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Nach Fehlstart: Drei Raumfahrer kommen auf der ISS an

Nach folgenschwerem Fehlstart  

Drei Raumfahrer kommen auf der ISS an

15.03.2019, 13:29 Uhr | dpa

 (Quelle: Reuters)
ISS: Neues Team erreicht Raumstation

Das amerikanisch-russische Team startete am Donnerstag am Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. Mit Anne Mc Clain und Christina Koch sind nun zwei Austronautinnen auf der internationalen Raumstation ISS. (Quelle: Reuters)

ISS: Das neue merikanisch-russisches Team hat die Raumstation erreicht. (Quelle: Reuters)


Vor gut fünf Monaten schlug der Start einer Sojus-Rakete fehl, zwei Raumfahrer an Bord retteten sich unverletzt. Nun starten sie einen neuen Anlauf – diesmal erfolgreich.

Im zweiten Anlauf sind die beiden Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Zusammen mit der US-Amerikanerin Christina Koch hob ihre Sojus-Rakete am Donnerstagabend planmäßig um 20.14 Uhr deutscher Zeit vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab.

Eine Sojus-Rakete, Flug Sojus MS-12: Die Rakete startet mit den Raumfahrern Alexej Owtschinin von Roskosmos, Nick Hague und Christina Koch von der Nasa an Bord. (Quelle: dpa/Dmitri Lovetsky)Eine Sojus-Rakete, Flug Sojus MS-12: Die Rakete startet mit den Raumfahrern Alexej Owtschinin von Roskosmos, Nick Hague und Christina Koch von der Nasa an Bord. (Quelle: Dmitri Lovetsky/dpa)

Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos schrieb wenige Minuten nach dem Start auf Twitter: "Flug ist normal." Nach etwa sechs Stunden Flugzeit erreichten die Raumfahrer dann den Außenposten der Menschheit, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa in der Nacht zum Freitag bestätigte.

Live-Bilder der Nasa zeigten einen Bilderbuchstart in der kasachischen Steppe. Zu sehen war, wie die Rakete in den Nachthimmel aufstieg. "Alles sieht gut aus", sagte ein Kommentator. Die Nasa schrieb auf Twitter, die drei Raumfahrer seien auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause.

Für die Raumfahrer sei es wichtig nach dem Unfall direkt weiterzumachen

Mitte Oktober war es in Baikonur zu einem folgenschweren Fehlstart gekommen. An Bord der Sojus-Rakete waren der Russe Owtschinin und sein US-Kollege Hague, die sich aber unverletzt retten konnten. Die Trägerrakete hatte sich 119 Sekunden nach dem Start wegen technischer Probleme abgeschaltet und stürzte ab. Als Ursache gab Roskosmos einen Baufehler an. Nach dem Vorfall gab es im Dezember wieder einen bemannten Flug zur ISS, der ohne Probleme verlief.
 

 
René Pischel, Vertreter der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Moskau, sagte dem ZDF, für die beiden Raumfahrer sei es besonders wichtig, dass sie nach diesem Unfall sofort weitermachten. "Und ich glaube: Sie sind sehr froh, dass sie nach so kurzer Zeit schon wieder fliegen können."

Zurzeit arbeiten der Russe Oleg Kononenko, der Kanadier David Saint-Jacques und Anne McClain aus den USA auf der ISS. In aller Regel bleiben die Raumfahrer rund sechs Monate im All.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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