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Red Bull: Die umstrittene Sport-Revolution des Dietrich Mateschitz


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Mit ihm kam alles anders

Von t-online, BZU

Aktualisiert am 23.10.2022Lesedauer: 3 Min.
Dietrich Mateschitz (r.) 2016 neben RB-Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff: Im Fußball sorgte er mit seinen Investments für viel Unruhe.
Dietrich Mateschitz (r.) 2016 neben RB-Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff: Im Fußball sorgte er mit seinen Investments für viel Unruhe. (Quelle: imago sportfotodienst)
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Dietrich Mateschitz verdiente viel Geld mit seinem Konzern Red Bull. Einen großen Teil davon investierte er in Sport.

Ob Fußball, Formel 1, Eishockey oder Extremsport: Wer Fan dieser Sportarten ist, kommt an Red Bull nicht vorbei. Der Energydrink-Konzern zeigt dort seit über einem Jahrzehnt Präsenz. Je auffälliger, umso besser. Denn das hilft der Bekanntheit der Marke. Diesen Umstand hat der inzwischen verstorbene Chef des Unternehmens, Dietrich Mateschitz, früh verstanden.

Wer mit der Idee eines verrückten Stunts als Radfahrer, Paraglider oder Kletterer ankam, wurde angehört – und bekam manchmal eine Chance. Der wohl bis heute bekannteste Red-Bull-Stunt ist der von Felix Baumgartner. Der Österreicher sprang am 14. Oktober 2012 aus der Stratosphäre (bei circa 39 Kilometern Höhe) Richtung Erdboden. Vier Minuten und 19 Sekunden lang fiel Baumgartner, ehe er lebendig auf dem Boden ankam. Das Experiment wurde von Mateschitz' Firma mitfinanziert. Auch viele andere Extremsportler bekamen mit Red Bull die Chance, aus ihrem Hobby auch Geld zu machen. Dabei gingen sie aber oft ein hohes Risiko ein.

Wo Red Bull draufstand, war etwas Spektakuläres drin, zumindest was den Extremsport anging. Doch es gab auch viel Kritik am Konzern. Denn bei diesen Ereignissen kam es mitunter zu Todesfällen, zu denen sich Red Bull nur ungern oder gar nicht äußerte. Das außergewöhnliche Image des Konzerns bekam Kratzer. Und auch in den anderen Sportarten wird das Engagement Red Bulls heiß diskutiert. Doch es hat Erfolg, wie zwei Beispiele zeigen.

Red Bull in der Formel 1

Motorsport-Fan Dietrich Mateschitz setzte früh auf das Pferd Formel 1. Schon in den 1990er-Jahren sponsorte Red Bull das Schweizer Team Sauber, kaufte später sogar die Mehrheit der Anteile. 2005 übernahm der Konzern das Jaguar-Racing-Team und hatte endlich seinen eigenen Rennstall. Die Sauber-Anteile waren da bereits verkauft.

Ein Jahr später kaufte der Red-Bull-Konzern noch die Rechte für ein zweites Team: Die Scuderia Toro Rosso (heute Alpha Tauri) ging an den Start. Hier sollten Nachwuchstalente ihre ersten Schritte in der Formel 1 machen, ehe es zum großen Topteam Red Bull ging. So fuhren spätere Weltmeister wie Sebastian Vettel oder Max Verstappen erst für Toro Rosso, dann für Red Bull.

Sebastian Vettel (r.) feierte mit Red Bull seine größten Erfolge.
Sebastian Vettel (r.) feierte mit Red Bull seine größten Erfolge. (Quelle: imago sportfotodienst)

Ein erfolgreiches System, das für den aktuellen Spitzenplatz in der Konstrukteurswertung sorgte. Wo jahrelang Mercedes und Ferrari dominierten, ist nun Red Bull oben angekommen.

Red Bull im Fußball

Wem das Red-Bull-System mit dem kleineren Team bekannt vorkommt, das für ein größeres die Talente weiterentwickelt, wird schnell beim Fußball ankommen. Denn auch hier hat sich der österreichische Konzern gleich mehrere Klubs gesichert und miteinander verzahnt.

Der FC Liefering in der zweiten österreichischen Liga arbeitet Red Bull Salzburg im Oberhaus zu. Und deren besten Spieler landen im Idealfall bei Rasenballsport Leipzig. Aber nicht nur die Akteure auf dem Platz werden weitergegeben, auch Trainer, Manager oder Scouts gehen gerne mal den Weg aus Liefering nach Salzburg und Salzburg nach Leipzig. Mehr zum System lesen Sie hier.

Ein kluger Schachzug Mateschitz': Er setzte früh auf Ralf Rangnick als Visionär seiner Klubs. Rangnick installierte einen erfolgreichen Spielstil, der auch noch heute für den "RB-Fußball" steht. Da die Trainer nicht nur bei den RB-Teams bleiben, sondern sich nach Vertragsende anderen Vereinen anschließen, ist der Einfluss dieses Spielstils auf die Bundesliga nicht mehr zu übersehen. Hohes, aggressives Pressing, gepaart mit einem schnellen Umschalten – das ist bei vielen Bundesligisten zu sehen. Athletik ist inzwischen fast wichtiger als Technik.

6 der 18 Bundesligisten haben einen Trainer mit RB-Vergangenheit, oder im Fall von Marco Rose, RB-Gegenwart. Bochums Thomas Letsch war Jugend- und Co-Trainer in Salzburg, Mainz' Bo Svensson trainierte den FC Liefering, Wolfsburgs Niko Kovac war ebenfalls Jugend- und Co-Trainer in Salzburg, Frankfurts Oliver Glasner war Sportkoordinator und Assistenztrainer in Salzburg und Bayerns Julian Nagelsmann trainierte von 2019 bis 2019 RB Leipzig.

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Niko Kovac (l.) und Oliver Glasner haben beide eine RB-Vergangenheit.
Niko Kovac (l.) und Oliver Glasner haben beide eine RB-Vergangenheit. (Quelle: IMAGO/Jan Huebner)

Im Dunstkreis der Bundesliga bewegen sich weitere Trainer aus der RB-Schule wie Adi Hütter, Domenico Tedesco, Frank Kramer oder Robert Klauß.

Kritik

Red Bulls sportlicher Erfolg stößt besonders im Fußball vielen Fans auf. Dass ein Konzern ihren Herzenssport in großem Maße für Marketingzwecke nutzt, missfällt ihnen. Statt Tradition gehe es Red Bull nur um den Kommerz, lautet die Kritik.

Was keiner von ihnen leugnen kann, ist der Einfluss, den Mateschitz ausgeübt hat. Nur ob dieser auch gut für den Sport sei, bleibt auch nach seinem Tod umstritten.

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Verwendete Quellen
  • deutschlandfunkkultur.de: "Lebensgefährliches Marketing eines Energy Drinks"
  • redbull.com: "Das war der Red Bull Stratosphärensprung"
  • Eigene Recherche
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