čenlagers in Leipzig-Sch├Ânefeld eine Begegnung mit Einheimischen beschreibt: "Einige schauen sich verwundert an, andere mitleidig. Wieder andere spucken aus und schreien dreckige J├╝dinnen!"

"Man muss den Holocaust mitbeschreiben"

Andererseits verliert die Historikerin trotz intimer Nahaufnahmen nicht das monstr├Âse Ganze aus den Augen. Zur Qualit├Ąt ihrer Arbeit geh├Ârt es, nicht nur Alltagsbeobachtungen und pers├Ânliche Perspektiven zu verarbeiten, sondern aufzuzeigen, was in Briefen und Tageb├╝chern ungesagt bleibt. So betont Weil, dass im Distrikt Lublin, wohin der Justizbeamte Martin Menzel abgeordnet war, die Vernichtungslager Majdanek, Belzec und Sobibor lagen. Dass im "Generalgouvernement" zwischen Juli 1942 und Oktober 1943 fast zwei Millionen J├╝dinnen und Juden grausam ermordet wurden, die meisten w├Ąhrend der sogenannten "Aktion Reinhardt". "Mir war klar, dass ich nicht nur Kriegsalltag beschreiben kann", sagt Weil. "Man muss den Holocaust mitbeschreiben. Das geht gar nicht anders."

Diese Einordnung macht die Lekt├╝re der dokumentierten Alltagssorgen noch beklemmender. Das Banale im B├Âsen. Au├čerhalb der historischen Zunft ist Weils Flei├čarbeit bislang kaum beachtet worden. Dabei sind viele ihrer Forschungsergebnisse durchaus typisch f├╝r die gesamte deutsche Kriegsgesellschaft: So standen viele Deutsche bis zuletzt loyal zum NS-Regime. Der unersch├╝tterliche Durchhaltewille war bei vielen eng mit der Vorstellung verbunden, selbst ausschlie├člich Opfer zu sein. Doch f├╝r aufgeregte Debatten taugen die facettenreichen Darstellungen von Francesca Weil nicht und in Sachsen hat man es mit dem Thema im politischen Diskurs ohnehin nicht leicht.

Bj├Ârn H├Âcke: In Dresden hielt der AfD-Politiker eine umstrittene Rede.
Bj├Ârn H├Âcke: In Dresden hielt der AfD-Politiker eine umstrittene Rede. (Quelle: Karina Hessland/imago-images-bilder)
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In der s├Ąchsischen Erinnerungskultur dominiert das Gedenken an DDR-Unrecht. Die Kultst├Ątten der friedlichen Revolution wie die Leipziger Nikolaikirche, wo mit den Friedensgebeten alles begann, locken zudem Touristen aus aller Welt an. Sachsen ist durchaus geschichtsbewusst ÔÇô wenn es um August den Starken, das SED-Regime und 1989 geht.

Opferverb├Ąnde und Initiativen beklagen hingegen, dass die Erinnerung an die NS-Diktatur vernachl├Ąssigt werde. Zwar gibt es auch in Sachsen NS-Gedenkst├Ątten, doch im ehemaligen KZ Sachsenburg bei Chemnitz, dem gr├Â├čten und am l├Ąngsten betriebenen s├Ąchsischen Konzentrationslager, existiert bis heute keine. Obwohl der Aufbau vom Landtag seit fast zehn Jahren beschlossen ist, lie├čen die Stadt Frankenberg und das Land wichtige Geb├Ąude verfallen. Gro├če Teile sind zudem weiterhin in Privatbesitz.

Abriss zumindest teilweise verhindert

Erst nach massivem ├Âffentlichen Protest verzichtete die Stadt darauf, die ehemalige Villa der SS-Kommandanten vollst├Ąndig abzurei├čen. Ein internationaler Ideenwettbewerb wurde ausgelobt. Geplant ist aber weiterhin ein Teilabriss. Erhalten bleiben sollen nur ein "begehbares Plateau" und "Blickachsen". Als Ersatz daf├╝r, dass die ruin├Âse Villa nach Jahren der Unt├Ątigkeit nicht mehr zu retten ist.

Der Umgang mit diesem monstr├Âsen Ort ist nicht der einzige erinnerungspolitische Skandal. Im vergangenen Jahr wurde der Chef der Stiftung S├Ąchsische Gedenkst├Ątten vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Nach Krawallen in Stuttgart hatte er auf Twitter geschichtsvergessen von einer "Bundeskristallnacht" geschrieben. Kritische Beobachter aus Wissenschaft und Politik fordern in Sachsen seit langem einen sensibleren Umgang mit der NS-Geschichte.

Francesca Weil hat lange zum DDR-Unrecht geforscht. Ihr damaliger Chef am Hannah-Arendt-Institut, der Historiker G├╝nther Heydemann, war es, der sie darin best├Ąrkte, blinde Flecken der NS-Zeit auszuleuchten. Mit Kollegen ver├Âffentlichte sie einen Sammelband dar├╝ber, wie Kinder den Krieg erlebten und einen Reisef├╝hrer zu s├Ąchsischen Orten mit NS-Vergangenheit. In ihrer Freizeit engagiert sie sich in Leipzig f├╝r ein ganz besonderes Projekt, weil sie findet, dass es zu wenig Orte gibt, an denen Geschichte erfahrbar wird. "Erinnerungskultur muss vor allem von unten entstehen", sagt sie. Ein Prinzip, das bundesweit helfen kann, vergessene Geschichte sichtbar zu machen.

Spiegel staatlicher Drangsalierung

In der Leipziger Riebeckstra├če steht sie mit einigen Engagierten ihres Initiativkreises, darunter eine Schriftstellerin historischer Romane und ein Historiker, vor einem Ensemble mit Geb├Ąuden aus roten Ziegelsteinen und erz├Ąhlt, warum sie sich daf├╝r einsetzen, dass ausgerechnet hier ein Gedenkort entsteht. Denn in dem Komplex, in dem derzeit auch eine Unterkunft f├╝r Gefl├╝chtete untergebracht ist, wurden in drei politischen Systemen Menschen staatlich drangsaliert: Zur Kaiserzeit mussten Arme in einer "Zwangsarbeitsanstalt" schuften.

Die Nationalsozialisten lie├čen in der Anstalt als asozial stigmatisierte Menschen einsperren und deportierten von hier aus Juden, Sinti und Roma. Nach 1945 wurden schlie├člich in der DDR Frauen in einer Venerologischen Station zwangsweise auf Geschlechtskrankheiten untersucht.

"Einen Ort, wo sich die Dramen deutscher Geschichte in einem einzigen Geb├Ąudekomplex widerspiegeln, kannte ich bisher nicht", sagt Weil. Der Stadtrat hat den Aufbau eines Gedenkorts beschlossen und der Initiative das Pf├Ârtnerhaus zur Nutzung ├╝berlassen. Es ist ein Anfang. Jetzt schreiben sie Antr├Ąge f├╝r Projekte und diskutieren Ideen: eine Ausstellung, vielleicht eine Bibliothek. "Es soll eine Begegnungsst├Ątte und ein Lernort werden, auch f├╝r Menschen, die heutzutage ausgegrenzt werden. Wir wollen hier nicht nur Geschichte zeigen, sondern auch ganz praktisch mit Sch├╝lern und anderen arbeiten", sagt Francesca Weil.

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Baul├Ąrm ├╝bert├Ânt ihre Zukunftsvision. Um sie herum stehen Bauz├Ąune, Ger├╝ste, ein Container. Vorerst geht es nur um den Erhalt der Geb├Ąude, nicht um Ausbau. Auch an diesem Ort wird das Gedenken lange eine Baustelle bleiben.

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