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Dr. Müller-Wohlfahrt tritt beim FC Bayern München zurück


"Vertrauen beschädigt"  

Müller-Wohlfahrt schmeißt als Bayern-Arzt hin

17.04.2015, 11:32 Uhr | sid, dpa

Dr. Müller-Wohlfahrt tritt beim FC Bayern München zurück. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist nicht mehr Vereinsarzt des FC Bayern. (Quelle: imago/photoarena Eisenhuth)

Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist nicht mehr Vereinsarzt des FC Bayern. (Quelle: photoarena Eisenhuth/imago)

Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hat völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung sein Amt beim deutschen Rekordmeister Bayern München niedergelegt. Mit Müller-Wohlfahrt gehen auch sein Sohn Kilian Müller-Wohlfahrt, Peter Ueblacker und Lutz Hänsel.

Für die Nachfolgeregelung will der FC Bayern zeitnah eine Lösung vorstellen. Bis dahin wird Dr. Volker Braun, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Sportmediziner, die Mannschaft bei ihren Spielen begleiten.

Die Mediziner um den 72-jährigen Müller-Wohlfahrt, der seit 1977 für die Bayern tätig war, begründeten den Schritt mit einer nachhaltigen "Beschädigung des Vertrauensverhältnisses". Müller-Wohlfahrt ist weiterhin Teamarzt der deutschen Nationalmannschaft.

Für die Niederlage in Porto "verantwortlich gemacht"

"Nach dem Champions League-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Porto wurde aus uns unerklärlichen Gründen die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht", hieß es in einer Mitteilung. Der Rekordmeister hatte die Partie mit 1:3 verloren.

Ein genaueres Statement kündigte Müller-Wohlfahrt erst für einen späteren Zeitpunkt an: "Ich will noch nichts sagen, es ist noch zu früh. Ich werde mich noch äußern, aber nicht heute", sagte Müller-Wohlfahrt mehreren Münchnern Medien. Wie der Fernsehsender Sport1 berichtet, sollen Müller-Wohlfahrt noch weitere Rücktritte folgen. So seien einige Physiotherapeuten kurz davor ihre Ämter niederzulegen.

Meinungsverschiedenheiten mit Guardiola

Das Team wird derzeit von einer Verletzungsmisere heimgesucht und musste auch in Porto ohne mehrere Stammspieler antreten. So fehlten Weltmeister Bastian Schweinsteiger, Medhi Benatia, Franck Ribéry, Arjen Robben, Javi Martinez und David Alaba.

Zwischen Trainer Pep Guardiola und dem Bayern-Doc war es in der Vergangenheit bereits zu Meinungsverschiedenheiten gekommen. Die tägliche Arbeit mit der Mannschaft hatte seit Anfang des Jahres Kilian Müller-Wohlfahrt geleistet. Guardiola soll zuvor darüber verärgert gewesen sein, dass die Spieler bei Blessuren stets den langen Weg zu Müller-Wohlfahrt Senior in die Münchner Innenstadt zurücklegen mussten.

FC Bayern völlig überrascht

Die Bayern wurden vom Schritt der Mediziner völlig überrascht. "Wir haben von dieser Pressemitteilung keine Kenntnis, insofern können wir sie nicht kommentieren", sagte Mediendirektor Markus Hörwick.

Müller-Wohlfahrt war schon einmal in seiner langen Bayern-Karriere beim Rekordmeister zurückgetreten: Nach einem Streit mit Jürgen Klinsmann im Jahr 2008 kehrte er allerdings unmittelbar nach dessen Entlassung zurück.

"Er hat goldene Hände"

In einem Alter, in dem für die meisten längst der Ruhestand begonnen hat, ist Müller-Wohlfahrt immer noch aktiv. Weiterhin gilt der Arzt aus München als Institution, als Guru der Prominenz. Sogar Supersprinter Usain Bolt, der Doppel-Olympiasieger von London, bedankte sich nach seinem Sieg über 100 Meter ausdrücklich beim "Doc".

"Er ist ein großer Mann. Er hat meine Muskeln behandelt, aber er war mehr als ein Arzt für mich", sagte der Jamaikaner und fügte an: "Er hat eine sehr wichtige Rolle gespielt." Die spielt und spielte Müller-Wohlfahrt aber nicht nur bei Bolt. In der Praxis in der Münchner Innenstadt geben sich Stars aus allen Bereichen des Lebens die Klinke in die Hand. Da taucht dann schon einmal spontan ein Bruce Springsteen auf, weil seine Konzerttournee wegen akuter Rückenprobleme in Gefahr ist.

Warum so viele Menschen dem in Leerhafe in Ostfriesland geborenen Pastorensohn vertrauen, verdeutlicht Tennisspielerin Andrea Petkovic: "Er hat goldene Hände". Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sprach einst von "Radarfingern". Boris Becker ergänzte, dass "Mull", wie er meist genannt wird, "ein seelisches Wannenbad" sei, ein "Dr. Feelgood" (Sunday Times) eben.

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