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Heimniederlage gegen Leipzig - Schalke stark verbessert: Stevens aber "enttäuscht"

Heimniederlage gegen Leipzig  

Schalke stark verbessert: Stevens aber "enttäuscht"

17.03.2019, 13:30 Uhr | dpa

Heimniederlage gegen Leipzig - Schalke stark verbessert: Stevens aber "enttäuscht". Schalkes Interims-Trainer Huub Stevens gestikuliert aufgeregt am Spielfeldrand.

Schalkes Interims-Trainer Huub Stevens gestikuliert aufgeregt am Spielfeldrand. Foto: Ina Fassbender. (Quelle: dpa)

Gelsenkirchen (dpa) - Huub Stevens war mit seinem Bundesliga-Comeback nach 1134 Tagen unzufrieden - jedenfalls mit dem Ergebnis. "Wir sind alle enttäuscht. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht gerne verliere", knurrte der 65 Jahre alte Niederländer.

Stevens sah bei seiner großen Liebe FC Schalke 04 zwar eine klare Steigerung im Vergleich zu den blutleeren Auftritten der Vorwochen unter dem glücklosen Domenico Tedesco, aber am Ende stand das 0:1 gegen RB Leipzig. Der Trainer lobte Einsatz, Kampfgeist und Leidenschaft, beklagte aber gleichzeitig das Abschlusspech. "Die Jungs haben alles gegeben. Aber es hat auch das Quäntchen Glück gefehlt, um ein Tor zu machen."

Der vom Abstieg bedrohte Traditionsclub zeigte, dass Stevens in der kurzen Zeit seit seiner Rückkehr schon etwas bewirkt hat. "Wir haben versucht, die Köpfe frei zu kriegen. Es war wichtig, eine gute Organisation auf dem Platz zu haben. Das haben die Jungs gut gemacht", sagte der "Jahrhunderttrainer".

Die vierte Heimpleite in Serie ohne eigenes Tor, mit der die Königsblauen einen Vereinsnegativrekord aufstellten, sollte Mut machen für die nächsten Aufgaben. Selbst der zum Missverständnis abgestempelte 16-Millionen-Euro-Einkauf Sebastian Rudy, unter Stevens einst in Hoffenheim Stammspieler und Leistungsträger, blühte auf und schlug in etwas offensiverer Rolle gescheite Pässe in die Spitze.

Allerdings konnte der von Tedesco aus "Charaktergründen" zuletzt aussortierte Nationalstürmer Mark Uth, der von Stevens die "zweite Chance" bekam, keine der Vorlagen zum Torerfolg nutzen. "Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, uns aber nicht belohnt. Das ist bitter", sagte Rudy, ist aber von baldiger Besserung überzeugt. "Nur durch harte Arbeit bekommen wir es hin, die Kugel über die Linie zu drücken. Das ist uns heute nicht gelungen, obwohl genug Chancen da waren. Aber auf der Leistung können wir aufbauen", meinte Rudy vor der Länderspielpause. "Die zwei Wochen werden wir nutzen, um hart zu arbeiten und weitere Schritte nach vorne zu machen."

Das ist auch dringend notwendig, zumal Augsburg mit dem 3:1 gegen Hannover vorbeizog und Stuttgart mit dem 1:1 gegen Hoffenheim bis auf drei Zähler an die auf Platz 15 abgerutschten Schalker heranrückte. Wegen der prekären Lage im Club verzichtete U21-Nationalkeeper Alexander Nübel in Absprache mit DFB-Trainer Stefan Kuntz sogar auf die letzten Tests vor der U21-EM am Donnerstag in Essen gegen Frankreich und fünf Tage später in Bournemouth gegen England.

"Ich wollte jetzt gerne bei der Mannschaft bleiben. Ich möchte mit dem Team trainieren, um den Plan des neuen Trainers voll mitzubekommen", betonte Nübel, der erst kurz vor dem Spiel von seinem Einsatz erfuhr. Der 22-Jährige erklärte, wie Stevens die kurze Vorbereitung mit nur einem Mannschaftstraining nutzte. "Wir haben überwiegend mental gearbeitet. Huub Stevens ist eine große Persönlichkeit. Er hat mit seiner Ansprache jedem verdeutlicht, worum es geht. Es ist jetzt wichtig, vom Kopf her voll da zu sein."

Dass er das ist, zeigte Nübel auch auf dem Rasen. Vor dem 0:1 durch den formstarken RB-Nationalstürmer Timo Werner (14. Minute) lenkte Nübel einen Schuss von Yussuf Poulsen mit einem sensationellen Reflex an die Latte. Den Abpraller nutzte Werner gedankenschnell aus dem Gewühl heraus zum Siegtor für den Champions-League-Anwärter.

Wie Stevens und dessen Assistent Mike Büskens verbreitet auch Schalkes neuer Teammanager Gerald Asamoah gute Laune und Zuversicht: "Wichtig war, dass wir gesehen haben, dass da eine Mannschaft auf dem Platz stand, die wollte, und jetzt müssen wir einfach weitermachen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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