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Finanzministerium: Experten fĂŒr Ende von Ehegattensplitting

Von rtr
Aktualisiert am 28.09.2018Lesedauer: 1 Min.
Paar mit Kindern: Das Gesetz zum Ehegattensplitting gibt es seit 1958.
Paar mit Kindern: Das Gesetz zum Ehegattensplitting gibt es seit 1958. (Quelle: BrianAJackson/getty-images-bilder)
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Steht das Ehegattensplitting vor dem Aus? Experten des Finanzministeriums halten die Regelung fĂŒr nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ. Diese Argumente bringen sie hervor.

Der Wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums hat sich fĂŒr die Abschaffung des Ehegattensplittings ausgesprochen. Diese Steuerregel sei eine Ursache dafĂŒr, dass sich viele Frauen gegen einen Vollzeitjob entschieden, zitiert die "Bild"-Zeitung aus einem Gutachten des Beirats.

Ehegattensplitting sei ungerecht

Eine umfassende Reform der Besteuerung von Ehepaaren könnte die wirtschaftliche LeistungsfĂ€higkeit erhöhen. Durch die Regelung habe der Zweitverdiener, meistens die Frau, wenig Anreiz, das eigene Potenzial zu steigern. "Dies könnte Zielen der Gleichstellung entgegenstehen", urteilen die Experten. Das Ehegattensplitting sei veraltet, denn seit der EinfĂŒhrung hĂ€tten sich Stellenwert und Funktion der Ehe und die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern erheblich verĂ€ndert.

Verheiratete Paare können ihr Einkommen auf der SteuererklĂ€rung "splitten". Das Finanzamt rechnet die Einkommen der Eheleute zusammen und berechnet die Steuer so, als wĂŒrden beide exakt dasselbe verdienen. Daraus entsteht ein Steuervorteil, der umso grĂ¶ĂŸer ist, je grĂ¶ĂŸer der Einkommensunterschied zwischen Erst- und Zweitverdiener ist.

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