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FC Bayern vertagt Aufsichtsratssitzung: Das heißt die Entscheidung für Kahn


Aufsichtsrat verschiebt Sitzung
Das bedeutet die Bayern-Entscheidung für Kahn und Salihamidzic

Von Julian Buhl

Aktualisiert am 05.05.2023Lesedauer: 3 Min.
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Oliver Kahn (li.) und Hasan Salihamidzic: Die Bosse stehen unter Druck.Vergrößern des Bildes
Oliver Kahn (l.) und Hasan Salihamidzic: Die Bosse stehen unter Druck. (Quelle: IMAGO/Michael Deines/M.i.S.)

Der FC Bayern verschiebt seine Aufsichtsratssitzung und kommt nun erst nach dem Saisonfinale zusammen. Das wirkt sich auch auf Kahn und Salihamidzic aus.

Vom FC Bayern berichtet Julian Buhl

Die Mitteilung, die der FC Bayern am Mittwochabend auf seiner Homepage veröffentlichte, umfasste gerade einmal drei Sätze. Das, was der Klub darin verkündete, war allerdings alles andere als nur eine vermeintlich beiläufig vermeldete Randnotiz. Im Gegenteil. Denn der Inhalt hat es in sich und birgt viel Brisanz.

"Der Aufsichtsrat der FC Bayern München AG hat seine turnusmäßige Sitzung im zweiten Quartal auf den 30. Mai 2023 neu terminiert", hieß es in der Klubmitteilung: "Mit der Ansetzung auf einen Sitzungstag nach dem abschließenden Saisonspiel beim 1. FC Köln soll sich die Konzentration bei allen im Verein in der entscheidenden Phase des Meisterschaftsrennens auf das Sportliche fokussieren. Ursprünglich war die Sitzung für den 22. Mai anberaumt."

Der FC Bayern hat also einen neuen Tag X festgelegt. Und lieferte die Begründung dafür gleich mit: Nachdem der Rekordmeister am Sonntag mit dem 2:0-Sieg gegen Hertha BSC mit nun einem Punkt Vorsprung wieder die Tabellenführung von Borussia Dortmund zurückerobert hat, will man sich voll auf die vier verbleibenden Spieltage konzentrieren.

Die Meisterschaft als Stimmungsbarometer

Nach dem Viertelfinalaus in DFB-Pokal und Champions League hat der Gewinn des elften Meistertitels in Serie nun oberste Priorität für den FC Bayern. Damit will man in dieser missratenen Spielzeit zumindest noch die Solomeisterschaft sicherstellen. Klubintern gilt das Gelingen dieser finalen Saison-Rettungsmission als enorm wichtiges Stimmungsbarometer. Es ist nicht weniger als Bayerns letzte Hoffnung auf ein zumindest versöhnliches Saisonende.

Vor allem auch Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic stehen nach den Misserfolgen in den vergangenen Wochen und aufgrund der Begleitumstände des Trainerwechsels von Julian Nagelsmann zu Thomas Tuchel heftig in der Kritik. Ihre Zukunft im Vorstand der FC Bayern München AG wird trotz laufender Verträge hinterfragt.

Speziell ihre Arbeit und eine mögliche Weiterbeschäftigung sollen bei der Zusammenkunft des Aufsichtsrats thematisiert werden. Der hat nun die Möglichkeit, sich nach Abschluss der Saison und nicht – wie ursprünglich vorgesehen – in der Woche vor dem letzten Spieltag zu beraten und Entscheidungen zu treffen.

Bayern wollte keinen Störfaktor im Meisterfinale

Eine mögliche Trennung von Kahn oder Salihamidzic wäre ansonsten unmittelbar vor dem möglichen Meisterschaftsfinale zwangsläufig zu einem Störfaktor geworden. So wird das Aufsichtsratsurteil darüber nun erst im Anschluss fallen. Ein gutes Zeichen ist das für beide nicht.

"Die Termine für die Aufsichtsratssitzung legen wir immer ein Jahr im Voraus fest. Das ist in den letzten 20 Jahren, zumindest seitdem ich dabei bin, immer am Montag vor dem letzten Spieltag. Weil danach alles in Urlaub geht", hatte Präsident Herbert Hainer, der der Vorgesetzte von Kahn und Salihamidzic und auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist, nach dem Hertha-Spiel erklärt.

"Diesmal wird es sicher noch spannend, aber vielleicht haben wir bis dahin die Deutsche Meisterschaft entschieden. Meistens war der FC Bayern schon Meister, dieses Mal wird es ein bisschen enger. Alle haben sich immer eine spannendere Saison gewünscht, jetzt haben wir sie."

Persönliches Saisonfinale für Kahn und Salihamidzic

Mit Spannung wird definitiv auch das anschließende Treffen der acht Aufsichtsratsmitglieder um Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß erwartet. Denn für Kahn und Salihamidzic wird das jeweils zu ihrem ganz persönlichen Saisonfinale, in dem es um nichts weniger geht als ihre Zukunft beim FC Bayern.

Das machte Hainers ausweichende Antwort zu den Spekulationen um Kahns möglicherweise bevorstehende Entlassung noch einmal deutlich. Hainer ließ die Möglichkeit, Kahn sein Vertrauen auszusprechen, nämlich ungenutzt und sagte nur: "Wir konzentrieren uns jetzt auf das Sportliche, weil das ist das Wichtigste, was unten auf dem Platz passiert und dass wir die elfte deutsche Meisterschaft (in Serie) gewinnen." Am 30. Mai wird feststehen, ob das gelungen ist oder nicht und welche Konsequenzen das haben wird.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche und Hintergrundgespräche
  • fcbayern.com: "Turnusmäßige Sitzung findet am 30. Mai statt"
  • Interview mit Herbert Hainer in der Mixed Zone am 30. April
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