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Deutsche Automarken legen zu – Tesla stürzt ab

Von afp, t-online, dpa
Aktualisiert am 05.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Zulassungszahlen: Bei den Importmarken schaffte Subaru mit einem Plus von 63,9 Prozent das beste Ergebnis.
Zulassungszahlen: Bei den Importmarken schaffte Subaru mit einem Plus von 63,9 Prozent das beste Ergebnis. (Quelle: Cavan Images/imago-images-bilder)
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Zwar wurden im Juli 2020 5,4 Prozent weniger Autos als im Vorjahresmonat zugelassen, doch im Vergleich zum Juni stieg die Zahl der neu zugelassenen Pkw um satte 43 Prozent. Das sind die Gewinner und Verlierer.

Nach Monaten, in denen die Autobauer mit Minuszahlen bei den Neuzulassungen zu kämpfen hatten, geht es jetzt wieder bergauf. Im Juli setzte sich laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) insbesondere der Zuwachs bei elektrisch betriebenen Pkw fort und stabilisierte den durch die Corona-Pandemie geschwächten Markt.


Monats-Zulassungen: Die Gewinner und Verlierer

Knappes Plus für Porsche: Die Luxusmarke ist im Juli der einzige deutsche Autobauer mit positiver Bilanz.
Mieser Monat für VW: Die Wolfsbuger melden für den Juni 2022 ein Viertel weniger Neuzulassungen als vor einem Jahr.
+29

Dreimal so viel zugelassene Elektroautos

Mit rund 16.800 reinen Elektroautos wurden fast dreimal so viele zugelassen wie im Vorjahresmonat. Die Zahl der zugelassenen Plug-in-Hybride betrug laut KBA gut 19.100 und war damit sogar fast sechsmal so hoch wie im Juli 2019.

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Bei Benzinern hingegen gingen die Neuzulassungen um gut 20 Prozent auf knapp 154.400 Neuwagen zurück. Damit hatte noch jeder zweite zugelassene Pkw einen herkömmlichen Benzinmotor. Rund 89.500 Autos wurden laut KBA mit Diesel betrieben – das entspricht einem Rückgang der Neuzulassungen um knapp 19 Prozent und einem Marktanteil von rund 28 Prozent.

Deutsche Marken: Mini top, Smart flop

Bei den deutschen Marken zeigten sich zweistellige Zuwächse bei:

  • Mini (+35,7 %)
  • BMW (+17,4 %)
  • Mercedes (+10,7 %)

Für Porsche (+2,4 %) wies die Statistik eine einstellige Steigerung aus. Andere Marken landeten deutlich zweistellig im Minus, wie

  • Smart (-51,6 %)
  • Opel (-45,2 %)
  • Ford (-22,5 %)
  • Audi (-20,8 %)

Auch VW (-3,3 %) lag zum Teil hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Die Marke VW erreichte allerdings mit 19 Prozent den größten Markenanteil an den Neuzulassungen.

Importmarken: Tesla stürzt ab

Bei den Importmarken wiesen Subaru (+63,9 %), Jeep (+42,2 %) sowie Mitsubishi (+33,4 %) Zulassungssteigerungen von mehr als 30 Prozent aus.

Rückgänge von mehr als -30 Prozent zeigten sich hingegen bei:

  • Tesla (-66,6 %)
  • Land Rover (-39,9 %)
  • Jaguar (-38,9 %)
  • Alfa Romeo (-33,6 %)
  • Dacia (-32,1 %)

Mit einem Neuzulassungsanteil von 7 Prozent (+8,3 %) war Skoda erneut die anteilsstärkste Importmarke in der Monatsbilanz.

Bisherige Jahresbilanz mit minus 35 Prozent

Im gesamten ersten Halbjahr ging die Zahl der Neuzulassungen hierzulande laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) um rund 35 Prozent auf 1,21 Millionen Einheiten zurück, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Die Bundesregierung versucht, den Konsum mit einem umfassenden Konjunkturpaket wieder anzukurbeln. Höhere Kaufprämien für Elektroautos und eine geringere Mehrwertsteuer sollen die Anschaffung eines Neuwagens für Verbraucher attraktiver machen und der Branche aus ihrer Absatzkrise helfen. Die Maßnahmen sind im Juli in Kraft getreten.

Trotz der leichten Erholung steht der Markt dem VDA zufolge weiter "unter enormem Druck". Die angestaute Nachfrage, die sich nun zeige, könne die Flaute der vergangenen Monate nur teilweise ausgleichen.

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Von Markus Abrahamczyk
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