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"Bodenschätze" & "Kunst": Bochumer Museum will den Bergbau neu erklären

"Bodenschätze" & "Kunst"  

Bochumer Museum will den Bergbau neu erklären

08.07.2019, 15:18 Uhr | dpa

"Bodenschätze" & "Kunst": Bochumer Museum will den Bergbau neu erklären. Außenansicht des Deutschen Bergbau-Museums inj Bochum.

Außenansicht des Deutschen Bergbau-Museums inj Bochum. Foto: Caroline Seidel. (Quelle: dpa)

Bochum (dpa) - Smartphones, Glühbirnen und Kaffeetassen - diese und viele andere Alltagsgegenstände haben eines gemeinsam: Sie werden mit Rohstoffen hergestellt, die der Bergbau zu Tage fördert.

Wie aus dem Millionen Jahre alten Stein ein Teil eines Smartphone wird, können Besucher vom kommenden Wochenende an im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum erfahren.

"Bodenschätze" und "Kunst" heißen zwei neu eröffnete Teile der Dauerausstellung, in die das Museum am Montag einen Einblick gewährte. Das Museum, das nächstes Jahr 90 Jahre alt wird, hat sein Konzept überarbeitet. Die alte Ausstellung habe sich an Menschen mit Vorwissen und einer emotionalen Verbindung zum Bergbau gerichtet, sagte Museumsdirektor Stefan Brüggerhoff. Bergbau müsse nun aber anders erklärt werden, denn nach dem Ende des aktiven Steinkohlebergbaus in Deutschland Ende 2018 kämen immer mehr Menschen ohne Bergbauwissen in das Museum.

Anfang des Jahres wurden die ersten beiden Rundgänge "Steinkohle" und "Bergbau" eröffnet. Der neue "Bodenschätze"-Rundgang startet gewissermaßen am Mittelpunkt der Erde. Zwischen Videoleinwänden und Gesteinsexponaten wird das Schulwissen der Besucher über Vulkane und Geologie aufgefrischt. So erfährt auch der Laie, was der Bergmann in seinem Beruf über Steine wissen musste. Ein an die Wand montiertes Modell eines Tagebaus gewährt einen Blick von oben auf das gewaltige Areal eines Braunkohle-Abbaugebietes. Das Bergbau-Museum zeigt die gesamte Kette in der Rohstoffförderung.

Eine Etage tiefer wird es kreativ: Bergbau und Kunst. Gemälde und Skulpturen etwa von der Ordensfrau und Künstlerin Tisa von der Schulenburg (1903-2001) zeigen den Bergmannsalltag. Besonders stolz ist Direktor Brüggerhoff auf den am höchsten versicherten Teil der Ausstellung: Das Bergbau-Porzellan. Ein 13-teiliger Tafelaufsatz aus dem 18. Jahrhundert zeigt zum Beispiel mit verschiedenen Szenen die Alltagswelt der Bergarbeiter. Gefertigt wurde die mächtige Tisch-Deko im für sein Porzellan weltbekannten Meißen. Das nötige Kaolin förderten die Bergleute. So fanden sie in Bergbaumotiven auf Tassen und Tellern auch ihren Platz in der Porzellankunst.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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